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Volkswagens Angebot für die Scania-Anteile Angebot liegt mehr als 50 Prozent über dem Durchschnittskurs der letzten 90 Tage.
 

VW will Scania für 6,7 Mrd. Euro ganz übernehmen

VW will die Zusammenarbeit von Scania und MAN verbessern und erwartet davon ein langfristiges zusätzliches Synergiepotenzial von mindestens 650 Millionen Euro operatives Ergebnis pro Jahr.

21.02.2014 APA

VW und MAN halten derzeit zusammen 62,6 Prozent des Kapitals und 89,2 Prozent der Stimmrechte am schwedischen Lkw-Bauer Scania. Der Wolfsburger Autobauer will nun auch die restlichen Anteile für 6,7 Mrd. Euro übernehmen. Je Scania-Aktie biete Volkswagen 200 schwedische Kronen (rund 22,26 Euro), teilte der Konzern am Freitag mit. Mit der Anteilsaufstockung soll die schleppende Zusammenarbeit von Scania und MAN forciert werden. Bisher beharren beide Lkw-Bauer auf eigenem Entscheidungsspielraum.

VW will mindestens 90 Prozent der Scania-Anteile übernehmen

Die Komplettübernahme von Scania lässt sich VW viel Geld kosten. Das Angebot entspreche einer Prämie von 57,0 Prozent bzw. 53,3 Prozent je Scania A- bzw. B-Aktie auf den 90-Tage-Durchschnittskurs, erklärten die Wolfsburger. Voraussetzung für den Erfolg des Angebots ist, dass VW mindestens 90 Prozent der Anteile einsammelt, um so die restlichen Aktionäre im Rahmen eines Squeeze-Outs aus dem Unternehmen drücken zu können.

VW sieht Potenzial von mindestens 650 Millionen Euro pro Jahr

Im Durchschnitt erwartet Volkswagen von einer verbesserten Zusammenarbeit ein langfristiges zusätzliches Synergiepotenzial von mindestens 650 Millionen Euro operatives Ergebnis pro Jahr. Angesichts der langen Produktlebenszyklen im Nutzfahrzeuggeschäft werde es jedoch zehn bis 15 Jahre dauern, bis dieses Potenzial voll ausgeschöpft sein werde, erklärte der Wolfsburger-Konzern. Die Lkw-Tochter MAN führt VW durch einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag bereits an der kurzen Leine.

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