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Martin Winterkorn: "Wir bauen auf die Leistung und Beteiligung unserer Beschäftigten" © n-tv.de
 

VW-Vorstand fordert Mitbestimmungsrechte für alle Mitarbeiter

Arbeitnehmer und Unternehmensleitung seien sich laut Betriebsratschef einig, dass die Beschäftigten aller VW-Standorte einen Anspruch auf Mitbestimmung hätten.

26.02.2014 APA

Nachdem die Mitarbeiter des VW-Werks in Chattanooga/USA gegen die Einrichtung eines Betriebsrates durch die Autogewerkschaft UAW gestimmt hatten, setzt sich der Volkswagen-Vorstand nun für eine Vertretung der Arbeitnehmer weltweit in allen Werken des Konzerns ein. „Wir bauen auf die Leistung und Beteiligung unserer Beschäftigten“, sagte Konzernchef Martin Winterkorn am Mittwoch in Wolfsburg. Die Erfahrung zeige weltweit, dass der Konzern damit sehr erfolgreich sei – „denn Mitbestimmung der Beschäftigten bedeutet bei uns immer auch Mitverantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg.“ Auf die Situation in den USA ging Winterkorn jedoch nicht dezidiert ein.

Alle VW-Beschäftigten hätten Anspruch auf Mitbestimmung

Betriebsratschef Bernd Osterloh sagte, Arbeitnehmer und Unternehmensleitung seien sich einig, dass die Beschäftigten aller VW-Standorte einen Anspruch auf Mitbestimmung hätten. Das gelte selbstverständlich auch für die Belegschaft im Werk in Chattanooga. Vor knapp zwei Wochen hatten die Beschäftigten des Standorts in einer knappen Abstimmung abgelehnt, sich durch die US-Automobilarbeiter-Gewerkschaft UAW vertreten zu lassen. Das Vorhaben der Gewerkschaft, in dem Werk einen Betriebsrat nach deutschen Vorbild zu schaffen, war auf erbitterten Widerstand der örtlichen Republikaner gestoßen. Sie hatten gedroht, das werde Arbeitsplätze und das Wirtschaftswachstum in Tennessee kosten. Nun will der Konzernbetriebsrat prüfen, ob es andere Wege gibt, um eine Arbeitnehmervertretung in Chattanooga einzurichten. Zugleich fechtet die UAW das Abstimmungsergebnis an. Sie argumentiert damit, das Votum der Belegschaft sei durch Stimmungsmache konservativer Gruppen beeinflusst worden.

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