VW-Manager Wolfgang Schreiber steht neben einem VW Amarok
Für den US-Markt benötigt VW mehr SUVs und Pick-up-Trucks.
 

VW schwächelt auf dem US-Markt

Der deutsche Autobauer VW kämpft weiterhin um Zuwächse auf dem US-Markt, bisher vergebens. Bessere Karten hat die VW-Tochter Audi.

03.12.2013 APA

VW, der größte europäische Autobauer, kann weiterhin keine Zuwüchse auf dem US-Markt feiern. Im November gingen die Verkaufszahlen von Volkswagen im achten Monat nacheinander zurück. Die Kernmarke Volkswagen Pkw verkaufte mit 30.727 Autos um 16,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Seit Jahresbeginn liegt der Absatz mit knapp 373.700 Autos mehr als 5 Prozent im Minus. Dabei spielen die USA eine Schlüsselrolle auf dem Weg der Wolfsburger an die Weltspitze der Autobranche bis 2018.

GM, Ford und Chrysler legen zu

Dagegen legten die US-Platzhirsche auf dem wachsenden Markt weiter zu: Rivale General Motors, der mit VW und Toyota um die Krone der Autowelt kämpft, konnte seine Verkäufe um fast 14 Prozent auf über 212.000 Autos steigern. Ford kam mit einem Plus von 7 Prozent auf gut 190.000 Autos, während der dritte große US-Autobauer Chrysler um 16 Prozent auf mehr als 142.000 Wagen zulegte.

Schwachstelle Geländewagen und Pick-up-Trucks

Mit solchen Zahlen kann sich VW nicht messen. Die Wolfsburger hatten ihre US-Verkäufe von 2009 bis 2012 zwar verdoppeln können, im April endete jedoch der gute Lauf. VW ist bei den beliebten Geländewagen schwach aufgestellt und bei Pick-up-Trucks gar nicht vertreten. Diese machen etwa die Hälfte aller US-Verkäufe aus. Die wichtigsten VW-Modelle sind die Limousinen Jetta und Passat.

VW Crossblue als Lösung?

Um dem Abwärtstrend entgegenzusteuern, dürfte VW bis Ende des Jahres über einen neuen SUV für den US-Markt entscheiden. Schon im Jänner hatte das Unternehmen seine Studie Crossblue auf der Automesse in Detroit vorgestellt und kürzlich auch auf der Messe in Los Angeles vorgeführt. Rangeleien um eine Arbeitnehmervertretung im US-Werk in Chattanooga erschweren jedoch eine Entscheidung.

Audi zeigt es vor

Freude macht dem VW-Konzern dagegen das Abschneiden seiner Tochter Audi: Die Oberklasse-Marke knackte schon nach elf Monaten den Jahresabsatz aus 2012. Im November setzte das Unternehmen 13.636 Wagen ab und damit 13 Prozent mehr als vor einem Jahr. Seit Jänner liegt Audi mit gut 141.000 Autos bereits über den 139.300 Fahrzeugen, die der Konzern im Gesamtjahr 2012 auf die US-Straßen brachte.

  • Ravenbird

    Ein SUV hat einen 5 Liter Motor mit 300 PS aufwärts. Alles andere ist Mist.
    Die 1400er mit 10-fach Turbo und Klicki-Klacki Motoren von VW will dort niemand.
    Außerdem ist die Wartungsfreundlichkeit bei VW miserabel.
    Ein Ford F100 Pickup aus den Fünfzigern mit 1 Million Meilen auf dem Tacho – DAS wollen die Amerikaner haben – ICH AUCH!

    • Marcus Lang

      Von der US-Zeitschrift Motor-Trend wurde der Subaru Forester als einziger SUV mit 4-Zylinder Motor (immerhin 2,5 Liter Hubraum, 170 PS und 0-60mph in 8,5sec)zum SUV of the year gekürt. Der erreicht als blitzsauberer Benziner bessere Verbrauchswerte wie der Ford F150 Diesel, für den Ford so die Werbetrommel rührt.
      Ich denke, dass es über dem grpßen Teich noch genug Dinosaurier gibt (und damit meine ich die Autokäufer …), es ist aber schon ein Licht am Ende des Tunnels.

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