vw touareg 2014 blau seite heck
Äußerlich ändert sich bis auf ein bisschen Chromzierrat nicht viel beim neuen Touareg.
 

Vorstellung: VW Touareg 2014

Der neue VW Touareg feiert in Peking Weltpremiere. Allerdings, neu ist höchstens die Optik. Und ein Diesel-V6 mit Pipi-Einspritzung für Europa.

21.04.2014 radical mag

China, wer dieses Wort in Beisein eines VW-Mitarbeiters ab Stufe Prokurist in den Mund nimmt, erntet ein seliges Lächeln. China, so scheint es, ist derzeit das Allerheilmittel für den Konzern. Und so gibts man den Chinesen ab und zu auch eine Weltpremiere, wie den überarbeiteten Touareg. Dieser wurde, wie so oft, einfach ein bisschen aufgehübscht, an Front und Heck. Und man kann ihn mit 21-Zöllern haben. Feine Sache… Ach ja, und auch für Europa gibts etwas Neues. Einen V6-Diesel, mit dem man mittels SCR-System (also Harnstoff-Beisetzung zur Verbesserung des Abgasqualität), nun die bald anstehende Euro-6-Abgashürde überspringt.

vw touareg 2014 blau vorne front

Der neue Touareg kommt im Juni

Und, das fette SUV bekommt wie der «neue» Polo serienmässig die Multikollisionsbremse spendiert. Was das bedeutet? Nach einem Unfall (also Auslösen der Airbags) aktiviert sich die Bremse automatisch, damit der Fahrer wenn möglich nicht noch andere Fahrzeuge oder Personen «belästigt». Zudem gibts die V6-Diesel nun mit Bi-Xenonscheinwerfern und das Doppelkupplungsgetriebe kann nun auch Segeln. Und sie leisten 204 oder 258 PS, wem das nicht reicht kann den V8-Diesel mit 340 PS ordern. Natürlich gibts den Wüstenbewohner auch als Hybrid mit einer stattlichen Systemleistung von 380 PS. Spannend: dieses Auto verfügt über eine Anhängelast von satten 3,5 Tonnen. Die neuen Touareg sollen bei uns im Juni auf den Markt kommen.

vw touareg 2014 blau innenraum cockpit interieur

Vielen Dank an die Kollegen von radical-mag.com.

  • joreich

    Höher,breiter,wuchtiger so muessen heute Autos aussehen die groesstenteils in der Stadt bewegt werden. Man sieht der Autoindustrie geht es nicht um Errungenschaften sondern nur um Kohle und nichts als Kohle. Wo bleiben die echten neuen technischen Verbesserungen oder wird so weitergewurstelt?

    • OLI

      ..du rennst bei mir offene Türen ein… (Sorry fürs „Du“ ;)

    • Marcus

      Ich finde es auch seltsam, dass offenbar ein Großteil der Kunden die hohe Sitzposition und das große Auto (generell, nicht speziell Touareg) bevorzugen.
      Die großen Dickschiffe Touareg (SUV), Amarok (Pickup) und Sharan (Van) sind irgendwie die Vorposten. Wesentlich mehr verkaufen die Hersteller dann die etwas dezenteren Tiguan (SUV) und Touran (Van). Ganz ähnlich ist es meiner Meinung nach bei Renault mit Koleos (SUV) und Espace (Van) bzw. den etwas kleineren Modellen Captur (SUV) und Scenic (Van).
      Eine Aussage bei VW hat mir wenigstens Mut gemacht: Vom riesigen Sharan verkaufen sie offenbar so wenig, dass sie überlegen, die Modellreihe einzustellen.
      Andererseits sind diese großen Modelle das Feigenblatt, und ganz viele Kunden greifen zum etwas kleineren, aber immer noch unnötig hohen, unnötig breiten Modell mit dem exakt gleichen Gepäckraum und denselben 5 Sitzen wie z.B. kompaktere Modelle a la Golf/Kombi oder Megane/Kombi; Die Vans/SUVs haben aber gleich mal 15% mehr Verbrauch wegen Gewicht/Luftwiderstand. IMHO reagieren die Kunden da sehr irrational. Alles, was bei den Antrieben an Einsparungen erzielt werden, verpufft in diesen unnötig hohen Modellen!

    • Mist

      -> Vom riesigen Sharan verkaufen sie offenbar so wenig, dass sie überlegen, die Modellreihe einzustellen.

      Also wenn ich mir zumindest die Verkaufszahlen in Österreich ansehen, stimmt das absolut nicht.
      Vor allem durch unseren Vorsteuerabzug wären ein Firmenwagen-Passat oder Touran ja Schwachsinn, die kosten durch den fehlenden Vorsteuerabzug genauso viel und haben wesentlich weniger Platz.

      Ich denke eher, das der Grund für ein mögliches Einstellen eher ist, daß sie den Sharan nicht einfach mittels modularem Querbaukasten oder Längsbaukasten zum Einheitsbrei mutieren lassen können.

      Ist also nicht so weit her mit dem „Mut zur Lücke“, wenn es mehr sein soll als nur die gleiche Technik mit einem veränderten Blechkleid.

      Über den Renault Espace wurde das übrigens auch schon lange kolportiert, und er wird bis heute verkauft.
      Ich denke, das ist einfach nur billige Taktik
      http://de.wikipedia.org/wiki/Fear,_Uncertainty_and_Doubt

    • Marcus

      Beim Sharan sage nicht ich, dass er sich offenbar international wenig verkauft. Der VW-Vorstand hat vor zwei oder drei Wochen gemeint, dass die Modellreihen Eos, Sharan und Beetle möglicherweise wegen geringer Nachfrage auslaufen werden. Vielleicht ist die Situation in Österreich, mit der „Vorsteuerabzugsberechtigung“ anders, die österreichsichen Verkäufe allein könnten aber die Modellreihe nicht stützen. Ich finde es eher positiv, dass die ganz großen Kisten nicht mehr so oft verkauft werden.

  • Oli

    …und wieder ein Dickschiff, das in den Großstädten nach einem Erdhügel sucht, damit Motorleistung und Allrad und…. Sinn machen.

    Was bewegt einen, so ein Auto zu kaufen..?

  • Jogi

    VW nennt es „neu“ und hat nur Details verändert… naja, der Konzern macht seit 11 Jahren nichts anderes, sieht man am Golf. Generation VI und VII sind ja auch nur Facelifts vom V…

    • Flo

      VI und VII sind nur Facelifts?
      Würde mich wundern — zumindest sind sie um ein gutes Stück leiser und hochwertiger als der Ver.

    • Jogi

      Man muss nur das Design anschauen… das hat sich kaum verändert, der Wagen bekam nur mehr Ecken und Kanten.

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