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Was ist NEU beim neuen VW Touareg?

Die Eindrücke vom neuen VW Touareg V6 TDI Terrain Tech belegen: VW geht es immer mehr um ausgewogenes Fahrverhalten

17.09.2014 Press Inform

Mit dem neuen VW Touareg V6 TDI handhabt es der deutsche Autohersteller so wie mit anderen Neuauflagen seiner Modellpalette. Das Design wird nur so weit geändert, dass frühere Generationen aktueller Modelle nicht alt aussehen. Evolution statt Revolution ist ein Leitsatz bei der optischen Formgebung. Der gilt bei Modellpflegen umso mehr.

Das Design des neuen VW Touareg V6 TDI

Also fasste die Truppe von Designchef Klaus Bischoff den Touareg mit Samthandschuhen an. Bei der Front fallen die Scheinwerfer auf. Sie sind einen Schuss größer, sind nicht mehr gepfeilt und haben jetzt immer Bi-Xenon-Licht. Betont werden die Augen von dem veränderten Chrom-Grill mit jetzt vier Querstreben. In der Ausstattungsvariante Chrome & Style umgibt eine glänzende Leiste das 4,80 Meter lange SUV. Das ist für einen Volkswagen schon ziemlich extrovertiert. Zumal jetzt auch der Kofferraumansatz verchromt ist. Der Mut wird belohnt. Das sieht gut aus. Zumal sich das Chrom auch bei den Drehknöpfen im Innenraum wiederfindet._VW-Touareg-V6-TDI-2014-13

Aufwertung innen

Die hübschen das Interieur spürbar auf. Allerdings erreichen nicht alle Knöpfe und Schalter die Wertigkeit der verchromten Bedienelemente. Das Hartplastik der Tasten rings um den Infotainmentbildschirm und der Klimaeinheit steht im Gegensatz zu dem feinen Leder und den edlen Holzapplikationen. Da zeigen die Konsequenzen der Gleichteilstrategie.

VW Touareg Preis in Österreich

Bei einem Auto, das einen Grundpreis von 51.940 Euro hat, sollte mehr Detailliebe drin sein. Die Töchter aus Ingolstadt und Zuffenhausen machen das besser. Das Navigationssystem mit dem Touchscreen und einer Bildschirm-Diagonale von 20 Zentimetern erledigt seinen Job zuverlässig. Auch wenn die Anzeigen der Wegstrecke etwas angestaubt daherkommen. Es sei denn, man schaltet auf Google Earth. Mit Real Time Traffic statt TMC wären die Verkehrsmeldungen auch präziser._VW-Touareg-V6-TDI-2014-15

Das Cockpit verströmt einen gediegenen Eindruck

Die Sitze sind bequem und die Sitzposition gut. Das Lenkrad liegt gut in der Hand. Mit ihm lässt sich der Touareg präzise und sauber um die Ecken zirkeln. Dabei ist das 2.251 Kilogramm schwere SUV nicht so spitz und so fahrdynamisch, wie der Porsche Cayenne. Soll es auch gar nicht sein. Der Touareg macht alles unauffällig und ausgewogen gut. Dieses Motto zieht sich durch das ganze Auto. Dazu trägt auch der neue V6-Diesel bei, der den Wolfsburger mit 262 PS befeuert. In 7,3 Sekunden erreicht der Touareg aus dem Stand die 100-km/h-Marke, bei 220 km/h ist Schluss. Dank eines maximalen Drehmoments von 580 Newtonmetern, das ab 1.750 Umdrehungen pro Minute anliegt, verrichtet der Motor unaufgeregt und akustisch zurückhaltend seinen Dienst. Für geschmeidige Gangwechsel sorgt die bekannte ZF-Achtgangautomatik.

Wie macht sich der Touareg im Gelände?

Der Verbrauch liegt bei der Terra-Tech-Version bei 6,9 l/100 km, 0,3 l/100 km mehr als beim Touareg mit „normalen“ Allradantrieb, bei dem ein selbstsperrendes Torsen-Differential die Kraftverteilung übernimmt. Auch der Touareg hat jetzt eine Segelfunktion, die den Motor entkoppelt, sobald man vom Gas geht und die Drehzahlen auf Leerlaufniveau fallen lässt. Die Wechsel zwischen Vortrieb und rollen funktionieren reibungslos. Bei der Terra-Tech-Version freuen sich die Offroad-Freaks über ein Untersetzungsgetriebe, ein selbstsperrendes Differential, eine Bodenfreiheit von 22 Zentimetern und eine gegenüber der 4Motion-Version-auf 17,3 Zentimeter erhöhte Verschränkung. Das alles macht aus dem Touareg zwar keinen Jeep Wrangler, reichen aber für die meisten Ausflüge ins Gelände locker aus._VW-Touareg-V6-TDI-2014-16

Und der Touareg als Hybrid?

Einen stärkeren rechten Haken als die 262-Maschine schlägt der V8 TDI mit 380 PS. Beim Hybrid beließen es die VW-Ingenieure bei der nicht mehr zeitgemäßen Kombination aus dem bekannten 333-PS-V6-Benziner, einem Nickelmetallhydrid-Akku und einem 34,3 kW (63 PS) Elektromotor. Da müssen die Elektro-Fans auf die Neuauflage des Kraxlers in etwa drei Jahren warten. Eine weitere Alternative ist der 206-PS-Diesel, mit dem es etwas gemächlicher vorangeht. Die optionale Luftfederung (kostet 3.920 Euro extra) ist ihr Geld wert. Sie garantiert auch auf schlechten Straßen guten Komfort und sorgt für Sicherheit bei schnellen Autobahnetappen, da sie das Fahrzeug bei höheren Geschwindigkeiten Fahrzeug tieferlegt. Ohne das Terra-Tech-Offroad-Paket ist bei der Luftfederung ein dynamischer Wankausgleich im Angebot, der die Zuzahlung aber auf 4.463,2 Euro erhöht.

Lange, sehr lange Aufpreisliste

Die Aufpreisliste ist, vor allem, was die Fahrassistenzsysteme angeht, lang. Serienmäßig sind die VW-typische Multikollisionsbremse, ein Tempomat und ESP, das auch bei Fahrten mit einem Anhänger helfend eingreift. Ansonsten kann man sich wirklich Tagelang durch die Listen wühlen und austoben.

Dank an die Kollegen von press-inform

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