VW Sharan Exterieur dynamisch seite
Volkswagenchick des Jahres 2010.
 

Vorstellung: VW Sharan

Ein Modellwechsel mit der Wucht von 15 Jahren Vorgänger.

02.09.2010 Autorevue Magazin

Hätte das Enkerl von VW-Entwicklungsvorstand Ulrich Hackenberg gesagt, es finde Schiebetüren uncool, dann wäre vermutlich alles anders gekommen. Das Mitglied der so wichtigen Sharan Zielgruppe 18-minus hat sich aber für die praktische Variante entschieden, obwohl der Opa, wie er selbst sagt, „kein großer Fan von“ ist. Aber der Nachwuchs pflegt sich meist durchzusetzen, wir alle wissen das.

Nach 15 Jahren kommt nun im September der neue Sharan auf den Markt, er wird Schiebetüren haben und überhaupt voller Konzepte sein, die die Welt in dieser Perfektion noch nicht gesehen hat. Alles an diesem Auto ist neu, nur die Sonnenblenden nicht, entweder war kein Neuerungsbedarf, oder sie wurden einfach vergessen, sei’s drum.

Der neue Sharan ist um 22 Zentimeter länger, um neun Zentimeter breiter und um 1,2 Zentimeter niedriger als der Vorgänger. Also ist er gleichzeitig größer und, ­so­wohl im Aussehen wie
im Fahrgefühl, Pkw-hafter ­geworden.

Wichtiges Asset also die Schiebetüren. Der neue Ford Galaxy, vor fünf Jahren aus dem VW-Seat-Verbund ausgestiegen, hat keine. Bald kommt der Seat Alhambra nach, als modifizierter Sharan natürlich mit Schiebetüren. Deren Vorteil ist, dass man in der Tat leichter ein- und aussteigt und auf Schrägparkplätzen weniger Nachbarautos kaputt macht. Andererseits geht sich auf Schiebetüren nur eine Schmalspurvariante von Armlehne aus, und so ist das jetzt auch beim Sharan. Die Fenster­unterkante ist für den Ellbogen einladender.

Das Zweite, was einen Van zu einem guten Van machen kann, sind die Sitze. Es sind beim Sharan maximal sieben, in normaler Konfiguration fünf. Sie sind nicht ausbaubar, was gut ist, denn beim Sitze-Ausbauen haben sich schon viele gute Männer zu Tode ­geflucht. Fällt hier weg. Dafür sind sie „im Boden versenkbar“, wie die VW-Leute sagen, was heißt: Die Lehnen sind umlegbar, und dabei senken sich die Sitze etwas, und zwar ausreichend. Es entsteht ein ebener Ladeboden, und das Umlegen geht wirklich kinderleicht. Maximal 2430 Liter Laderaum reichen für die eine oder andere Waschmaschine.

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