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Vorstellung: VW Sharan

Der Sharan wird auf den Kopf gestellt – und mit ihm das ganze Van-Segment.

01.04.2010 Online Redaktion

Es ist schon eine ganze Weile her, 15 Jahre, dass VW, Seat und Ford mit einem Gemeinschaftsprojekt das Segment der Vans praktisch unter sich aufteilten, indem sie die nahezu identischen Sharan, Alhambra und Galaxy lancierten. Ford ist schon vor Jahren mit einer neuen Eigenentwicklung ausgeschert, dass sich der Sharan trotz seines biblischen Autoalters bis zum Schluss gut verkauft, darf durchaus als Machtbeweis der VW-Organisation gesehen werden.

15 Jahre also, da ist es kein Wunder, dass kein Bauteil unberührt blieb. Oder besser: fast kein Bauteil. Die beiden Sonnenblenden haben nämlich überlebt, sagt VW. Um so viel Neues unterzubringen, musste der Van kräftig wachsen. 22 Zentimeter ist er länger, der Radstand wuchs um 7,5 Zentimeter. Dimensionen, die vor allem den Insassen und der Variabilität zugutekommen, denn das Gepäckvolumen schrumpfte sogar. 2297 Liter reichen, rechnet man bei VW vor. Der deutlich kleinere Vorgänger schluckte noch bis zu 2610 Liter. Ein Volumen, das wohl die meisten anstehenden Anforderungen übertraf.

Also mehr Flexibilität. Der neue Sharan kann als Fünf-, Sechs- und Siebensitzer geordert werden, wobei sich die zweite Sitzreihe um 16 Zentimeter verschieben lässt. Bei 4,85 Meter Gesamtlänge soll der Ruf der dritten Sitzreihe als reine Notunterkunft endlich ein Ende haben. Der Zugang zu den Sitzreihen zwei und drei erfolgt über zwei weit öffnende Schiebetüren. Dank Easyfold-Sitzsystem wird das Gestühl eben in den Kofferraumboden gefaltet und muss nicht mehr ausgebaut werden. So entsteht außerdem ein 2,10 Meter langer Laderaum – was auch für Not-Übernachtungen reicht.

Stückzahlbringer im Motorenprogramm soll der 2,0-Liter-Diesel mit 140 PS werden. VW rechnet vor, dass man bei einem Durchschnittsverbrauch von 5,3 Litern (entspricht 145 g CO2) mit einem 70-Liter-Tank bis zu 1237 Kilometer am Stück schaffen kann. Wenn man das möchte. Mehr Power gibt es freilich auch: Der Diesel kommt noch als 170-PS-Variante. Wer einen Benziner will, hat die Wahl zwischen einem 150- und einem 200-PS Aggregat. Die Varianten bis 170 PS kommen serienmäßig mit Start-Stopp-System und Energierückgewinnung. Optional kann das Direktschaltgetriebe geordert werden. Später sollen noch eine Erdgas- und eine Bluemotion-Version lanciert werden. Der 140-PS-Sharan kann auch mit Allradantrieb bestellt werden.

In puncto Fahrdynamik sieht VW den Sharan näher bei den Pkw als den klassischen Vans. So bediente man sich kräftig im Passat- und Tiguan-Regal, um das Fahrwerk im Vergleich zur Konkurrenz möglichst straff zu gestalten.

Der Vorverkauf für den neuen Sharan beginnt Ende März. Bisher steht lediglich fest, dass er nur unwesentlich teurer werden soll als der Vorgänger. Aber das lässt sich ja zur Not auch mit der Aufpreisliste ausgleichen. In der Basisausstattung „Trendline“ gibt es immerhin sieben Airbags (inkl. Knieairbag auf der Fahrerseite), eine elektrische Parkbremse mit Berganfahrassistent, elektrisch verstellbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber und eine halbautomatische Klimaanlage.

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