Schwere Zeiten für die Seat-Werke in Martorell und Barcelona
Schwere Zeiten für die Seat-Werke in Martorell und Barcelona
 

Einerseits VW, andererseits Seat

Die Kernmarke der Wolfsburger erzielt im ersten Halbjahr 2013 einen Absatzrekord. Seat muss aufgrund des schwachen europäischen Marktes seine Produktion drosseln.

10.07.2013 APA

 

Täglich erreichen uns die Absatzzahlen der Autohersteller und täglich wird der momentane Trend bestätigt: Autobauer die auch den außereuropäischen Markt bedienen können die Verluste in Europa wettmachen, Automarken die – aus welchem Grund auch immer – nicht so agieren befinden sich in einer schwierigen Situation.

VW mit Absatzrekord

Die Kernmarke (VW-Pkw) der Wolfsburger konnte mit weltweit 2,91 Millionen verkauften Autos einen Absatzrekord für das erste Halbjahr 2013 erzielen. Damit fahren sie ein Plus – im Vergleich zum Vergleichszeitraum 2012 – von 4,4 Prozent ein. Ein neuer Rekord.

Asien ist hungrig nach Autos

Ein unterschiedliches Bild zeichnet dabei die Märkte Asien und Europa aus, der eine ist noch immer im Aufwind, der andere stagniert. Dazu Christian Klinger (Vertriebsvorstand): „Die Herausforderungen auf den schwierigen Weltmärkten, insbesondere aber die erheblichen Unsicherheiten in Europa, werden uns auch im zweiten Halbjahr maßgeblich begleiten.“

Seat die kränkliche Tochter

Die spanische VW-Tochter Seat wird wohl anhand der Situation auf Europas Automärkten ihre Produktion zurückschrauben. So wird von September bis Dezember in den Werken in Martorell und Barcelona nach dem Rotationsprinzip gearbeitet werden – damit bleiben täglich bis zu 571 Beschäftigte zuhause. Zusätzlich wird in dem eben genannten Zeitraum ein Montageban, an dem 2.800 Mitarbeiter tätig sind, für insgesamt 16 Tage still stehen.

Seat will Arbeitsplätze sichern

Ein weiteres Montageband mit 3.800 Arbeitern wird wohl im kommenden Jahr an 35 Tagen ruhen. Seat will mit diesen Maßnahmen versuchen sicherzustellen, dass die gesamte Belegschaft erhalten werden kann. Zwar konnte Seat die Verluste der vergangenen Jahre reduzieren, jedoch steckt er noch immer in den roten Zahlen.

 

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