VW Tiguan
151.389 Tiguan der Modelljahre 2009 bis 2014 sind betroffen.
 

Großer Rückruf bei Volkswagen in Nordamerika

Probleme mit Benzinpumpen und Zündschlössern veranlassen Volkswagen in Nordamerika knapp 170.000 Fahrzeuge zurückzurufen.

10.08.2014 APA

Aufgrund von Problemen mit den Benzinpumpen und Zündschlössern ruft der deutsche Autohersteller Volkswagen in Nordamerika 170.000 Fahrzeuge in die Werkstätten. Betroffen sind etwa 151.389 Tiguan der Modelljahre 2009 bis 2014, wie das Unternehmen am Samstag erklärte. Kurz zuvor hatte VW bereits mitgeteilt, die Rückrufe bei Routan-Minivans um 18 500 Wagen auszuweiten.

Crash-Gefahr beim Tiguan

Beim Tiguan können Mängel an den Benzinpumpen den Motor direkt nach dem Start abwürgen, was laut VW potenzielle Crash-Gefahr birgt. Bei den Minivans droht sogar Kontrollverlust in voller Fahrt: Fehlerhafte Zündschlüssel können bei holprigen Wegen in die Aus-Position zurückspringen. Konkurrent General Motors kämpft wegen ähnlicher Defekte mit einer der größten Rückrufaktionen der Automobilgeschichte.

Routan mit Zündschlossproblem

Die Probleme beim Routan gibt es aber schon seit Jahren. Sie stammen aus einer früheren VW-Partnerschaft mit dem US-Autobauer Chrysler, der die Fahrzeuge geliefert hatte. Bereits 2011 hatte VW begonnen, die nur in Nordamerika verkauften Minivans zurückzurufen. Mittlerweile sind über 30.000 betroffen. Bislang seien aber keine Unfälle bekannt, betonte VW.

Rückruf beim US-Passat

Aufgrund von Scheinwerfer-Problemen hatte VW im März auch schon seinen US-Passat in die Werkstätten beordert. Die Lampen des Abblendlichts können den Kontakt verlieren, wenn die Motorhaube zu fest zugeschlagen wird. Der Konzern rief deshalb in den USA und Kanada mehr als 160.000 Fahrzeuge der Modelljahre 2012 und 2013 zurück.

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  • guteronkel

    Jetzt auch bei VW in Nordamerika Probleme mit Zündschlössern. Bei GM wußte man davon schon viele Jahre zuvor-wie sieht es bei VW aus?
    Unsere gesamte Wirtschaft ist durch die Billig-Preis-Politik und durch die Globalisierung derart verkommen und abgewirtschaftet worden, dass es bald zum Crash kommen muss. Wünschen wir uns, dass das bald passiert, so dass wir umso schneller von vorne beginnen können.

    • maxl

      naja… andereseits wars früher ganz normal, daß Fußmatten rutschen, Zündschlösser ausleiern, …

      Mehr interessieren würden mich die Rückrufe die Motoren/Antrieb/Software betreffen…

      Kann ja nicht sein, daß bei Toyota jeder Rückruf in den Medien ist und bei VW ALLE 3 Zylinder verrecken und davon ist nichts zu lesen… genauso wenig wie von den Pleuellagern bei Renault vor einigen Jahren, die einfach beim Service unter der Hand getauscht wurden, da zuverlässig nach 60.000km ausgeschlagen.

      Was ist mit den Verteilergetrieben bei den BMW-Allradlern die nach der Verringerung der Wandstärke zerbröseln?

      Was ist mit Elektrikdefekten bei Hyundais die immerhin den Abgang des CEOs nach sich zogen?

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