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Testbericht: VW Polo R WRC

Warum die Liebe sich als Strohfeuer herausstellt.

20.12.2013 Autorevue Magazin

Der Polo R WRC ist ein Sleeper. Man sieht ihm eigentlich nicht an, was er in Wirklichkeit kann. Ein paar Aufkleber, die ans echte World Rallye Car angelehnt sind, ein relativ dezenter Dachspoiler – und Alufelgen, die man als Zubehör gewiss auch für die 60-PS-Basisvariante kaufen könnte. Und das ganze auch noch in Unschuldsweiß.

vw polo r wrc cockpit innen innenraumEinsteigen, wegfahren.

Das Raulederlenkrad, die Sitze – echt klasse. Der Schub überhaupt: Motor und Getriebe sind quasi aus dem Golf GTI übernommen, 220 PS und 350 Nm treffen somit auf 1300 Kilo, was nichts anderes heißt, dass es schon eine gehörige Portion Selbstbeherrschung braucht, nicht ständig im Kriminal unterwegs zu sein. Das sorgt für permanentes Grinsen, wenn wieder mal ein aufmüpfiger 5er-BMW im Rückspiegel auftaucht, dem man mit der Leichtigkeit eines lästigen Insekts, das man gerade erschlagen wollte, abhaut. Wo wir schon in der Tierwelt sind: Der Biss der Bremse? Marke grantiger Alligator.

vw polo r wrc tacho

Dann biegen wir ab auf die Hausstrecke: Für einen echten Heizer, der rund 10 Tausender mehr kostet als der reguläre Polo GTI, die Enttäuschung: Das Fahrwerk ist für echten sportlichen Anspruch eindeutig zu weich, was uns allerdings am meisten ärgert: Das ESP ist nicht abschaltbar, was das Auto fühlbar in seinen Möglichkeiten kastriert. Ein Trackday ist etwa so sexy wie Angela Merkel in Strapsen. Vermuten wir halt. So sieht kein wahrhaftiger Sportler aus.

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