vw polo tdi grau vorne seite front
Stete Steigerung der inneren Werte und keine Experimente beim Design.
 

Testbericht: VW Polo 1,6 TDI Highline

Der VW Polo übernimmt ­zusehends die Rolle des kleinstmöglichen ­vollwertigen Automobils. Jetzt erst recht mit Common-Rail-Diesel.

05.05.2013 Autorevue Magazin

Dass der neue VW Polo das Zeug hat, eine breite Käuferschicht am unteren Golf-Rand abzuholen, konnten Sie schon im Vergleichstest in der August-Ausgabe der Autorevue lesen. Dabei handelte es sich „bloß“ um das Einstiegsmodell mit Benzinmotor und 60 PS. Nun reichen wir nach, was bei VW wohl unbedingt sein muss: den TDI. Und TDI heißt jetzt: 1,6-Liter-Vierzylinder, 16 Ventile und Common-Rail-Einspritzung, und zwar in drei Leistungsstufen, 75, 90 oder 105 PS. Pumpe-Düse ade!

Auch hier sehen wir uns zuerst einmal die Einstiegs-Motorisierung mit 75 PS an, ausstattungsseitig haben wir uns aber schon ein bisschen bedient: Variante Highline, zusätzlich Tempomat, Parkpilot, Sicht- und Licht- plus Winterpaket, nicht zu vergessen ein etwas besseres CD-Radio. So macht der Polo nicht nur einen kompletten, sondern schon einen recht feinen Eindruck, wenngleich noch lange kein Gedanke an Kitsch aufkommt. Aber dagegen ist man bei VW sowieso immun. Allerdings haben wir uns hiermit schon an die 20.000 Euro hinaufgeschraubt, nur die Tatsache, dass es 360 Euro NoVA-Bonus gibt, rettet den Polo vor dem Überschreiten der Marke.

VW Polo: teuer, aber preiswert

Das ist ganz schön viel Geld für einen kleinen Kompakten. Doch man kriegt im Grunde mehr dafür als bloß die Summe aller serienmäßigen und extra zu bezahlenden Eigenheiten. Man kriegt einen Volkswagen im eigentlichen Sinn, zentriert auf die aktuelle Lebenswelt. Mit den Maßen eines frühen Golfs wirkt er in heutigen Debatten hoch aktuell. Die Akkuratesse, mit welcher VW die meisten seiner Autos baut, schafft sofort Vertrauen – Haltbarkeit als wesentlicher Pfeiler des Erfolges. Hier sei an das Statement eines Fiat-Direktors tief in den achtziger Jahren erinnert: „Man wird sehen, wie lange sich VW seine Qualität noch leisten wird können …“ VW kann noch immer – und zwar sehr gut, weil man der Kundschaft ja nicht nur Geld abnimmt, sondern auch etwas bietet.

Nun also der 75-PS-Motor in Kombination mit einer sehr guten Ausstattung: Hier beginnt das Autofahren ohne Wenn und Aber tatsächlich. 75 PS reichen vollkommen aus in allen Lebenslagen inklusive Autobahn. Die Leichtigkeit in der Fortbewegung gründet im relativ hohen Drehmoment (196 Nm) des Dieselmotors. Die komplette Ausstattung hebt natürlich auch die Stimmung. Und in Sachen Verbrauch erscheint die Sache angesichts des hochmodernen Dieselmotors auch zukunftssicher, wenn es so was wie Zukunftssicherheit überhaupt noch gibt.

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