Neuer milliardenschwerer Finanzpolster für VW
Neuer milliardenschwerer Finanzpolster für VW
 

VW holt frisches Geld ins Haus

Mit einer sogenannten Pflichwandelanleihe sammelt der Wolfsburger Autobauer über Nacht 1,2 Milliarden Euro ein.

12.06.2013 APA

 

Innerhalb weniger Monate sammelte Europas größter Autobauer im Rennen um die Weltspitze bereits zum zweiten Mal Geld über Pflichtwandelanleihen an. Im November 2012 waren es 2,5 Milliarden, dieses Mal holte VW innerhalb kürzester Zeit 1,2 Milliarden Euro über eine Pflichtwandelanleihe ins Haus, wie der Konzern am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte.  Zum Zuge kamen ausschließlich institutionelle Investoren – also Profis etwa bei Banken, Versicherungen und Fonds. Die Anleihe verzinst sich wie jene im vergangenen Jahr mit 5,5 Prozent.

Neue Aktien statt Geld

Bei einer Pflichtwandelanleihe handelt es sich um eine Unternehmensanleihe, die am Ende ihrer Laufzeit – im aktuellen Fall im November 2015 – verpflichtend in Aktien umgewandelt wird – im Gegensatz zur Wandelanleihe, bei der sich der Käufer entscheiden kann, ob er diese in Aktien umwandelt oder nicht. Bei Fälligkeit bekommen die Investoren bei der Pflichtwandelanleihe also statt Geld neue Volkswagen-Vorzugsaktien.

Spätestens 2018 will VW die Weltspitze anführen

Mit dem frischen Geld will VW in weiteres Wachstum in Märkten wie China, den USA oder Brasilien investieren. Neben neuen Werken kostet dabei beispielsweise auch der Ausbau von Vertriebsnetzen. Zudem wollen die Wolfsburger ganz generell ihre Finanzstruktur stärken. Nebenbei bessert VW auch das Image bei den Ratingagenturen auf: Wandelanleihen gelten bei diesen von Anfang an als Eigenkapital.

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