VW Passat Alltrack Sky 2,0 TDI 4motion Kombi Allrad Volkswagen
Ein Passat Variant ist der Schnittpunkt aller Vernünftigkeit.
 

Testbericht: VW Passat Alltrack Sky 2,0 TDI 4motion

Als Alltrack ­lässt der Passat dem Spieltrieb noch Luft.

24.07.2012 Autorevue Magazin

Um gleich alle Missverständnisse auszuräumen: Wer etwas emotional Hoch­aufgeladenes sucht, wird mit Sicherheit nicht beim Passat landen: Das kann er nicht, das will er auch nicht sein – und wird es vermutlich nie werden. Wenn man so möchte, ist ­„Passat“ im wahren Leben ein Synonym für unaufgeregtes, kultiviertes Reisen. Da ist kein Platz für modischen Schnickschnack.

Außer man hat einen guten Draht zum Fuhrparkleiter und verhandelt mit ihm über einen mit einer Prise SUV versehenen Passat Alltrack. Alltrack heißt im Wesentlichen: ein ­Variant mit 165 Millimeter ­Bodenfreiheit (30 mehr als der Reguläre), rundum Gelände-Mimikry wie Kunststoffrad­läufe und Unterfahrschutz, dazu eine matt glänzende Dachreling und Mittelkonsole. Nicht einmal Allrad ist zwingend – als 1,8-TSI-Benziner mit 160 PS und 2,0 TDI mit 140 PS gibt es den Alltrack auch als Fronttriebler. Der Preisunterschied zum normalen Modell ist überschaubar, knapp zwei Tausender muss einem die Off-Road-Optik wert sein.

 

VW Passat Alltrack Sky 2,0 TDI 4motion Kombi Allrad Volkswagen

 

Wie er sich fährt? Absolut passat. Die erhöhte Bodenfreiheit ist auf der Straße kaum spürbar, umgekehrt qualifiziert man sich aber ebenso wenig für einen Ausflug ins Gelände. Für matschige Feldwege reicht es allemal: Das serienmäßige Offroadfahrprogramm unterstützt einen dabei mit einer zwischen 0 und 30 km/h ein­regelbaren Bergabfahrhilfe, einer Anfahrhilfefunktion sowie einer angepassten Gaspedalcharakteristik, bei der auch ABS und ESP für das Fahren abseits befestigter Strecken ­justiert werden. Aufgerufen wird das Ganze über einen Knopf rechts neben dem Schalthebel – im Interieur der auffallendste Unterschied zu einem normalen Variant.

Der Diesel steht mit 170 PS gut im Saft, gibt sich akustisch manierlich – auch der Verbrauch geht trotz größerer ­Abweichung vom Prospektwert in Ordnung, liegt rund einen Liter unter dem eines vergleichbaren SUV. Einziger Wermutstropfen im Antriebsstrang ist das Doppelkupplungsgetriebe: Beim Anfahren dauert es, bis der Kraftschluss vollständig hergestellt ist, beim Überholen wird nervös nach dem richtigen Gang gesucht – das haben wir schon besser erlebt, auch bei VW.

Hauptargument pro Passat wird allerdings weiterhin sein tolles Platzangebot bleiben. Mit 1716 Liter Kofferraum ­bietet er sogar 74 Liter mehr als der Touareg, seines Zeichens größtes SUV im VW-Programm.

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