Vor 10 Jahren noch unvorstellbar: Im neuen Passat BiTDI schlummert ein Diesel mit 119 PS Literleistung.
Vor 10 Jahren noch unvorstellbar: Im neuen Passat BiTDI schlummert ein Diesel mit 119 PS Literleistung.
 

Kraftmeister: VW Passat BiTDI 4MOTION

Der neue VW Passat will mehr sein, als ein Familienauto oder ein Dienstwagen.

07.10.2014 Press Inform

Wer sich für einen VW Passat entscheidet, wird in seiner Nachbarschaft kaum anerkennende Blicke ernten. Die meisten Passat Variant sind Dienstwagen, Kilometerfresser und blasse Familienautos mit mäßiger Ausstattung und wenig Charme. Die neueste Generation offenbart jedoch viel mehr als dezentes, unaufgeregtes Design und greift damit sprichwörtlich nach den Sternen. Die objektiven Qualitäten bei Antrieb und Platzangebot lassen kaum Wünsche offen und die Kosten passen ebenso. Wer will, ordert Luxusausstattungen, Allradantrieb und Powerdiesel. Fehlen allein das P    remiumimage, sechs Zylinder und die neidischen Blicke der Nachbarschaft.

VW Passat 2.0 TDI 4Motion (27)

Was den Passat schon immer ausgemacht hat ist sein Understatement

Denn eines wird man mit dem 4,77 Meter langen VW Passat auch zukünftig nicht: auffallen. Dazu ist sein allemal gelungenes Design zu zurückhaltend und unspektakulär. Doch wer den Griff der Tür betätigt, der öffnet gleichzeitig auch das Tor zu bezahlbaren Premiumliga. Volkswagen nimmt wohlwollend zur Kenntnis, dass der Passat als Limousine und Variant das Biedermannimage der vergangenen vier Jahrzehnte abgelegt hat. Vorne wie hinten gibt es nicht zuletzt dank acht Zentimetern mehr Radstand nicht nur im Variant üppigste Platzverhältnisse. Der Laderaum der Limousine schluckt mit 586 Litern nochmals 21 Liter mehr als der Vorgänger. Wer sich für die Kombiversion entscheidet, beschämt mit 650 bis 1.780 Litern jeden anderen Lademeister unterhalb eines Vans. Schade, dass sich VW die elektrische Heckklappe mit 810 bis 925 Euro extra bezahlen lässt.

VW Passat 2.0 TDI 4Motion (18)

Die Lenkung ist präzise und etwas zu leichtgängig. Die verschiedenen ansteuerbaren Fahrmodi könnten ebenso wie beim Golf breiter gefächert sein. Doch muss es überhaupt ein adaptives Fahrwerk sein? Der Allradantrieb ist Serie – und angesichts der Leistung von 240 PS ebenso sinnvoll wie das dezent im Hintergrund arbeitende Doppelkupplungs-Getriebe mit seinen sieben Stufen.

VW Passat 2.0 TDI 4Motion (17)

Der stärkste Passat Diesel je mit 500 Nm

Man sitzt klasse im VW Passat, genießt das geringe Geräuschniveau, ordentliche Materialen und Komfortfunktionen wie klimatisierte Sitze mit Massage und ein nur optional beeindruckendes Sicherheitspaket. Die Instrumente sind auf Wunsch animiert, das ehemalige Langweilermodell strahlt aus schicken LED-Scheinwerfern und wer Eindruck schinden will, ordert nicht nur den sinnvollen Allradantrieb und ein Head-Up-Display, sondern den 240-PS-Diesel, der mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe und 4Motion-Antrieb gerade einmal 5,4 Liter Diesel verbraucht. Den Spurt 0 auf Tempo 100 schafft der über 1,7 Tonnen schwere Allrad-Kombi in 6,3 Sekunden. Erst bei höheren Drehzahlen wird es trotz des mächtigen Drehmoments von 500 Nm, das zwischen 1.750 und 2.500 Uhr anliegt, etwas dünn mit dem Durchzug und die gerade einmal zwei Liter Hubraum stören. 238 km/h Spitzentempo sollten jedoch auch für eiligste Kilometerfresser reichen. Das einzige, was dem Wolfsburger vorbehalten bleibt, sind Sechszylinder, die in dieser Liga wohl nur wenige vermissen.

_VW Passat 2.0 TDI 4Motion (20)

Fährt der Passat allen davon?

Längst vorbei die Zeiten, als sich ein Passat noch ernsthaft mit Ford Mondeo, Peugeot 508, Opel Insignia oder dessen Vorgängermodellen beschäftige. Noch mehr als der kleinere Golf es je getan hat, ist der VW Passat nunmehr in einer eigenen Liga unterwegs, während er mitleidig auf die neue Konkurrenz blickt, die mit Stern und Ringen am Kühler ernsthaft erst deutlich jenseits der 60.000 Euro-Marke beginnt. In der höchsten Ausstattungsvariante Highline startet das 240 PS starke Diesel-Topmodell als Limousine bei 51.610 Euro; das Volumenmodell Variant startet bei 53.180 Euro. Darin sind unter anderem LED-Scheinwerfer, Sitzheizung, adaptive Fahrwerksregelung Drei-Zonen-Klimaanlage, Komfortsitze und Notbremsfunktion enthalten. Mit Navigationssystem und einem Komplettpaket an Fahrerassistenzsystemen parkt der Vorzeige-Passat an der 60.000-Euro-Marke. Der Volumendiesel mit 150 PS kostet mit der gleichen Ausstattung als handgeschaltete Kombiversion mindestens 38.640 Euro. Weitere Motorvarianten folgen.

VW Passat 2.0 TDI 4Motion (13)

Den VW Passat konfigurieren.

Dank an press-inform.com

Mehr zum Thema
  • zitronen_bob

    „Vor 10 Jahren noch unvorstellbar: Im neuen Passat BiTDI schlummert ein Diesel mit 119 PS Literleistung.“

    Eher schon:

    Vor 10 Jahren noch unvorstellbar: Die Reparaturkosten, wenn im neuen Passat BiTDI mit 119 PS Literleistung etwas kaputt geht … Die „BiT“ zum Beispiel …

    Sonst meiner Meinung nach ein richtiger Quantensprung im Design gegenüber den Vorgängern (vor allem, was Proportionen und das Heck betrifft) – natürlich nichts „aufregendes“ und nicht sonderlich kreativ, aber das ist ja in dieser Klasse wohl auch nicht besonders marktkonform …

    Der nun um 2 Jahre zu spät vor der Tür stehende „neue“ Ford Mondeo wird sich jedenfalls „warm anziehen“ müssen …

    Und, ja – Private, die das Fahrzeug selbst finanzieren müssen, kaufen es dann in 2 Jahren als Gebrauchtwagen.

  • Michi

    All das für nur 51 tausend? Wow richtig billig! Ich nehme drei!

    Jetzt im ernst wann seit wann wird ein Auto über 50 tausend als nicht premium eingestuft?
    Meiner Meinung nach handelt es sich hier um ein Luxus Auto minus Brand, Design und Excitement und nicht anders herum, ein leistbares Fahrzeug das nach oben schnuppert.

  • hjast

    Vertreterauto.
    Dann doch lieber BMW oder was ähnliches.

  • guteronkelbastian

    Immer diese Formulierungen wie „Kilometerfresser, ohne Charme, Dienstauto, und und und“.
    VW bzw. Herr Piech wollte einen Passat, der der C-Klasse von Mercedes Konkurrenz macht-das hat er sehr wohl geschafft. Dass der Passat als Firmenwagen so beliebt ist zeichnet ihn aus. Ladevolumen, Fahrkomfort, Leistung, Platzverhältnisse sind m.E. ungebrochen beim Passat. Da muss erst noch ein Auto gestiled werden, welches dem Passat das Wasser reichen kann. Jetzt auch noch mit einer Leistung, die sogar M. Schumacher glücklich gemacht hätte.

  • Mist Haufen

    Glaube ich nicht.
    Im Speckgürtel wirst du hauptsächlich Suv’s vom Schlage eines Bmw X-irgendwas sehen.
    Und ehrlich gesagt wäre mir ein Passat wesentlich lieber als so ein sinnloses Auto wie ein Bmw-Suff.
    Schon alleine wegen des Preises, der natürlich wieder sehr deutlich unter den angelichen Premium-Fahrzeugen liegen wird.
    Bevor ich ein Vermögen für einen Bmw in durchschnittlicher Ausstattung hinlege, würde ich den Passat bevorzugen.
    Und genau darauf begründet sich sein Erfolg, würde ich meinen.
    Akzeptable Qualität und weniger Feindbild als eines der üblichen Autos für Vollgasidioten.

  • Markus

    Ein weiterer biederer und emotionsloser Kombi aus dem Haus VW.
    Wir werden in trotzdem vor jedem zweiten Haus im Wiener Speckgürtel sehen …

pixel