VW Group Night Messe Paris Porsche Panamera Turismo Sport Shooting Brake Bentley Motorsport Ducati
Der neue Panamera ist im Stand schon so aerodynamisch, dass der Wind übers Dach pfeift.
 

Wo wir sind, ist oben

VW feiert sich selbst und zeigt den Porsche Panamera als Shooting Brake.

28.09.2012 Online Redaktion

Es war kein Neuheiten-Feuerwerk am VW-Konzernabend in Paris. Und doch war es aufschlussreich. Und man sah zum ersten Mal die Shooting-Brake-Version des Panamera. die natürlich nicht so heißt.

Das vielleicht nächste Mitglied der stetig wachsenden Porsche-Modellfamilie könnte der Panamera Sport Turismo sein. Der neuste Zuffenhausener soll aber nicht nur in Sachen Design eine neue Linie aufzeigen, Porsche mit ihm auch das Label „e-hybrid“ lancieren. Unter diesem Begriff wird die künftige Hybridstrategie der Sportwagenbauer zusammengefasst und sie bedeutet: Verbrennungs- und Elektromotor kombinieren und zusätzlich das System als Plug-in auszulegen. Man kann den Stromspeicher also an der Haushaltsteckdose nachladen.

Das Konzeptfahrzeug mit 416 PS Spitzenleistung ist gemäß Porsche darauf ausgelegt, rein elektrisch bis zu 130 km/h schnell und über dreißig Kilometer weit zu fahren. Nach NEFZ-Norm ist der Sport Turismo sehr sparsam: Der Verbrauch liegt unter 3,5 Liter auf 100 Kilometer, die CO2-Emissionen bei unter 82 g/km.

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Der Antrieb des Panamera Sport Turismo ist eine Weiterentwicklung des Parallel-Vollhybrid, den Porsche in Panamera S Hybrid und Cayenne S Hybrid heute bereits einsetzt. Die neue Elektromaschine leistet mit rund 70 kW rund doppelt so viel wie im aktuellen Porsche-Hybridantrieb, der aufgeladene Dreiliter-V6-Motor bringt es unverändert auf 333 PS. Doch wie gesagt, noch ist eine Studie, doch es ist davon auszugehen, dass Porsche das Sportkombi-Feld nicht kampflos den Konkurrenten aus Stuttgart mit ihrem CLS Shooting Brake überlassen wird.

Ungefähr den gleichen Verbrauch will Volkswagen mit dem Golf der neusten, siebten Generation dank Bluemotion-Technolgie erzielen. Der Spar-Golf soll 3,2 Liter Diesel pro 100 Kilometer verbrauchen, der CO2-Ausstoß liegt entsprechend bei 85 g/km. Bereits ab nächsten Frühling soll der Golf für Gutmenschen bei den Händlern stehen.

Und dann war da noch Bentley, die endlich wieder in den Rennsport zurückkehren wollen. Die Briten – einst als die Bentley-Boys auf allen Rennstrecken dieser Welt geschätzt aber auch gefürchtet – haben gemerkt, dass sich kaum noch jemand an die Rennsporterfolge erinnern kann. Auf Basis des Continental GT soll ab Ende 2013 eine GT3-Version die Gegner aufmischen. Geplant ist natürlich auch eine Teilnahme an den bekanntesten 24-Stunden-Rennen.

Was uns noch so aufgefallen ist? Zum Beispiel, dass die Motorradmarke Ducati seit der Übernahme durch Audi erstmals offiziell an der Group Night vertreten war und auch zwei Maschinen gezeigt wurden. Und dass der Seat Leon auch bald kommt. Und der Skoda Rapid sowieso. Was uns aber wirklich etwas zu denken gegeben hat ist die Art und Weise, wie sich die Konzern- und Markenchefs so geben. Bei Sätzen wie: «wir sind mit den richtigen Modellen zur richtigen

Zeit am richtigen Ort» wird es so manchem nicht VW-Mitarbeiter doch etwas unwohl. Klar, den Jungs von VW, Audi und Co läuft es derzeit wunderbar. Aber die Auftritte hatten doch ein gewisses Mass an Überheblichkeit. Noch nicht störend aber doch so, dass man sich etwas Sorgen machen muss um ein Unternehmen, das extrem von den asiatischen Märkten abhängig ist. Ein große Naturkatastrophe in China – was wir den Chinesen in keiner Weise wünschen – und schon liegen auch einige Konzernmarken im Krankenbett. Doch daran mag bei all den hochtrabenden Zahlen offenbar niemand denken.

Bald schon veraltet? Der Porsche Panamers S Hybrid:

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