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1000 Kilometer - Wenn’s sein muss, sogar am Stück und ohne Tank-Stopp.
 

Testbericht: VW Golf Variant 1,6 TDI DKG Sky

Nicht nur das deutlich feschere Design des neuen Variant lässt uns die Frage stellen: Wozu eigentlich noch Passat?

07.11.2013 Autorevue Magazin

Liebe Außendienstler, ihr müsst jetzt stark sein. Meldet euch für Rhetorikkurse an, schult euch in Sachen Verhandlungsgeschick. Harte Zeiten brechen an – euer Fuhrparkleiter wird den üblichen Passat nicht mehr genehmigen. Doch jetzt die freudige Botschaft: Es tut gar nicht weh.

Den Golf Variant im Vergleich zum Passat Variant als Verzicht zu bezeichnen wäre schlicht vermessen.

Das beginnt schon beim Kern­thema eines Kombis, dem ­Kofferraum: Beim Golf stehen 605 bis 1620 Liter Ladevolumen zur Verfügung, das sind – bei aufgestellter Rücklehne – sogar zwei Milchpackerl mehr, als der Passat bietet. Der fasst zwischen 603 und 1731 Liter, im richtigen Leben also völlig egal. Wer’s noch größer braucht, landet ohnehin in der Liga der Minivans oder beim Kleinbusverleiher.

vw golf vii variant tdi dkg sky schwarz kofferraum

Ein Stückchen weiter vorne, auf der Rückbank, ist’s golf­typisch ganz ordentlich ­sitzen, wenngleich nicht ganz so opulent wie im Passat, eh klar. Am Fahrersitz hingegen wird einem nix abgehen. Hier herrscht die VW-eigene Coolness samt Praktikabilität vor – alle ­Ablagen sind gut nutzbar, jedes Bedienelement ergonomisch durchdacht, man möchte schon sagen: bis zur einschläfernden Perfektion.vw golf vii variant tdi dkg sky schwarz innenraum cockpit sitze

Bleibt das Fahren – da ist Schluss mit perfekt:

Selbst­redend erwartet man beim 105-PS-Diesel kein Rennauto. Der Motor funktioniert brav, laufruhig, ausreichend im ­Antritt und genügsam im Verbrauch. Trotz hohem Autobahnanteil sind wir unter der 6-Liter-Marke geblieben, was schwer in Ordnung geht. Unangenehm ist die Dreierkombination aus Start-Stopp-Automatik, Turbodiesel und Doppelkupplungsgetriebe: Flottes Wegkommen an der Ampel ist nicht, so der Motor aus ist. Das hat uns ein paar peinliche ­Momente mit freundlichen Verkehrsteilnehmern, die uns flink in eine Lücke lassen wollten, beschert. Starten, warten, Turboloch, warten, einkuppeln, warten, na endlich. Deswegen: Lieber auf das Doppelkupplungsgetriebe verzichten und stattdessen den nächststärkeren Motor (150 PS) wählen, was das Konto des Fuhrparkchefs bei der Anschaffung auch nicht mehr belastet.

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