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Testbericht: VW Golf Variant

Viele kleine Geschenke für die Zukunft.

01.01.2010 Autorevue Magazin

Was man dem Golf BlueMotion vorwerfen kann, ist, dass er den Golf ohne BlueMotion-Paket obsolet macht: 460 Euro Aufpreis für das intelligentere, ein Stück weiter in die Zukunft weisende Paket sind ein faires Angebot, das nicht nur mit 0,3 Liter MVEG-Verbrauchsvorteil pro 100 km aufgerechnet werden will, sondern auch psychologisch. Wird die Bilanz emotionsfrei streng gerechnet, dann bleibt sie neutral: Erst nach rund 150.000 km hat sich BlueMotion bei heutigen Spritpreisen gerechnet. Testverbrauch: zwischen 4,7 und 6,7 Liter, je nach Ambition und Strecke.
BlueMotion wird beim Golf durch Start/Stopp-Automatik, Leichtlauf-Reifen, Schaltempfehlung, dezente Gesichtschirurgie und 10 mm weniger Bodenfreiheit im Dienste besserer Aerodynamik, intelligente Motorsoftware und Bremsenergie-Rückgewinung aufgespannt. Beim Fahren merkt man davon praktisch nur die Schaltanzeige, die schon knapp über 2000 U/min zum Hochschalten mahnt, aber auch den Zeigefinger hebt, wenn man untertourig fährt. Die Start/Stopp-Automatik zeigt sich unauffällig wie der gesamte Fahreindruck: 250 Nm und 105 PS halten den Golf Variant gut bei Laune, das Motorengeräusch bleibt im Hintergrund, das Fahrwerk ist eher auf der straffen Seite, ohne jedoch dem Fahrkomfort in den Rücken zu fallen. Der Kofferraum des Golf Variant fasst bis zu 1,5 Kubikmeter, die Rücksitze sind rätselfrei umklappbar, zusätzlich lässt sich der Ladeboden zur (niedrigen) Trennwand falten. Nur beim Fünfganggetriebe tendiert VWs Spargedanke zum echten Verzicht.

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