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Testbericht: VW Golf R Cabrio

Es war der Golf, der den Dieselmotor in das ­Lager der Cabrios hat einbrechen lassen. Jetzt kommt die ­Wiedergutmachung – das VW Golf R Cabrio

23.07.2013 Autorevue Magazin

Ein bissl davon war ja schon durch das GTI-Cabrio gewährt, doch der R gibt vollen Ausgleich. Und so formieren sich die Elemente Kompaktwagen, ­Cabriolet und 265-PS-Motor zum Ereignis.

Ein kurzes Wort zum langen Preis: Gut, der Motor ist natürlich ein Stück kostspieliger Technologie, aber praktisch 50.000 Euro für einen Golf, überspitzt formuliert, ist nicht unstark. 15.000 mehr als das GTI Cabrio. Und nur knappe 7.000 weniger als ein Porsche Boxster mit gleich viel Leistung, aber sonst nur schwach ausgeprägter Vergleichbarkeit. Da könnte man schon ins Abwägen kommen.

Immerhin, Ledersitze und gute Soundanlage sind serien­mäßig.

Was den Golf R auszeichnet: Das große Theater ist von außen kaum erkennbar, das Auto zurückhaltend möbliert. Man lebt darin im Grunde auch sehr entspannt, steigt würdevoll aus und ein, sitzt schön aufrecht, wird nicht angenervt von scharfem Motorensound, knochigem Fahrwerk, Gokartlenkung und dem ganzen Brimborium, das man eben bei einem Boxster oder Ähnlichem aushalten müsste. Und das ja oft nett ist, genauso oft aber weit weggewünscht wird.

Es geht um die potenzielle Energie.

Denn steigt man auf das serienmäßige Edelstahl-Gaspedal, sticht der kleine Turbomotor ordentlich zu, allerdings nicht gleich von unten heraus, und sowieso braucht das DSG immer eine gewisse Bedenkzeit, bevor die Zahnräder greifen. Es ist das aber gar nicht so verlockend, zumindest mit offenem Dach. Dank der Klimaerwärmung ist aber neuerdings eh neun Monate im Jahr Winter. Da kann man dann Heizen in jedem Sinn.

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