VW Golf GTD
Wer erkennt den Unterschied?
 

Testbericht: VW Golf GTD

Die allumfassende Frage: I oder D?

20.09.2013 Autorevue Magazin

Jetzt mal ehrlich: 184 PS in einem Kompakten reichen für eine Menge Hetz. Am Stammtisch überbieten die 380 Nm des GTD sogar die 350 des GTI. Warum also nicht den Diesel nehmen? Denn: preislich unterscheiden sich beide marginal, in der Erhaltung dann sehr wohl. Artgerecht bewegt pendelt der Diesel zwischen sieben und acht Litern (die 4,2 aus dem Prospekt sind völliger Unfug), der Benziner – artgerecht – nicht unter zehn.

vw golf gtd rot armaturenbrett innenraum cockpit

Vom Geräusch ist es bald ziemlich paritätisch

Der Benziner nagelt dank Direkteinspritzung genauso wie der gut gedämmte Diesel – nur an der Drehzahl merkt man’s halt. Apropos Drehzahl: Wir dachten mittlerweile, dass das Turboloch zur aussterbenden Rasse gehört – der GTD hat uns eines besseren belehrt. Unter 2000 Touren herrscht Ödnis. Abhilfe? Entweder per (gut geführter) Schaltung kurieren, oder doch beim Bestellen gleich das Kreuzerl beim DSG setzten.

vw golf gtd rot schriftzug emblem

Sonst?

Da der GTD mit Ausnahme des Motors tatsächlich dem GTI entspricht, den wir an anderer Stelle schon gelobt haben, kaum Grund zur Klage. Das Fahrwerk beherrscht die Grätsche zwischen Angasen und Komfort gut, XDS hält die (vielleicht etwas zu) servounterstützte Lenkung weitgehend frei von Antriebseinflüssen, die Bremse ist absolut am Punkt. Man kann also durchaus behaupten, dass der GTD die vernunftbetonte Größe unter den Kompaktknallern darstellt.

vw golf gtd rot front vorne

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