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Paula ist eine französische Bulldogge und aus dem Auto nicht mehr wegzudenken.
 

VW Golf 5 GTI Pirelli: Die unendliche Geschichte

Generation Drivestyle, Teil 20: Der VW Golf von Marie-Theres Wimeder (21) wird niemals ­fertig werden. Es geht aber eh weniger ums Fahren.

11.08.2014 Online Redaktion

Da steht er, der Anfang der ­unendlichen Geschichte. Der Traumwagen aus 1001 schlaflosen Nacht – 5er Golf mit ­Direktschaltgetriebe und einem 2,0 TFSI Motor, der mit „300 plus X PS“ nicht mehr ganz serienmäßig ist. Es ist Oktober 2012 und der Besitzer will den Wagen gar nicht verkaufen. Bis 18.500 Euro ihn doch überreden.

Es begann mit der Folierung

Damit beginnt für Marie-Theres Wimeder das Abenteuer VW-Tuning. Den Wagen wintert sie erst einmal ein. Er bekommt eine neue Folierung namens „Sunflower“ – ein in allen Goldtönen glitzernder Wahnsinn, der jedem Sonnengott gut gestanden hätte. Doch dieser Modetrend hält nicht lange. Das Jahr 2013 wird die Phase des kompletten Makeover.

Auch technisch. Denn das selbstgemachte Motortuning zerlegt die Originaltechnik. Nach Defekten an Ladeluftkühler, Zündspule und ­Nockenwellenversteller wird das Tuning – die „Killer­software“, wie es mittlerweile genannt wird –zurückgebaut.

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Marie-Theres macht mit ihrer Clique alles selbst

Dann beginnt Marie-Theres von vorne. Mit 19-Zoll-BBS-Felgen. Zu denen passt aber die Goldfarbe nicht mehr, ­weswegen das Pirelligelb samt schwarzen Waben entworfen wird. Die neuen Bremsen ­passen jetzt zum sportlicheren Feeling der ebenfalls neuen ­Pirelli-Sitze und dem genauso neuen Fahrwerk mit tieferer Karosserie. Womit die Arbeiten – Marie-Theres macht, abgesehen von der Folierung, mit ihrer Clique alles selbst – erst einmal abgeschlossen sind.

Zumindest bis zum ­nächsten Winter. Sie hat nämlich ihren eigenen Tuning-Rhythmus. Mit großen Augen besucht sie die wichtigen ­Treffen der Szene. Sieht sie ­etwas, das ihr gefällt, kommt es auf ihre eigene ­To-Do-Liste – dort stehen ­bereits Carbon-Applikation und das große VW-Navi.

Der Wörthersee ist einer der wichtigen Termine. Allerdings teilt ein Graben die ­Fanszene. Auf der einen Seite stehen ­Marie-Theres und eine Handvoll anderer VW-Fans, die sich zwei Wochen vor dem offiziellen Termin treffen. Den besucht nämlich die ­andere Seite des Grabens –  die „Ballermänner“, wie sie ­genannt werden.

Marie-Theres rechnet nicht wirklich mit, wie viel sie die Arbeiten kosten. Entweder sie kann es sich leisten – oder eben nicht. Damit dieser Fall nicht eintritt, hat sie zwei Jobs. Am Wochenende kellnert sie, unter der Woche arbeitet sie bei einem Autohaus, das sich auf Sportwagen spezialisiert hat. Und so glücklich sie auch mit ihrem Golf ist: „Ein 964er, das wäre schon was.“

Die gesamte Generation Drivestyle.

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