VW Golf stat voli
Golf I und IV sollten Pate stehen für den neuen Golf.
 

Unser aller Nachbar

Der neue VW Golf wurde gestern Abend präsentiert.

05.09.2012 Online Redaktion

VW hat um den neuen Golf in den letzten Wochen einen beispiellosen PR-Tamtam gemacht: Zuerst wurde verkündet, dass die Produktion bereits angelaufen ist, dann wurde das Stahl-Skelett gezeigt, dann durften ausgewählte Journalisten im Cockpit Platz nehmen (aber nichts fotografieren), und jetzt ist es raus: so sieht die siebente Generation Golf aus.

Immerhin, auch als Laie erkennt man Unterschiede zum Vorgänger. VW wird nicht müde, die Design-Fitzeleien zu erklären, von der Tornado-Linie unterhalb der Türgriffe über die höher gelegte Kühlerhaube bis zur klar herausgezeichneten C-Säule. Vorbild waren die Generationen eins und vier, die so klar und zeitlos reduziert in ihrer Formensprache waren wie kein anderer Golf. Auch nicht der Siebener.

Aber die wichtigen Neuerungen fanden ohnehin unter der Haube statt. Satte Gewichtsreduktionen (VW verspricht bis zu 100 Kilogramm) erleichtern das Spritsparen, nur 3,2 Liter soll die Bluemotion-Variante verbrauchen. Zum Marktstart in den kommenden Wochen gibt es auf der Benzinerseite den 1,2-Liter-TSI mit 85 PS (63 kW) sowie den 1,4-Liter-TSI mit 140 PS (103 kW) und Zylinderabschaltung. Wer einen Diesel will, bekommt entweder den 1,6-Liter-TDI mit 105 PS (77 kW) oder die 2,0-Liter-Variante mit 150 PS (110 kW). Der Bluemotion und andere Alternativ-Varianten folgen nächstes Jahr.

Auf Seiten der Sicherheit gibt es eine serienmäßige Multikollisionsbremse, die das Auto abbremst, sobald ein Aufprall registriert wird. Außerdem ist ein PreCrash-System an Bord, das Unfallsituationen erkennt und das Auto im letzten Moment darauf vorbereitet, die Fenster schließt und die Gurte anspannt. Erhältlich ist außerdem ein adaptiver Tempomat, dessen Radarsensor auch zur Unfallprävention verwendet wird. Damit verbunden ist auch die City-Notbremsfunktion.

Serienmäßig hat jeder Golf einen Touchscreen ans Radio montiert, ganze fünf verschiedene Infotainment-Konfigurationen sind erhältlich mit drei verschiedenen Bildschirmgrößen. Bei den Navigationssystemen sind drei Jahre lang kostenlose Karten-Updates inkludiert.

Die Karosserie ist im Vergleich zum Vorgänger nur dezent um 56 Millimeter gewachsen, was ein gutes Signal ist in Zeiten des Größenwahns. Mit 4,25 Metern ist der Golf noch immer stadttauglich. Entsprechend haben die Veränderungen im Innenraum im Zentimeterbereich stattgefunden. Immerhin der Kofferraum ist auf 380 Liter angewachsen. Die Ladekante wurde um siebzehn Millimeter abgesenkt.

In Österreich trifft der neue Golf im November ein, genaue Preise stehen noch nicht fest.

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  • Richi82

    Ähm naja der schaut ein bisschen traurig drein find ich.
    Ein Fiat Stilo von 2001 schaut auch so modern aus.
    Irgendwie schade um das Talent von Walter de Silva muss ich sagen.

  • mitternachtschwarz

    WOW –
    das Auto ist so spannend wie mein neuer Rasenmäher 7.0.
    Meine Nachbarn schauen ja auch alle gaaaanz neidisch (;-))

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