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Testbericht: VW Eos 2,0 TDI

Volkswagenmäßiges Blechballett. Dür jedes Bedürfnis an Offenheit ein klar strukturiertes Stadium.

12.07.2011 Autorevue Magazin

Dass jetzt ein neues Golf ­Cabrio am Horizont auftaucht, macht den Eos plötzlich ein bisschen erklärungsbedürftig. Er steht ja auch auf einer Golf-Plattform, einer älteren Datums halt. Die Morgenröte mit ihrem Blechballett wird jetzt nicht mehr als alleinig selig machend gefeiert, behält im dichten Produktreigen von Volkswagen aber seinen Platz.

VW hält am EOS fest

Das Facelift kommt wie eine Unterstreichung dieser Haltung. VW hält am Eos fest. Gibt ihm ein State-of-VW-­Design-Gschau, eine Mindest-Bereifung von 16 Zoll in Leichtmetall, ein neues Material-­Sortiment fürs Interieur, eine distinkte frische Heck-Beleuchtung in knackiger LED-Ausdrucksweise – über solche Dinge mag man im Einzelnen vielleicht nicht gerade ins Schwärmen geraten, erfreut sich aber am guten Wirken der Summe all dieser Details.

VW Eos 2,0 TDI BlueMotion DSG Interieur

So ein Detail ist beispielsweise auch das Schweigen, in das der Diesel-Eos bei Halten an der Kreuzung jetzt verfällt. Ein spürbares Zeichen der Spar-Entschlossenheit. Das vervollständigt die zeitgeistige Erscheinung. Sonst hat sich der 140-PS-TDI nicht verändert, er ist auch noch der einzige Vertreter seiner Art im Eos, und man nimmt ihn für einen Diesel erstaunlich fein moll-mahlend wahr, was vor allem wegen der konzeptuellen Offenheit des Eos eine Rolle spielt. Es fällt nicht unangenehm auf, dass man einen Diesel fährt, auch wenn sich kein Blech schützend vor die Ohren legt.

Das Dach ist nach wie vor der Haupt-Zauber am Eos.

Als einziger unter den faltbaren Blechdächlern hat er auch ein echtes Hub-Schiebedach. Das mittlere, gläserne Dach­paneel hebt für sich ab, gleitet nach hinten und eröffnet ein erstes Stück Himmel. Der händisch auszufahrende Windabweiser beendet den ohrenbetäubenden Lärm, den die Luft bei schnellerer Fahrt macht. Das große Dachballett hebt dann an, wenn man den silbernen Außenteil des Dach-Bedien-Schalters in der Mittelkonsole zieht, 25 Sekunden dauert es, bis sich alle Teile in den Kofferraum geschlichtet haben.

VW Eos 2,0 TDI BlueMotion DSG Exterieur Statisch Seite

Als TDI ist der Eos gut argumentierbar.

Leistungs- und damit preismäßig vertretbarer Luxus. Ab 33.990 Euro ist er zu haben (als Handschalter), wir legen hier aber ein gutes Wort für die DSG-Variante (+ 2.310 Euro) ein, weil er sich dann so butterweich und entspannt fährt, wie es der Laid-back-Art eines Cabrios angemessen ist. Auch spricht einiges dafür, sich statt Normal-Leder (falls das in Frage kommt) die Cool-­Leather-Sitze anzuschaffen (2.695 statt 2.175 Euro), weil man sich so sommers nicht ganz so Grillhuhn-mäßig fühlt, wenn man nach einem Tag im Bad die volle Härte der Sonne via Sitz refundiert bekommt. Man muss sich ja nicht alles gefallen lassen, wenn’s eine Alternative gibt. Susanne Hofbauer

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