VW Design Vision GTI, Designskizze vorne links
Man beachte den bösen Blick. Aber auch sonst sticht viel ins Auge: die C-Säulen, die Schürze, die mächtigen Räder.
 

Brillantine Brutal

GTI-Erbe, Rennsport, böser Blick – die Design-Vision GTI hat ein dickes Lastenheft.

08.05.2013 Online Redaktion

Das GTI-Treffen am Wörthersee wird von VW mittlerweile als Bühne für den großen Wahnsinn aus dem eigenen Haus genutzt. Einmal im Jahr dürfen die Ingenieure und Designer so richtig deppert sein und sich an einem GTI austoben. Blöderweise wurde der endgültige Vogel schon 2007 abgeschossen, als der GTI W12 650 mit einem 12-Zylinder-Motor auf der Rückbank daherkam – eine Steilvorlage für die 2013er-Idee.

Tatsächlich kommt die Design Vision GTI im Vergleich dazu nachgerade bescheiden daher: 503 PS, Sechszylinder-Biturbo. Also braucht es mächtig Design. Die Power-Studie sollte das große GTI-Erbe ebenso einbinden, wie etwaige Rennsportambitionen und außerdem einen Ausblick geben auf zukünftige GTI-Insignien. Und natürlich fetzengeil aussehen. Deshalb wurde die C-Säule mitsamt der Kotflügelverbreiterung in den Schweller verlängert, die mächtige Frontschürze saugt mit der schwarzen Unterlippe die Straße geradezu auf. Tatsächlich ist die 100er-Marke nach 3,9 Sekunden geknackt, Ende des Vortriebs ist bei 300 Stundenkilometern. Für angemessene Verzögerung sorgen Keramik-Bremsscheiben von der Größe einer Familienpizza (380 bzw. 356 mm vorne/hinten), 20 Zoll messen die Felgen. Die Design Vision kommt in den klassischen GTI-Farben: weiß mit schwarzen Anbauteilen und roten Akzenten.

Die Design Vision GTI und VWs Rennsport-Ambitionen

Wichtig war den Designern, dass der Über-GTI auf den ersten Blick nach Rennstrecke aussieht, daher der mächtige Diffusor und die großen Lufteinlässe. Auch der Innenraum wurde umgestaltet mit einem griffgünstigen Fahrzeug-Hauptschalter und einem Knopf für den Feuerlöscher. Statt der Rückbank wurde ein Querträger eingezogen, um die Steifigkeit zu erhöhen.

Für die junge Zielgruppe des GTI-Treffens gibt es aber trotz des Rennpurismus noch den großen Bildschirm, auf dem man das aktuelle Rennen live mitverfolgen kann, bei Bedarf mit den eingebauten Kameras (eine Windschutzscheibe gibt es trotzdem noch). Die Daten können außerdem mit anderen Autos (und wohl auch im Social Web) geteilt werden, was dem Hatzerl auf der Höhenstraße eine vollkommen neue Dimension verleiht.

Zu sehen gibt es die Design Vision GTI beim GTI-Treffen am Wörthersee kommendes Wochenende, dann gibt es auch richtige Fotos. Bis dahin müssen wir uns mit dem gewöhnlichen GTI zufrieden geben. Stay tuned!

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