Volkswagen CC VW 2,0 TDI BlueMotion Front Türen viertüriges Coupé
VW CC – bekannt und elegant.
 

Testbericht: VW CC 2,0 TDI BlueMotion

Alles ist, wie es immer war und überall ist. Nur ein bisschen besser und weiter oben. Gespart wird nur am Namen.

01.04.2012 Autorevue Fahrerlager

Das VW-Universum hat zwei Fixsterne. Im Süden der Preisliste sitzt der up!, im Norden der Phaeton. Während man unten Stückzahlen macht und damit die Weltherrschaft erringt, erwirtschaftet man oben Prestige – und bestenfalls Profit. Weil VW das verstanden hat, wird der Fettrand kräftig verbreitert.

Der VW CC soll der coole Passat und näher am Phaeton sein.

Deswegen heißt er auch nicht mehr Passat, sondern nur noch CC. Imageballast abwerfen. Er schneidet fescher durchs Straßenbild als sein Herr Papa. Der CC geht nicht unter, sondern hat eine eigene Form zurückhaltender Extrovertiertheit entwickelt. Er muss nicht den dicken Macker machen, er scheint auf elegante Weise überlegen zu sein.

Über die Fahrzeugseite zieht sich eine scharfe Kante, die am Heck fortgesetzt wird, und die Dachlinie fällt zwar sportlich ab, belästigt innen aber nicht die Fondpassagiere. Am liebsten würde man dauernd die Türen aufreißen, um zu zeigen, dass sie keine Rahmen haben. Die Idee des viertürigen Coupés ist nämlich noch nicht bei der Masse angekommen. Und der VW CC hilft da wenig. Er ist zwar cooler als Papa Passat, aber noch lange kein Mercedes CLS.

Volkswagen CC VW 2,0 TDI BlueMotion Türen viertüriges Coupé

Zumal der Testwagen den mehrheitsfähigen und damit falschen Motor verbaut hat. 2,0 TDI mit 140 PS. Tolles Triebwerk. Geringer Verbrauch (auch weil das Start-­Stopp-System den Diesel an ­jeder Ampel in den Schlaf schickt und wieder wachschüttelt), durchkomponierter Drehmomentverlauf, ein sechster Gang für die Situationen, in denen die Reise rollt und keiner ­Beschleunigung mehr bedarf. Am Stammtisch hält man so motorisiert freilich besser den Mund. Außen VW CC, Passat unter der Haube – 90 Prozent werden sich für den Dieselmotor entscheiden, weiß Volkswagen jetzt schon.

Zurück zum Statement.

Das wird perfekt intoniert. Business­class aus allen Rohren. Die Xenonscheinwerfer kommen serienmäßig, genauso wie Sportsitze vorne. Die komfortable Beinfreiheit ist eines Passat würdig, auch wenn dieser Name nicht mehr geschrieben werden darf. Gegen Aufpreis gibt es noch Side- und Lane-Assist (zusammen 1.116 Euro), die schlampigen Spurwechslern ins Lenkrad rütteln. Das ist neu in der Preisliste. Selbstständig einparken kann der VW CC auch – wenn man 839 Euro investiert. Innen beherrschen zwar Leder, Holz und das gute Plastik die Gefühle, aber jeden Knopf kennt man auch aus billigeren VWs. 


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