1/19
 

VW Budd-e Concept: smart, autonom und Parkettboden

Auf der CES 2016 gibt’s wieder einmal einen potenziellen Bulli-Nachfolger zu sehen. Das VW Budd-e Concept ist ein Elektrobus mit viel smart und noch mehr Konjunktiven.

06.01.2016 Press Inform

Das VW Budd-e Concept ist bis auf weiteres ein Gedankenspiel, ein Ausblick auf einen potenziellen Bulli-Nachfolger, den es 2019 eventuell wirklich gibt. Wieso er angesichts der unverändert geringen Nachfrage von Elektroautos jedoch ausschließlich als Elektromobil kommen soll, wissen nur die Verantwortlichen. Auf der CES 2016 (Consumer Electronic Show) feiert der Smart-Bus seine Premiere.

VW Budd-e, angestrebte Reichweite

Angetrieben wird die rollende Lounge aus Wolfsburg von zwei Elektromotoren. Während die Vorderachse mit 100 kW / 136 PS und 200 Nm maximales Drehmoment versorgt wird, kann sich die hintere Achse über 125 kW / 170 PS und 290 Nm Leistung freuen. Die Systemleistung von 225 kW reicht allemal für lässiges Cruisen im Westen der USA und wird erst bei 180 km/h abgeregelt. Die elektrische Reichweite des VW Budd-e soll bei 533 Kilometern liegen. Das reicht zwar nicht für eine tankstopplose Fahrt von San Francisco ins kunterbunte Spielerparadies, aber je nach Fahrweise immerhin für mehr als Hälfte und der grandiose Lake Tahoe ist immer eine Reise wert.

VW Budd-e Concept
© Bild: Werk

Premiere für den Elektrifizierungsbaukasten

Die Batterie mit einer Kapazität von 92,4 kWh wurde beim erstmals im Budd-e vorgestellten Modularen Elektrifizierungsbaukastens (MEB) flach im Boden verbaut. Eine zusätzliche Hinterradlenkung ermöglicht einen geringeren Wendekreis von 11,5 Metern. Bleibt die Frage, ob bis zum Jahre 2019 entlang der US-Highways ausreichend Ladesäulen aufgestellt wurden. Wenn die Infrastruktur vorhanden ist, kann das Akkupaket des Elektro-Busses bei einer Ladeleistung von 150 kW (DC) in rund einer halben Stunde wieder auf 80 Prozent erstarken.

VW Budd-e Concept
© Bild: Werk

Smart, autonom und Parkettboden

Im Inneren des VW Budd-e finden vier Personen überaus bequeme Platzverhältnisse. Mit einer Länge von 4,6 Metern rangiert der Budd-e zwischen den heutigen VW-Vans Touran und T6. Die große Heckklappe öffnet dabei via Gestensteuerung mit dem Fuß ebenso wie die große Schiebetür an der rechten Seite. Für entspannte Stimmung und lässigen Reisekomfort sorgen unter anderem drehbare Sitze, Holzfußboden, ein mächtiger 34-Zoll-Bildschirm und der eindrucksvolle Radstand von 3,15 Metern. Auf Wunsch legt der VW Budd-e einen Großteil der Strecke auch autonom zurück.

VW Budd-e Concept
© Bild: Werk

Den Postler wird’s freuen

Beim Budd-e erstrahlen nicht nur die Scheinwerfermodule in zeitgemäßer LED-Technik, sondern die gesamte Frontpartie des Elektro-Busses kann rund um das VW-Logo mit einem Ambiente-Licht umspielt werden, das auch die Seiten umzieht. Ähnlich innovativ präsentiert sich das Armaturenbrett, dessen zwei getrennte Displays alle wichtigen Informationen über Auto, Navigation, Klimatisierung und Entertainment beinhalten. Taster sucht man im Cockpit vergeblich; alle wichtigen Befehle werden über Sprache, Geste oder Touchfunktionen eingegeben. Hierbei dürfte der Realitätsbezug deutlich größer sein als beim mobilen Postfach, der Drop Box, die sich in der Heckschürze des VW Budd-e befindet. Hier sollen nach einer Zugangsprüfung über Near Field Communication (NFC) Gegenstände auch von anderen Personen als den Insassen abgelegt werden können. Ob mit Postschublade oder ohne – bleibt zu hoffen, dass es die Neuauflage des VW Busses nun endlich einmal in die Serie schafft.

  • Georg

    „… unverändert geringe Nachfrage von Elektroautos …“
    Bitte schaut euch die Statistiken an. Akkus werden billiger und besser und es werden laufend mehr Elektroautos verkauft. 2019 wird kaum noch jemand ein Auto mit Verbrennungsmotor kaufen wollen. Wer einmal mit einem Elektroauto gefahren ist will eines haben. Die letzte Hürde ist die Reichweite. Sobald die Akkus 50kWh haben ist das Auto mit Verbrennungsmotor Geschichte. Wird keiner mehr haben wollen. So wie das mit Röhrenfernseher und Mobiltelefonen war.

pixel