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VW–Skandal: Kritik am Dieselmotor

Die Frage ist nicht, ob Benzin oder Diesel besser ist, denn beides muss verbraucht werden, wenn man Erdöl als Brennstoff nutzt.

02.10.2015 Online Redaktion

Einer der Hintergründe, warum der Dieselmotor nun so im Fokus der Kritik steht mag wohl dieser sein: Es gibt in den USA eine breite Übereinstimmung, dass Dieselmotoren im Pkw nicht sinnvoll seien. Und zwar aus einer ganz einfachen Milchmädchenrechnung der Mineralölindustrie: Diesel wird benötigt für den Schwerverkehr: Lkw, Eisenbahn, Schiff. Da bei der fraktionierten Destillation in der Raffinerie in einem bestimmten Verhältnis zum Diesel aber auch Benzin entsteht, ist dieser Kraftstoff für Personenwagen bestimmt. Wenn Pkw nun auch vermehrt mit Diesel führen, bliebe Benzin übrig. Diese Situation haben wir bereits in Europa. Europäische Raffinerien verschiffen fertiges Benzin in die USA, wo aufgrund des niedrigen Erdölpreises zu unserem Glück immer noch sehr viel davon verbraucht wird. Diese kaufmännische Balance ist sehr fragil.

Verkaufsstrategie des Dieselmotors ist brandgefährlich

In dieser Situation ist es also brandgefährlich, die Amerikaner von der Smartheit von Dieselmotoren überzeugen zu wollen, ja noch schlimmer, sich ausgerechnet mit Diesel auch noch einen Wettbewerbsvorteil auf dem US-Markt erkämpfen zu wollen. Da die USA Erfinder und unbändige Verfechter des freien Warenverkehrs sind, können sie natürlich nicht die Einfuhr oder den Bau von Dieselautos unterbinden. So versucht man eben, die ungeliebten Heizöl-Pkw über technische Reglements fernzuhalten, und das schon seit Jahrzehnten erfolgreich. Der Umweltschutz ist da ein sehr guter Hebel. Der Dieselmotor ist seitens der Rußpartikel und der Stickoxide schwierig zu bändigen. Die Grenzwerte für Dieselantriebe sind in den USA besonders niedrig, aber nur für Pkw.

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  • Oh Mann

    Irgendwie scheint der Sachverhalt noch immer nicht verstanden worden zu sein: VW hat zur Erlangung einer Typgenehmigung das Abgasverhalten des Motors manipuliert indem die Grenzwerte am Prüfstand zwar eingehalten aber im Echtbetrieb das Abgasreinigungssystem durch eine raffinierte Softwaresteuerung sogar abgeschaltet (!) wurde. Das ist VW und den Behörden seit langem bekannt und hat mit vermeintlicher technologischer Unterlegenheit der Amerikaner gar nichts zu tun. Es ist sicher schwer zu verkraften das dieses verwerfliche Verhalten vom vermeintlichen Vorzeigeschüler kommt ( haben wir den Skandal um Ignacio Lopez schon vergessen ebenso wie die Ausflüge des VW Betriebsrats nach Brasilien zu Belustigung in Lustigen Häusern?) – denn was nicht sein kann darf auch nicht sein – und doch, so ist es. Ein ARD Bericht zeigt die Tragweite und den Vorsatz der Manipulation ( und da kann man schwerlich von tendenziöser Berichterstattung sprechen):

    http://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Das-L%C3%BCgen-Werk-Wie-VW-die-ganze-Welt-t%C3%A4/Das-Erste/Video?documentId=30881184&bcastId=799280

    Alle Verschwörungstheorien und alle anderen machen es genauso etc… gehen alle am Punkt vorbei: VW hat diese Manipulation mit Vorsatz begangen da sonst der vermeintliche technische Fortschritt nicht mehr glaubhaft verkauft hätte werden können. Auch die technologische Sackgasse „Tdi Technologie“ wird im ARD Bericht behandelt.

    Im Umkehrschluss kann gesagt werden: VW kann mit derzeitiger Technologie den Spagat zwischen Verbrauch – Abgasverhalten und Leistung des besagten Motors nicht aufrechterhalten, dh. eine Korrektur der Motorsteuerung wird unzweifelhaft entweder die Leistung oder das Drehmoment des Motors oder eben beides nach unten korrigieren müssen um die Abgaswerte (NOx) einzuhalten. Daran knüpfen sich sehr viele Folgen bis hin zum Entzug der Typgenehmigung und auch zwangsweiser Stilllegung des Fahrzeugs wenn die Abgaswerte nicht den gesetzlichen Bestimmungen nach Korrektur der Motorsteuerung entsprechen.

    Interessant ist das der in USA getestete BMW X5 sehr wohl das Abgasverhalten gezeigt hat welches bei der Typprüfung genehmigt wurde.
    Und ja, jedes Fahrzeug hat eine spezielle Softwaresteuerung die den Betrieb/Test am Prüfstand erst möglich macht – aber eben keine Software die vermeintliche Bestwerte des Abgasverhaltens anzeigt.

    Interessant auch das der ÖAMTC in vorauseilendem Gehorsam „kein Problem in Österreich“ konstatiert hat – obwohl VW selbiges wenige Tage später zugegeben hat. Die Medienberichterstattung ist in Ö wesentlich weniger kritisch und hinterfragend als in D – offensichtlich bedanken sich bei uns Konsumenten wenn Sie von einem Hersteller im wahrsten Sinne des Wortes „hinters Licht geführt wurden“ ( es ist so schön alles zu glauben und nichts zu hinterfragen)

    Also einfach die VW Brille ablegen und sich dem Sachverhalt stellen – wer käme auf die Idee einen Dopingsünder „schuldfrei“ zu sprechen weil es nun ungerecht ist das neue Prüfverfahren sein Fehlverhalten beweisen?
    AdBlue: auch hier hat VW getrickst: während namhafte andere Hersteller entsprechend große SCR Katalysatoren und ADBlue Tanks mit rd. 20 Liter eingebaut haben hat VW die Technologie dazu benutzt selbige im (Last-) Fahrbetrieb (zB. Bergauf) auszuschalten und auch mit den (zu) klein dimensionierten Harnstofftanks die Zeit zwischen 2 Serviceintervallen sicher überbrücken zu können – nachzuhören im ARD Bericht .
    Sind noch immer Zweifel am Betrug? Oder glaubt noch immer jemand an das Märchen der technologischen Vorherrschaft von VW?
    Oh Mann

    • Hermann Reichl

      Danke, für diesen objektiven Beitrag, ohne Realitätsverweigerung, Ausreden und Versuchen des Gutredens. Zur Ergänzung der dank Lobbying und bester Beziehungen zu Polotik im Sand verlaufenen und totgeschwiegenen Skandale: Dem Lieben Ferdinand war es ziemlich egal WER ihm den Bau seiner Autos ermöglicht und auch wer diese an den Produktionsanlagen montiert. Dann kommt noch zur Startfinanzierung der Sparkartenbetrug.
      Ich weiß alles Schnee von gestern und hundertmal aufgewärmte Geschichten. Hätte VW sich in seiner mehr als durchwachsenen Geschichte aber auch nur einmal gestellt, anstatt sich mithilfe und auch hinter den (zu) nahen Beziehungen zur Politik zu verstecken, wäre ein Aufwärmen „alter Geschichten“ auch nicht mehr nötig.
      Schadenfreude ist mir übrigens fremd. Erwartungen, dass sich ein selbsternannter „Musterschüler“ auch wie einer verhält, habe ich aber schon.

    • Oh Mann

      Besonders jene die sich selbst zum Maßstab erheben werden dran auch gemessen (werden). Und: die Physik unterscheidet auch nicht zwischen Herstellern – jeder kennt die Grenzen des Machbaren (Amerikanische Elite Universitäten wie das MIT ziehen die intelligentesten Köpfe aus Europa ab, mir ist auch kein „Silicon Valley “ in der BRD bekannt (sehr wohl aber Sophia Antipolis in Südfrankreich) – und was macht die deutsche Automobilindustrie ohne ihre weltweiten Technologiezulieferer??? . Insoferne ist das Marketinggesulz von „Technologieführerschaft“ an einem Produkt welches an sich älter als 100 Jahre ist nichts wirklich aufregendes – hat aber für unkritische Zeitgeister eine tolle Nebenwirkung: das (deutsche Auto-)Marketing hat es geschafft „Gewinner“ und „Verlierer“ Kategorien zu schaffen – wer sich also einer vermeintlichen „Gewinnergruppe“ durch die Wahl des „richtigen“ (Leasing-) Fahrzeuges zugeordnet hat wird mit dieser erlittenen „Enttäuschung“ nur schwer umgehen können und die immer wiederkehrenden, gleichen Argumente benützen. ( welche man auch in diesen Posts nachlesen kann). Andere Marken werden verunglimpft und herabgesetzt nur um sich selbst zu erhöhen. Nicht gerade subtil….
      Die Diskussion ob Diesel umweltfreundlich ist oder nicht bzw. ob selbiger gefördert wird/gerecht besteuert wird oder nicht hat ganz andere Akteure: die Transportwirtschaft in Allianz mit den LKW Herstellern. Da spielt der PKW nur eine Nebenrolle – wenn es auch zu schönen Argumentationsverquickungen kommt wenn Autohersteller auch LKW`s in ihrem Produktionsportfolio haben ( wie eben auch VW oder Mercedes). Weltweit sind wir übrigens Lichtjahre von einer Dominanz der Diesel-PKW`s entfernt ( China? USA? – keine Dieselländer) – umso eigenartiger muten nun solche Untergangsszenarien an die in einer Verteufelung einer bestimmten fossilen Antriebsquelle enden.
      Wie der Kat für benzinbetriebene KFZ in Europa eingeführt wurde haben „Studien“ die vermeintlich krebserregende Wirkung des Katalysators nachgewiesen – und trotzdem kümmert sich heute niemand mehr darum.
      Auch irrt der Artikelschreiber Herr Skaric in der Beschreibung des Zustandes in den USA das Dieselschadstoffemmissionsgrenzen als protektionistische Maßnahme gesetzt würden – es waren die USA die den Kat für Benziner eingeführt haben als in Europa man darüber noch nicht einmal nachgedacht hatte und Importautos eine marginale Größenordnung darstellte – man also der eigenen KFZ Industrie sehr grosse technologische Anstrengungen abverlangte. Darüberhinaus sind Konsumentenrechte in den USA schon jeher höher geordnet als in Europa – sonst sollte ja wohl Europa die schärfsten Abgasbestimmungen haben und nicht die USA.
      VW hat übrigens erfolgreich die weitere Verschärfung der Euro6 Norm verhindert und selbige um einige Jahre nach hinten verlegt – warum wohl? Aus Technologieführerschaft? ( kann jederzeit gegooglet werden) Und es war die deutsche Autoindustrie die erfolgreich gegen eine einheitliche Energieauszeichnung beim Neuwagenkauf vorgegangen ist – sonst hätte die Mehrzahl der deutschen („Premium“)Produkte eine sehr schlechte Energieeffizienz (6Zyl/8Zyl/SUV/Sportwagen) – so wird nun die Energieefizienz in Wagenkategorien gemessen – und plötzlich hat ein SUV eine A+ Auszeichnung obwohl er x-mal mehr Schadstoffe ausstößt als ein japanischer oder französischer oder italienischer Kleinwagen der ebenfalls A+ trägt.
      Sind nur so meine Zusammenfassungen…
      Oh Mann

    • kein0815auto

      Danke dafür!

      Anmerkung: Die Energieeffizienz setzt das Fahrzeuggewicht in Relation zum Verbrauch/CO2-Ausstoß. Die Fahrzeugkategorie/-klasse spielt dabei nur mittelbar eine Rolle und die übrigen Schadstoffe (NOx, Ruß,…) werden gar nicht einbezogen. Die dürften für die meisten Verbraucher vor zwei Wochen auch noch gar nicht existiert haben…

    • Oh Mann

      Danke für die Klarstellung

    • Hermann Reichl

      Genau DAS ist das Niveau, das ich für eine solche Diskussion erwarte! …auch wenn ich da (leider) nicht ganz mithalten kann…

  • Ferdinand W. Schnabl

    Zum VW-Abgasskandal:

    Habe ich das richtig verstanden: VW kriegt die
    Abgase unter Kontrolle, indem sie dem Diesel Harnstoff beimengen
    (AdBlue). Man kann AdBlue sparen zulasten des Schadstoffausstoßes –
    Skandal!

    Meine Frage: wie machen das die anderen großen
    Diesel-Hersteller: Mercedes, Peugeot, Opel, …? Haben die eine weniger
    trickreich manipulierbare Schadstoffbegrenzung?

    Ich bitte autorevue um Aufklärung!

    • Hermann Reichl

      Sehr geehrter Herr Schnabl,
      Ich bin zwar nicht „die Autorevue“, antworte ich aber trotzdem:
      Bei der Dieselpartikelfilter-Regeneration (DPF-Reg.) können unterschiedliche Systeme eingesetzt werden. Zum einen wird bei „vollem“ (gesättigtem) DPF nach einer Warmfahrphase in den DPF unverbrannter Diesel eingebracht. Dies geschieht durch einen zusätzlichen Einspritzimpuls in den Auspufftakt. Der zerstäubte Diesel gelangt somit in den DPF wo er (dank dem dieseltypischen Sauerstoffüberschuss beim Arbeitstakt) verbrennt und den DPF auf ca 600°C aufheizt, wodurch der dort angesammelte Russ „verbrennt“. Viel Russ „zerfällt“ aber nur in so kleine „Partikel“ die dann keine mehr sind, weil sie aufgrund deren geringer Grösse (eben kleiner als die „Normgröße“ für Feinstaub) durch die ebenfalls genormte Maschendichte der Messfilter der Prüfstände hindurchgeblasen wird. Der Vorteil besteht nun darin, dass dieser sagen wir mal „Feinststaub“, jetzt die Barrieren in unserer Lunge überwinden und somit direkt in die Blutbahn gelangen kann.
      Das Gleiche passiert auch zum Anderen bei Beimengung von Harnstoff, jedoch sinken die Regenerationstemperaturen und ein „Zwischenregenerieren“ ist möglich. Es werden durch die geringere Temperatur auch weniger Stickoxide erzeugt, dafür durch das höhere Aschen wiederum mehr lungengängiger Feinststaub.
      Ein einfaches „Harnstoffupdate“ oder Beimengen ist meines Wissens nach nicht möglich, würde auch an dem VW-Stickstoffproblem nichts ändern, weil die DPF-Reg. (leider) nicht Bestandteil der Abgasmessung ist.
      Bei korrekter Funktion wird aber, dem Gesetzgeber, bei beiden Systemen genüge getan.
      Dies ist nur ein stark reduzierter und vereinfachter Abriss. Detailiertere und „fachlich korrektere“ Auskunft geben Fachliteratur, aber auch z.B. Wikipedia.
      Mit freundlichen Grüßen
      Hermann Reichl

    • Ferdinand W. Schnabl

      Danke für die verständliche Erklärung!
      M.f.G.
      F..

      Am 05.10.2015 um 20:04 schrieb Disqus:

    • Hermann Reichl

      Es gibt auch Hersteller die keinen Betrug brauchen um die gesetzlichen Abgaswerte einzuhalten, nämlich ALLE ANDEREN! Diese installieren eben die passenden (aber teureren) Partikelfilter, auch ausreichend grosse (aber teurere) Harnstofftanks und auch effektivere (aber teurere) Katalysatoren. Schon mal gefragt woher die Fabelgewinne bei VW herkommen? Der Gewinn ist grob gesagt die Differenz zwischen Kosten für Herstellung (samt allen Vor und Neben-Kosten) und Verkaufspreis.
      Grosser Gewinn=Billiges Produkt teuer Verkaufen
      Mit Stückzahlen alleine erreicht so etwas nicht!

  • Johann Lang

    Das ist wohl eine reichlich skurrile Verschwörungstheorie!
    Tatsache ist: Diesel durften 180 mg NOx emittieren laut Euro5-Norm. Und in der Praxis haben sie das 3- bis 6-fache hinausgeschleudert.
    Und das, wo die Dieselnorm ohnehin um 200 Prozent über der für Benziner lag (ein Skandal für sich)!
    Gibt es einen Grund für verschiedene Grenzwerte? Nein!
    Ein Detail am Rande: Der Toyota Prius (nicht Plug-in, wohlgemerkt) emittiert
    keine 180, auch keine 60 und auch keine 50 mg NOx. Sein Wert liegt bei 6 mg NOx.
    In Worten: Sechs Milligramm. Das ist Fortschritt.
    Da schauen die Deutschen aber ziemlich alt aus…

    • Hermann Reichl

      Hallo Herr Lang!
      Welchen Teil meiner Aussage sehen Sie als Verschwörungstheorie? Es sind viele von einander unabhängige Aussagen, und auch die Länge berücksichtigend, nur Kurzabrisse.
      Mit freundlichen Grüssen
      Hermann Reichl

    • Johann Lang

      Hallo Herr Reichl!
      Nein, Ihre Aussage scheint mir nachvollziehbar. Ich habe mit Verschwörungstheorie die Thesen von Herrn Skarics gemeint. Die sind wohl sehr durchsichtig.
      Ihre Argumente, Herr Reichl, halte ich hingegen für mehr als plausibel!

    • Michael

      Hören Sie mir doch bitte auf mit Prius und Hybrid.

      1) die Art wie Schadstoffe in Europa für Hybridfahrzeuge ermittelt werden ist so realitätsfremd wie nur möglich und de größte lüge die es wohl gibt im Automobilbereich. Von der Distanz des Messzyklus wir die theoretische elektrische Reichweite abgezogen, von der Rest-Distanz werden die Abgas werte ermittelt. Fahren sie nun weiter als die Mess-Distanz im Zyklus haben sie die Abgaswerte eines ganz normalen PKW.

      2) Der günstige verbrauch eines Hybridfahrzeuges funktioniert nur im Stadt verkehr wo durch das ständige abbremsen Energie zurück in die Batterien geladen werden kann. Sobald sie Überland oder auf der Autobahn fahren verbraucht ein Hybrid mehr und stößt daher auch mehr Abgase aus als ein gewöhnliches Auto da das Gewicht eines kompletten 2ten elektrischen Antriebsstranges mit herum geschleppt werden muss.

      3) Plug in Hybride beziehen ihre energie aus der Steckdose. Die Energie aus der Steckdose kommt aus einem Kraftwerk. In den USA überwiegend kalorische Kraftwerke und deren Abgase werden nicht mit berücksichtigt. Die Umweltverschmutzung wird also nur ausgelagert.

      4) Wen wir ehrlich sind, dem Durchschnitts Autofahrer geht es um die kosten nicht um die Abgase. Hybrid in Fahrzeuge kosten erheblich (klar 2 Motoren in einem Auto) mehr in der Anschaffung als vergleichbare Benzin oder Diesel betriebene Fahrzeuge. Ein Prius startet in Osterreich bei 28.000 Euro, Ein Yaris Diesel der innen netter ausgestattet und den selben platz bietet ist startet bei 15.000 als Benziner bei 12.000.
      Wer nun nicht ständig in der Stadt herumfahrt, was er sowieso mit dem öffi oder dem Fahrrad machen sollte, wird mit einem hybrid mehr Geld beim Fenster raus schmeißen als mit einem konventionellen Fahrzeug slebst wenn die Beworbenen Verbrauchswerte erreicht werden können. Und dabei berücksichtige ich noch nicht mal die Service kosten die ein Fahrzeug mit zwei Antriebseinheiten anstatt einer verursacht.

      5) meiner Erfahrung nach (Arbeit mit einer Toyota Werkstadt am Land) hatte der durchschnittliche Prius der zu uns zum Service kam 8-8.5 Liter Durchschnitts Verbrauch am Bordcomputer, mein eigener Diesel, und ich habe eine schwer Gasfuß kam nie über 7 Liter. aber das ist nur meine persönliche Erfahrung.

      Meine Meinung: Entweder gescheit oder gar nicht. Elektro-Antrieb ist eine feine Sache. Batterie Technologie wird immer besser und mit Brennstoff Zelle kombiniert könnte das wirklich was werden. Durch einfaches auftanken in vergleichbare zeit zu einem Verbrenner wäre in E antrieb somit damit auch langstreckentauglich.
      Aber 2 Motoren bezahlen und herumschleppen? Nur damit am Papier wegen absolut unrealistischer Test-Prozedere niedriger Abgas und Verbrauchswerte stehen? Sicher nicht.
      Hybrid ist Automobil-Technologie aus den 80er und 90er Jahren, entwickelt um den US-V8 Benzin Dinosauriern die Schneid abzukaufen, was auch funktioniert hat aber nicht unbedingt schwierig war, aber das hat nichts mit Fortschritt zu tun und in der Zukunft hat diese Blödsinn definitiv nichts verloren…

    • Johann Lang

      Hallo Michael!
      Da bist du wohl ganz schön ins Fettnäpfchen getreten!
      Alle deine Theorien passieren auf falschen Annahmen.
      Erstens der Trios von Toyota, auf den ich mich bezogen habe, ist kein Plug-in-Hybrid. D.h.: die angegebenen Verbrauchswerte und die Schadstoffwerte beruhen nicht auf dieser viel zitierten Formel, die ich auch für lachhaft halte. Hier ist alles echt und ohne Schummeln.
      Auch die Verbrauchswerte des Prius sind echt und ich sage dir, mit 4 l zu fahren ist sowohl auf der Autobahn als auch auf einer Landstraße und auch in der Stadt keine Kunst.
      Ich verstehe deinen Ärger über die Zauberformel bei Plug-in-Hybridautos. Aber hier geht dein geschimpfte total ins Leere.
      Ich kann nur wiederholen. Im Vergleich zum Toyota Prius schauen die Deutschen alle ziemlich alt aus.

    • Michael

      Fettnäpfchen???

      lieber Johann, das hat auch nix mit Ärger zu tun, nur mit meiner persönlichen und beruflichen Erfahrung. Hybrid is keine heilige Kuh.

      Wenn es zum testen geht wird von Autoherstellen immer darauf geachtet das ein Auto den „Norm-Zyklus“ sei das Verbrauch oder Emissionen möglichst Effekt bewältigt. Das ist ganz offensichtlich bei Diesel Fahrzeugen genau so wie bei Benziner der Fall und auf Grund der seltsamen Messweise mit dem Abzug der theoretischen elektrischen Reichweite vom Messzyklus bei Hybrid Fahrzeugen ganz besonders der Fall.

      Im Fall von VW wurde nun die Software optimiert um im Messzyklus gut dazustehen, was übrigens auch jeder Hersteller macht.
      Blöd wäre wer elektronische Motorsteuerung nicht nützen wurde um zu ermitteln was mit dem Fahrzeug gerade geschieht und dann den effektivsten Betriebsmodus zu wählen. Ich sehe nicht so ganz wo darin der Skandal liegt.
      Bei Hybrid wird der „betrug“ sogar noch staatlich sanktioniert in dem man den Messzyklus verändert damit besser werte da stehen. Wie viel Dreck dann in die Umwelt geblasen wenn die Batterie nicht voll ist, oder der Benzin Motor mal unter voll last laufen muss weil das ganze Gewicht auf Geschwindigkeit gehalten/gebracht werden muss das interessiert keine mehr und darüber redet man auch nicht.

      Solange die Batterie groß genug ist kann man den Dreckigsten Motor in ein Auto einbauen und das wird auch noch gefördert, und das ist, meiner bescheiden Meinung nach auch nicht richtig!

  • Hermann Reichl

    Abgesehen von dem VW-Skandal, der natürlich viele zurecht schon seit langem andauernde Debatten über den Dieselmotor und dessen Sinnhaftigkeit in PKW-Bereich wieder anheizt, ist und bleibt der Dieselmotor (speziell der in PKW) eine unhaltbare Dreckschleuder. Dieser wird aus verschiedenen Gründen trotz seiner extrem schädlichen Wirkung auf die Umwelt (UND DAMIT AUF UNS!!!), künstlich am Leben erhalten.
    Einer der Gründe ist, dass Zulieferer bei Benzinerteilen kaum Margen haben, da dessen Entwichlung schon vor Jahren einen annähernden Endpunkt erreicht hat und somit auch jeder Billigst-Zulieferer das KnowHow ist brauchbare Teilequalität bereit zu stellen. Heutige Diesel hingegen sind so „schmutzig“ wie Benziner in den 80ern. So „sauber“ wie Benziner können Sie wahrscheinlich nie warden. Erstens wegen dem unweigerlich entstehenden Ruß (Partikelfilter sorgen ja nur dafür, dass die Messfilter der Prüfstände sauber bleiben, aber nicht die Umwelt), zweitens wegen der, durch den komplett unterschiedlichen Verbrennungsablauf im Brennraum entstehenden gigantischen Menge an Stickoxiden, die weder durch Abgasrückführsysteme, noch durch Speicher/reduktions-katalysatoren auch nur annähernd an die Werte eines Benzinmotors heran kommen. Niemals – Punkt. Dabei warden beim Abgas messen eines Dieselmotors ja nicht einmal die horrenden Abgase bei der Partikelfilter-Regeneration berücksichtigt! Diese sind so schädlich, dass Techniker, die eine solche Regeneration durchführen, dies nur im Freien, und nur mit grossem Abstand zum Auspuff durchführen dürfen, dabei muss sogar die Windrichtung beachtet werden, da sonst (lt Hersteller-Angaben!) „schwere gesundheitliche Schäden zu befürchten sind“. Wer kann den den Abstand und Windrichtung beachten, bei dem Diesel, der vor Ihnen auf der Kreuzung gerade regeneriert????
    Der Diesel ist schon lange am Ende. Das sollten auch die Verbrauchs-Fanatiker schön langsam einsehen, da dessen „Vorteil“ durch den chemich/physikalisch bedingt niedrigeren Verbrauch die Abgas-Schäden die Er verursacht in keinster Weise aufwiegt!
    Noch stellen zu viele Interessen die Weichen „Pro-Diesel“, für mich, meine Familie und Freunde (von denen, dank meiner frühen Aufklärung, keiner (mehr) Diesel fährt), hoffe ich auf ein baldiges Ende des Diesels im PKW-Sektor.

    • Josef Klepits

      Bravo, Sie Ihre Freunde und Bekannten retten die Umwelt ! Das ich nicht lache …

    • Hermann Reichl

      Ja! …und ich kaufe auch Glasflaschen statt Plastik, und auch die Wurst im Papierl beim Fleischhacker, hab einen Komposthaufen, und trenn den anfallenden Müll peinlich genau, usw. -und meine Familie macht mit! Ich bin stolz auf unser Verhalten, und ICH lache über Leute, die über uns lachen, um zu verstecken wie ignorant sie sich verhalten und nach jeder Ausrede suchen um ihr Fehlverhalten zu rechtfertigen.
      ABER: Sie haben recht! wenn nur wir was tun und SIE nix, dann rette ich weder Sie noch mich!

  • Josef Klepits

    Benzin hin, Diesel her. Die Hintergründe liegen ganz wo anders: Die europäischen Fahrzeuge, besonders die Deutsche Pkw-Industrie, allen voran Porsche, BMW, Merceded, Audi, VW u.a sind den Amis in allen Bereichen überlegen. Ob Technik, Verbrauch, Sicherheit Styling – überall sind die Deutschen vorne. Die Amis haben hingegen nur „Schaukelkisten“ mit wahnsinnigen Verbrauchswerten zu bieten. Sonst nichts, aber schon gar nichts ! Hintergrund ist, die Amis wollen die Deutsche Autoindustrie schwächen und nebenbei viel Geld von VW kassieren. Sie sind und bleiben ein dummes Volk. Außer der Jeanshose und den Kartoffeln ist von dort nichts brauchbares gekommen. Ich selbst habe Ihnen bei einem USA-Besuch erklärt, dass sie uns Europäer bis heute nicht gefunden hätten, wenn wir sie nicht entdeckt hätten !!! So schaut’s aus !

    • kein0815auto

      Die angebliche technische Rückständigkeit der USA gegenüber Deutschland ist eine in sich nicht logische Unterstellung. Denn wenn man hierzulande dermaßen überlegen wäre, hätte man die gesetzten Grenzwerte dann nicht ganz locker auf legalem Wege erreichen können?
      Ganz davon ab, dass das ‚Styling‘ und dessen Wahrnehmung sehr subjektische Veranstaltungen sind, gibt es doch eine ganze Reihe von Menschen, wie angebliche Schaukelkisten (bequeme und oft auch praktische Fahrzeuge) vorzieht. Ein Blick auf die Top3-Autobauer genügt: Zwei der drei größten sind keine Europäer.
      Auf die übrigen Verunglimpfungen möchte ich gar nicht eingehen, denn spätestens Ihre „Erklärung“ gegenüber der dortige Bevölkerung ist eine Beleidung der nordamerikanischen Ureinwohner.

    • Josef Klepits

      Herr „kein0815auto“ – auch so einen absurden Namen darf man hier nennen … Übrigens, die Ureinwohner Amerikas waren Indianer, die von der weißen Bevölkerung beinahe ausgerottet wurden. Der Großteil der heuten Bevölkerung ist vor zwei- bis dreihundert Jahren eingewandert. Ich kenne Amerika besser als Sie, dort spricht kaum jemand eine Fremdsprache , die meisten sind einfach zu dumm ! Die Gefängnisse sind überfüllt und der Durchschnitt hat einen sehr geringen IQ. Von der Politik will ich gar nicht sprechen, sie hat die größten Probleme der heutigen Zeit zu verantworten. Einfach Schwachsinn, was dort so passiert. Die Autoindustrie blickt staunend auf die Europäer und Japaner und kann nicht glauben, wie weit sie diesen Ländern hinterherhinkt. Aber jetzt will man von den Deutschen abcashen. Typisch Ami !! Und nochmals: Was ist von dort schon brauchbares, außer der Jeanshose und den Kartoffeln gekommen ? Nichts, aber schon gar nichts !!

    • Hermann Reichl

      Um Gottes Willen, hören Sie bitte auf solchen Mist zu verfassen!

    • kein0815auto

      Namen sind Schall und Rauch, bzw. in diesem Fall eine Stellungname, die
      mir meine familiäre Abstammung in diesem Zusammenhang nicht ermöglicht.
      Was
      möchten Sie mit Ihren offensichtlich überzogen patriotischen
      Äußerungen, Emotionen, Pauschalisierungen und plumpem Anti-Amerikanismus
      erreichen?

    • Hermann Reichl

      Lassen Sie ihn, das ist sinnlos! Er kennt sich aus, er weiss Bescheid!
      (Anm. fur Herrn Klepits: …wieder sarkasmus!)

    • Hermann Reichl

      …..Bravo auch! Sehr objektiv!

    • Josef Klepits

      Danke Herr Reichl für Ihre Zustimmung. Man muss den Tatsachen ins Auge schauen, die Amis wollen jetzt Kohle machen und die Überlegenheit der Deutschen Autoindustrie bremsen. Das wird nicht gelingen, weil VW, der größte Autoproduzent der Welt, auch diese Krise meistern wird. Arme Amis, ihr habt schon genug Leid auf dieser Welt angerichtet, vertschüsst Euch !!

    • Hermann Reichl

      Ähem….. Sie haben mein ironisches „sehr objektiv“ wohl missverstanden!?
      Ich hoffe wirklich, dass Sie die erwähnten „kompetenten“ Äusserungen nicht wirklich vor „den Amis“ getätigt haben, sonst wären Diese wieder ein Grund zum Fremdschämen…
      Die vereinigten Staaten von Amerika sind ein für uns unglaublich riesiges Land, in dem „die paar Milliarden“ die sie „abkassieren“ würden beinahe verpuffen!
      Da ich mehrmals beruflich in Amerika, mit „den Amis“ zu tun hatte, und auch mit deren Fahrzeugen unterwegs war, kann ich weder „die Schaukelkisten“ noch den „Wahnsinnsverbrauch“ bestätigen. Die Verbräuche liegen in Amerika jedoch wirklich etwas höher. Dies hat jedoch technische Hintergründe: Die höchste erhältliche Oktanzahl liegt dort bei 91Oktan (aber nicht weil „die ein dummes Volk sind“). Dies erfordert für gleiche Leistung einen etwas grösseren Hubraum, da die Verdichtung zurückgenommen werden muss. Daraus resultiert aber wiederum eine relativ „kalte“ Verbrennung mit geringem Stickoxidausstoß. Somit ist der Verbrauch zwar höher, „die Abgase“ dafür „umweltverträglicher“. Somit nur ein anderer Ansatz!
      Die „überlegene deutsche Autoindustrie“ spielt in den USA bei den mikrigen Marktanteilen eine so geringe Rolle, dass „die Amis“ sicher andere Sorgen haben, einen Betrug aber sicher nicht dulden.
      „so schauts aus“….

    • Oh Mann

      Der Marktanteil der deutschen Automobilindustrie am Gesamtmarkt der USA ist vernachlässigbar – die Japaner stellen dort die Mengen ab ua auch Lexus&Toyota. Eine weitere Geschichte der Überlegenheit oder doch nicht? …. wirklich wichtig ist speziell für VW der chinesische Markt – und auch dort hat VW gepatzt ….(DSG Getriebe welches zum plötzlichen Stillstand der Fahrzeuge geführt hat ( kann einfach gegoogelt werden)) – im ARD Bericht wird VW zitiert mit “ der chinesische Autofahrer ist noch nicht so weit derart hohe Technik zu verstehen…“ was zu einem Internet Shitstorm geführt hat…diese Aussage muß wohl als Arroganz seitens VW bezeichnet werden…
      Aber mit Erheiterung verfolge ich die Zwangsverteidiger von VW :-), die selbsternannten Retter von Europa als auch die Äußerungen der österreichischen Medienlandschaft….ein Blick nach D tut da wirklich gut was normalerweise ja nicht so oft der Fall ist.
      Oh Mann

  • Otto Maderdonner

    Was hier aber auch erwähnt werden muss, ist die Tatsache, dass in Europa bis dato die NOx-Grenzwerte für Dieselmotoren deutlich höher angesetzt sind als für Benziner, zB bei Euro 5 dreimal so hoch wie beim Benzinmotor (0.18 gegenüber 0.06 g/km), und bei Euro 6 immer noch 30% höher. (Von den Partikelemissionen gar nich zu reden.)

    In den USA und Japan gelten für ALLE PkW dieselben Grenzwerte, warum soll das in der EU anders sein???

    • nachteule

      warum in Europa Diesel deutlich mehr NOx-ausstoßen dürfen als in den USA? Weil es vor allem in Deutschland u. Österreich eine unheimlich starke Diesel-Lobby gibt. Wenn für Dieselmotoren die gleichen Grenzwerte gelten würden als für Benziner, hätte er niemals ein Chance gehabt. Weil aber auch die AutofahrerInnen an der steuerlichen Diesel-Subvention für Transport- u Landwirtschaft mitnaschen u.immer stärkere u. schwerere Wagen bei moderatem Verbrauch fahren wollen, halten alle Augen, Ohren u. Nasen zu u. glauben weiterhin gerne das Märchen vom sauberen Diesel.

  • sebamed

    Das stimmt so aber nicht mehr. Während vor einigen Jahren Diesel an den Märkten knapp, dafür das in der Koppelproduktion erzeugte Benzin reichlich vorhanden war, ist es jetzt genau umgekehrt.

    Wie man auch an der Diskrepanz vom Diesel zum Benzinpreis sieht, während dieser Preis vor einigen Jahren noch fast gleich pro Liter war, trotz der niedrigeren Besteuerung des Diesel.
    Übrigens bleibt in Deutschland nicht Benzin über was man dann exportiert, wie im Text behauptet,sondern man produziert gezielt hier Benzin für die hohe Nachfrage aus den USA und der Diesel bleibt nehr oder weniger über,der dann in Europa abgesetzt wird.

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