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Vorstadtadel auf vier Rädern: Buick Lacrosse 3.6 V6

Der Buick Lacrosse hat sich in den vergangenen Jahren stark modernisiert. Das merkt man nicht nur am Inneren, am Äußeren und am Fahrgefühl, sondern auch an den Preisen.

31.03.2015 Online Redaktion

Ein Opel-Oberklassemodell ist in Europa höchstens Wunschdenken. In den USA sind bei General Motors mit Cadillac und Buick gleich zwei Nobel-Marken erfolgreich. Der Buick Lacrosse bildet in Amerika als großer Bruder des Opel Insignia das obere Ende des Volumenspektrums.

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© Bild: Werk

Modernisierter Buick Lacrosse

Die aktuelle Generation des Lacrosse tritt auf dem heimischen US-Markt gegen Modelle wie die Mercedes E-Klasse, einen Audi A6, einen Chrysler 300 oder den Klassenprimus 5er BMW an. So modern wie seine Konkurrenten zeigt sich mittlerweile auch der Lacrosse selbst.

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304 PS V6-Motor

Dem Design der fünf Meter langen Limousine sind Ähnlichkeiten zum kleineren Bruder Buick Regal als Zwillingsmodell des Opel Insignia nicht abzusprechen. Die Auswahl des Triebwerks könnte einfacher kaum sein. Buick bietet sein Topmodell mit einem 3,6 Liter großen V6-Saugmotor an, der 227 kW / 304 PS und ein maximales Drehmoment von 360 Nm bei 5.300 U/min leistet. Nur wenige Kunden entscheiden sich für den 2,4 Liter großen Vierzylinderhybrid. Serienmäßig ist der kraftvoll motorisierte Lacrosse allein über die Vorderachse angetrieben, auch eine Allrad-Version ist verfügbar. Während die Frontantriebsversionen auf 17- oder 18-Zoll-Rädern unterwegs sind, rollen die Allradler mit 19- oder 20-Zöllern über die Highways.

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220 km/h Spitze

Die Motorleistung wird über eine Sechsstufenautomatik an eine oder eben beide Achsen übertragen. Keine Automatik der neuesten Hightech-Generation, aber allemal modern genug, um mit dem 3,6 Liter großen Sechszylinder kraftvoll und standesgemäß unterwegs zu sein. Die Automatik vom Typ Hydra-Matic 6T70 schaltet weich im Hintergrund, hat jedoch ihre Probleme, wenn man die sportlichere Gangart bevorzugt. Dann drehen die Gangwechsel schon einmal ins Leere, die einzelnen Schaltstufen werden bisweilen allzu lautstark ausgedreht und selbst der manuell anwählbare Sportmodus ist keine wirklich stimmungsvolle Alternative. Von 0 auf 100 schafft es der Lacrosse in knapp acht Sekunden, bis zu 220 km/h schafft er.

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Komfort mit K

Die Lenkung ist US-spezifisch betont komfortabel, jedoch nicht so indirekt, wie man es von älteren Buick-Modellen kennt. Gleiches gilt für das Fahrwerk und die Gesamtabstimmung des Viertürers. Vorne gibt es McPherson-Federbeine, während an der Hinterachse eine Vierlenkerachse verbaut ist, bei den Allradversionen ergänzt um eine adaptive Dämpfersteuerung. Komfort wird beim 1,8 Tonnen schweren Buick Lacrosse klassen- und bauartbedingt groß geschrieben. Die kraftlosen Bremsen enttäuschen allerdings ein wenig.

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Gepimpter Innenraum

Auch im Innenraum kann sich der Amerikaner mit Produktionsstandort Fairfax in Kansas City sehen lassen. Schwammige Sitze, billige Oberflächen und wirre LCD-Anzeigen sind längst Vergangenheit. Wie man es von der GM-Luxusmarke Cadillac kennt, sind auch im Buick Lacrosse digitale Anzeigen verbaut, die sich in Farbe und Informationsgehalt ganz den Wünschen des Fahrers anpassen. Die bequemen Ledersitze sind komplett klimatisiert, der Sound kommt aus elf Boxen eines Bose-Systems. Mit 2,84 Metern Radstand bietet der Buick Lacrosse viel Platz, die Insassen surfen via 4G-Funkwabe im Internet, während der Fahrer auf dem acht Zoll großen Navigationsdisplay über den aktuellen Verkehrsstatus informiert wird. Leider ist der Laderaum nicht auf dem Niveau des großen Innenraums. Der Kofferraum des Buick Lacrosse fasst lediglich 376 Liter.

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31.000-50.000 Dollar

So sehr sich der Buick Lacrosse in den vergangenen Jahren europäisiert hat, so sehr haben sich die auch die Preise nach oben entwickelt. Auch wenn der Einstieg in die Lacrosse-Liga bei knapp über 31.000 Dollar beginnt, kostet die gut ausgestattete Premiumversion bereits 39.970 Dollar. Wer sich die empfehlenswerten Sicherheitssysteme wie Xenonlicht, Abstandstempomat, Front- und Rückfahrwarner sowie Head-Up-Display oder die besonders edlen Ledersitze inkl. Sonnendach ins Auto holt, drückt den Preis an die 50.000-Dollar-Marke.

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