Diese beiden Vorzeige-Schwiegersöhne heißen Roman Weidenfeller und Jürgn Klopp.
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Audi vs. Opel – Champions League Finale 2013 in Wembley

Finale der Champions League 2013 in Wembley: Vordergründig spielt Borussia Dortmund gegen FC Bayern. Im Hintergrund: Opel gegen Audi. Hier eine Vorschau mit Zahlen und Fakten.

24.05.2013 Online Redaktion

Champions League Finale am 25. Mai 2013 im Wembley Stadion in London ab 20:45

Audi ist der große Sponsor des FC Bayern München, während Opel eine Kooperation mit Borussia Dortmund hat. Das Champions League Finale 2013 ist in zweiter Reihe also ein Duell der Automarken.

Moral:

Der vielleicht prominenteste Fan des FC Bayern ist Michael Schumacher –  Motorsportlegende, Liebling des Boulevards. Und seit 1996 wohnhaft in der Schweiz: „In Deutschland sind sie ja selber dumm, wenn sie mir kein Angebot machen und dafür gänzlich auf meine Steuergelder verzichten.“ Was dann auch die eher laxe Moral in anderen Gremien erklärt. Der Ehrenvorsitzende des Verwaltungsbeirates heißt Erich Kiesl, ist selbstverständlich in der CSU und vorbestraft wegen Steuerhinterziehung und Falschaussage.  Als die Polizei seinerzeit den Haftbefehl vollstrecken wollte, drohte Kiesl ihnen, sie mit einem Messer abzustechen. Der zweite Vorsitzende heißt Heinrich von Pierer. Der wurde in Deutschland vor allem durch die Siemens-Korruptionsaffäre berühmt. Und Uli Honeß? Der ist im Vergleich dazu doch ein kleiner Fisch.

Und auch in den Gumball 3000 Boliden gab es FC Bayern Fans.

Fazit: Eigentor von Audi. Opel führt 1-0.

Motivation:

Wolfgang Dürheimer hatte als neuer Entwicklungschef bei Audi keinen guten Einstand. Er habe eine „schwierige Mission“ und werde „das Versprechen Vorsprung durch Technik“ wieder wahrmachen. Das dürfte die Ingenieure eher weniger motiviert haben. Die Topingenieure durften dann auch gleich bei Martin Winterkorn antreten, um die Audi-Unruhen zu erklären. Auch die Einstellung der Elektroprojekte war sachlich vielleicht richtig, aber nicht gerade ein Motivationsschub. Der große Konkurrent BMW hat – befeuert mit Fördermillionen – das große Elektrospektakel mit der Marke „i“ losgetreten. Die Opel-Jungs dürften motivierter sein, es geht um ihre Jobs.
Fazit: Opel, motiviert von unmenschlichem Druck, kontert. 2-0.

 

Immerhin gab es, dank überragendem Fußball, die deutsche Meisterschaft.

Dank überragendem Fußball gab es bereits die deutsche Meisterschaft.

Marketing:

Opel sprengte jetzt zwei Jahre in Folge mit Guerilla-Marketing das GTI-Treffen. Im Zimmer von Karl-Thomas Neumann, Vorstandschef von Opel, hängt eine Karikatur, die einst in dem Magazin „Automobilwoche“ veröffentlicht wurde. Sie zeigt Jürgen Klopp, der eine Flanke auf Neumann schlägt. Der köpft an Martin Winterkorn im Tor vorbei. Und Audi? Die haben für 90 Millionen Euro rund neun Prozent am FC Bayern erworben. Es darf davon ausgegangen werden, dass die Arena in München, nach Auslaufen des Vertrags mit der Versicherung, in Audi-Arena (oder ähnliches) umbenannt wird. Die Spatzen pfeifen es von den Dächern. Dafür sehen die Werbespots aus, wie Werbespots eben aussehen, wenn sie zur Genehmigung durch unzählige Management-Ebenen müssen.
Fazit: Doppelschlag. Audi lässt die Muskeln spielen, Opel kontert erneut. 3-1.

Autos:

Audi ist der große Fisch im Premiumteich (mit BMW und Mercedes), Opel verließ diese Gewässer völlig grundlos schon vor Jahrzehnten. Die profitstarken Admiräle und Kapitäne wurden aus dem Programm genommen und die Marke orientierte sich nach unten. Audis Vorzeige-Karosse heißt A8, die von Opel Insignia. Die jeweils teuersten SUV? Q7 gegen Antara. Beides eher unfaire Duelle.
Fazit: Klare Sache, Audi watscht Opel ab. 3-2.

Wirtschaftliche Situation:

1,34 Millionen verkaufte Autos machten das Jahr 2012 zu einem Rekordjahr für Audi. China und USA sei Dank ist das auch in der Krise möglich. Opel setzte 816.000 Autos ab.
Fazit: Wieder eine klare Sache… und Audi gleicht aus. 3-3.

Fußball:

Wird morgen auch gespielt. Das hat das Champions League Finale 2013 so an sich. Bisher war Bayern München vier Mal im Finale der Champions League vertreten. 1999 gewann Manchester United, 2010 lautete der Sieger Inter Mailand und 2012 durfte Chelsea den Pott mit nach Hause nehmen. Lediglich 2001 konnte sich der FC Bayern gegen Valencia durchsetzen. Verlieren sie das vierte Finale auch (das dritte innerhalb von vier Jahren), brauchen sie keinen neuen Trainer sondern einen Psychologen.

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