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Volvo Venus Bilo: Römische Göttin der Liebe mit 9 Koffern verschollen

1933 nahm sich Volvo der römischen Göttin der Liebe an. Der Volvo Venus Bilo und seine 9 Koffer blieben ein Einzelstück und gelten bis heute als verschollen.

16.01.2016 radical mag

Allein schon der Name: Venus Bilo. Man kennt ja vielleicht noch die Venus von Milo, aber was Volvo da 1933 versuchte, war eine schwedisch-römische Mischform. Ein Einzelstück, heute würde man sagen: Concept Car. Ein Versuch auf Basis des PV655 mit einer einigermaßen stromlinienförmigen Karosse, entworfen von Gustaf Ericsson, gebaut bei Nordbergs Vagnfabrik AB – nicht ganz so hübsch wie eine römische oder griechische Göttin in der Morgenröte, aber ja, doch, nett. Vor allem auch deshalb, weil die Produkte der damals noch jungen, schwedischen Auto-Firma ansonsten nicht gerade ein Ausbund von Eleganz waren. Der PV655 war nur ein Fahrgestell mit Motor, 3,4-Liter-Sechszylinder mit 65 PS, das für Spezialaufbauten ausgeliefert wurde; 62 Stück sollen entstanden sein, also, vom Fahrgestell, die Venus blieb einzigartig.

Maßgeschneidert für 9 Koffer

Doch wirklich schräg dabei war eigentlich vor allem das maßgeschneiderte Kofferset, das sich in neun prächtig passenden Einzelteilen im Kofferraum und in einem seitlichen Gepäckdings unterbringen ließ. «Personal Luxury», also schon damals, für vier Passagiere sollten neun Koffer eigentlich ausreichen, oder?

Volvo Venus Bilo 1933 (1)
© Bild: Werk

Verschollene Venus

Das Schicksal des Wagens ist leider unbekannt. Doch die letzten Spuren verheißen wenig Gutes, denn ab 1950 gehörte der Wagen einem dänischen Schrottplatzbesitzer. Der ihn irgendwann in den 50er Jahren zu einem Pick-up umbauen ließ (oder selber die Flex ansetzte, man weiß es nicht). Seit 1956 ward die Venus von Bilo leider nicht mehr gesehen.

Besten Dank an die Kollegen von radical-mag.com

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