Grafik von Volvo zu selbstfahrenden Autos
Augen auf, Ohren auf, Volvo ist da!
 

Volvo plant Fahrerlose Autos für Göteborg

Ab dem Jahr 2017 soll es laut dem schwedischen Autobauer Volvo fahrerlose Autos in der Stadt Göteborg geben.

03.12.2013 APA

Die schwedische Stadt Göteborg will ab dem Jahr 2017 ein besonderes Verkehrskonzept beheimaten, einhundert fahrerlose Autos sollen durch die Stadt cruisen. Dies hat der Autobauer Volvo am Montag verkündet, dabei sollen die Autos mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 Stundenkilometern in einem Straßennetz von rund 50 Kilometern Gesamtlänge unterwegs sein, darunter auch Verkehrsadern mit viel Aufkommen.

Augen und Ohren

Um die Herausforderung zu meistern, würden die Autos mit einer 360-Grad-Kamera, GPS und weiteren Sensoren ausgestattet, die wie Augen und Ohren arbeiteten und Zusammenstöße verhindern sollten, erklärte Volvo-Chef Haakan Samuelsson.

Grafik von Volvo zu selbstfahrenden Autos

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56 Mio. Euro für Drive Me

Das Pilotprojekt namens „Drive Me“ entsteht in Zusammenarbeit von Volvo und mehreren öffentlichen schwedischen Einrichtungen, etwa der Stadt Göteborg und der Verkehrsbehörde. Es hat ein Budget von 500 Millionen Kronen (rund 56 Millionen Euro) und beginnt im kommenden Jahr mit der Auswahl der Kunden und der technologischen Entwicklungsphase. Die künftigen „Nicht-Fahrer“ erhalten ein Training, um die Autos richtig zu bedienen, die auch selber einparken.

Der Volvo XC90

Bei den 100 Volvo Fahrzeugen handelt es sich um neue Modelle, die auf der kommenden skalierbaren Produkt-Architektur (SPA) entwickelt werden. SPA ist auf die kontinuierliche Einführung neuer Assistenz-und Sicherheitssysteme ausgelegt – bis hin zu Techniken, die hochentwickeltes autonomes Fahren ermöglichen. Das erste Volvo Modell auf Basis der neuen Architektur ist der neue Volvo XC90, der 2014 vorgestellt wird.

Juristische Probleme ungelöst

Ein gewichtiges Problem ist allerdings noch nicht gelöst: die juristische Verantwortung, die bisher beim Fahrer liegt. Hier müsse das Gesetz auf den Prüfstand gestellt werden, erklärte Infrastrukturministerin Catharina Elmsäter-Svärd. Details über mögliche Änderungen nannte sie nicht. Volvo ist nicht der einzige Autobauer, der fahrerlose Wagen konzipiert. Der japanische Konkurrent Nissan will seine ersten Modelle dieser Art bis 2020 auf den Markt bringen. Auch der US-Konzern Google arbeitet an der entsprechenden Technologie.

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