Mercedes Design Challenge
Welcome to the future: Das vegetarische Skelett des Biome
 

Völlig losgelöst von der Erde…

Sonntags-Special: Gedanken über eine Art Auto von übermorgen.

21.11.2010 Online Redaktion

Mercedes-Designer aus drei Kontinenten wurden im Rahmen der Design-Challenge gebeten, ihre Vision von zukünftiger Mobilität umzusetzen, herausgekommen sind schräge bis sehr schräge Vehikel, allesamt unter 500 Kilo Lebendgewicht.

Die Truppe aus Deutschland machte sich Gedanken zum Thema Smart, heraus kam dem Namen getreu ein Höchstmaß an Flexibilität, das Auto kann man sich wie ein Lego-Gebilde zusammenstecken, selbst die Reifenlaufflächen lassen sich austauschen. Im Sinne der maximalen Gewichtseinsparung wird die Karosserie weder genietet, noch geschweißt, sondern mit kapitalen Stricknadeln gestrickt. Ein Muster zum Nachstricken wurde noch nicht veröffentlicht, wir werden ein solches nach Möglichkeit natürlich verbreiten.

Gedanken zum Thema Maybach machten sich Designer aus Japan, herausgekommen ist eine Luxusschatulle namens Den-Riki-Sha, eine Anspielung auf die Rikscha, einst Zeichen für absoluten Luxus in Japan, da man sich neben dem Gefährt auch das Personal leisten können musste. Der Maybach DRS verfügt über zwei übergroße Räder, durch die hindurch vier Passagiere in die Kapsel im Inneren einsteigen können. Die Balance hält der Einachser nach dem Kreisel-Prinzip eines Segway-Rollers. Eine Serienumsetzung ist natürlich auch hier nicht absehbar, wenngleich das leidlich erfolgreiche Label keinen geringeren als diesen Umbruch gebrauchen könnte, um doch noch Erfolg zu haben. Hiermit fällt man in Dubai eher auf, als mit jedem Bentley oder Rolls-Royce.

Den Vogel schießt aber Biome ab, das kalifornische Auto aus dem Glashaus. Biome wird aus den Fasern einer speziellen Pflanze gebaut und kann am Ende seiner Lebensdauer (L.A. Motor Show?) ganz easy kompostiert werden (!). Die Idee der Designer ist, dass das Auto aus zwei Samenkörnern wächst und nichts als reinen Sauerstoff ausstößt. Nicht nur an den verkapselten Rädern lässt sich also erkennen, dass die Umsetzung auch hier also noch ein wenig auf sich warten lässt.

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