VW Der E-Golf auf der LA Autoshow
Bis 2018 will Volkswagen 1 Million Fahrzeuge verkaufen.
 

Volkswagen: 7 Milliarden Dollar für den US-Markt

Rechtzeitig zum Beginn der International North American Autoshow in Detroit verkündet Volkswagen seine ehrgeizigen Ziele bis 2018.

13.01.2014 APA

Der deutsche Autokonzern Volkswagen plant für den US-Automobilmarkt Investitionen von sieben Milliarden Dollar ein. Ein neues Automodell soll den Umsatz wieder ankurbeln. „Als Konzern werden wir in den nächsten fünf Jahren mehr als sieben Milliarden Dollar in Nordamerika investieren“, sagte VW-Chef Martin Winterkonzern am Sonntag. Zudem will der Autoproduzent 2016 in den USA einen sportlichen Geländewagen (SUV) mit sieben Sitzen auf den Markt bringen.

7 Milliarden Dollar werden investiert

Die sieben Milliarden Dollar (5,15 Mrd. Euro) sind Teil eines bereits angekündigten mehrjährigen Investitionsprogramms. In der nächsten Woche wollen die Wolfsburger mit der Produktion des Golfs in mexikanischen Puebla beginnen. Am Montag beginnt die Detroit Motor Show, auf der sich auch VW präsentiert.

Ziel bis 2018: 1 Million Fahrzeuge

VW will bis 2018 eine Millionen Fahrzeuge der Marken VW und Audi in Nordamerika verkaufen. Zu VW zählen außerdem die Marken Porsche, Bugatti, Lamborghini, Skoda und Seat. 2013 setzte der VW-Konzern 600.000 Fahrzeuge in Nordamerika ab.

Ernüchterung nach anfänglichem Hype

Volkswagen muss in den USA das Steuer herumreißen. Nach anfänglichen Erfolgen beim eigens für die dortige Kundschaft entwickelten US-Passat sinken die Verkaufszahlen inzwischen seit einem Jahr. Denn die Platzhirsche von GM bis Toyota haben auf den selbstbewussten Emporkömmling aus Deutschland reagiert, der in den USA zum Angriff geblasen hat, um sich in den nächsten Jahren an die Weltmarktspitze zu setzen. Sie bieten ihre Fahrzeuge inzwischen zu günstigeren Preisen und mit besserer Ausstattung an als Volkswagen.

Spezielle Modelle für den US-Markt fehlen

Am schmerzlichsten aber rächt sich, dass die Konzernleitung nach Meinung von Experten zu lange gezögert hat, ein weiteres Fahrzeug an den Start zu bringen. Wegen der niedrigen Benzinpreise sind in den USA vor allem leistungsstarke Geländewagen und Pick-ups gefragt – und die hat Volkswagen nicht im Angebot.

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