audi q7 v12 tdi
Unter anderem wird der Audi Q7 wird seit Ende 2005 in Bratislava gefertigt.
 

Volkswagen Slovakia will Löhne um 4 Prozent kürzen

Arbeitszeit soll von acht auf sechs Stunden reduziert werden – Kündigungen sind vorerst nicht geplant

21.01.2014 APA

Das Volkswagen-Werk in Bratislava, einer der größten Arbeitgeber und Exporteure der Slowakei, will die Löhne seiner Mitarbeiter heuer um vier Prozent kürzen. Das Unternehmen habe den Betriebsgewerkschaften diesen Plan bereits im Rahmen der laufenden Kollektivvertragsverhandlungen vorgelegt, berichtete die slowakische Wirtschaftszeitung „Hospodarske noviny“ am Dienstag.

Es wäre die erste Lohnkürzung für VW in der Slowakei

Grund für die Maßnahme sollen Investitionen in die Modernisierung und Verbesserung der Produktivität sein. Die Lage der gesamten Autobranche sei schwierig und Arbeitsplätze gefährdet, gab die Unternehmensführung in einem Brief an die Gewerkschaften zu bedenken. Kündigungen seien derzeit aber nicht geplant, hieß es.

Gewerkschaftler schließt Auftragsrückgang als Grund für die Lohnkürzung aus

Die Leitung der Autofabrik will die geplanten Einsparungen bei den Lohnkosten durch eine Verkürzung der Arbeitszeit von derzeit acht auf sechs Stunden erreichen, konkretisierte Zoroslav Smolinsky, Chef der Betriebsgewerkschaften bei VW. Dass in Wahrheit ein Rückgang der Aufträge für die geplanten Kürzungen verantwortlich sei, schließt er aus. Ob die Gewerkschafter die Vorschläge der Unternehmensführung akzeptieren werden, ist nicht bekannt, zu den laufenden Verhandlungen wollen sich beide Seiten erst nach deren Abschluss äußern.

VW Slovakia produziert überwiegend die SUVs

Der seit 1991 in der Slowakei ansässige Autoproduzent ist mit 9.400 Arbeitnehmern seit Jahren ein Zugpferd der slowakischen Wirtschaft. In der Fabrik am Rande der slowakischen Hauptstadt werden unter anderem die Modelle Touareg, Touareg Hybrid, Audi Q7, die Kleinwagenfamilie up! sowie Karosserien für den Porsche Cayenne hergestellt. Im Vorjahr sind laut vorläufigen Berechnungen des Verbandes der slowakischen Autoindustrie in Bratislava knapp 420.000 Neuwagen von den Fließbändern gerollt.

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