Das Motorenwerk von Volkswagen in Chemnitz
Volkswagen verzeichnet ein weltweites Absatzplus von 3,4 Prozent.
 

Volkswagen Absatz 2013: Stärkere gleichen schwächere Märkte aus

Dem deutschen Autokonzern Volkswagen gelang dank seiner weltweiten Absatzstrategie ein Zuwachs von 3,4 Prozent. Dennoch werden schwere Zeiten prognostiziert.

10.01.2014 APA

Die Übernahme von Porsche 2012 hat Volkswagen im vergangenen Jahr ein Absatzplus auf dem US-Markt gesichert. Nach Angaben der Marktforscher von Autodata haben die Deutschen 611.743 Fahrzeuge im Jahr 2013 ausgeliefert.

Übrig bleibt ein Mini-Plus

Das ist ein Mini-Plus, wenn Porsche im Jahresvergleich 2012 nur für die fünf Monate ab dem Übernahmedatum August eingerechnet wird – doch diese Basis lässt sich auf Jahressicht nicht vergleichen. Zählt man den Porsche-Absatz für ganz 2012 schon zum Konzern, ergibt sich 0,6 Prozent Minus. Ganz ohne Porsche wären es 2 Prozent Minus.

Noch kein Kommentar von Volkswagen

VW-Chef Martin Winterkorn hatte vor einem Jahr angepeilt, 2013 in den USA zusammen mit Porsche „deutlich mehr als 600.000 Autos an Kunden ausliefern“. Ein Sprecher wollte die Zahlen am Freitag nicht kommentieren und verwies auf die in den nächsten Tagen noch ausstehenden Konzernabsatzzahlen.

Weltweiter 3,4 Prozent Zuwachs

Dank zweistelliger Zuwächse in der Volksrepublik lieferte Europas größter Autobauer rund um den Globus 5,93 Millionen Fahrzeuge seiner Hauptmarke VW an die Kundschaft aus – plus 3,4 Prozent zum Vorjahr und soviel wie nie zuvor, wie die Wolfsburger am Freitag mitteilten. Während der Absatz in China um fast 17 Prozent zulegte, setzte es am deutschen Heimatmarkt ein Minus von 4,4 Prozent.

Schwächere durch stärkere Märkte ausgleichen

Auch für das laufende Jahr zeigten sich die Niedersachsen zuversichtlich, schwächere Regionen durch Zuwächse in anderen ausgleichen zu können. Für neue Herausforderungen sei die Marke dank ihrer breiten Modellpalette bestens gerüstet, teilte Vertriebsvorstand Christian Klingler mit.

Volkswagen droht ein schwieriges Jahr

Analysten rechnen mit einem schwierigeren Jahr für VW, da kaum Fahrzeugmodelle auf den Markt kommen. „Die Palette an Neuheiten ist überschaubar“, sagte Frank Schwope von der NordLB. Der wichtige Mittelklassewagen Passat soll erst im Herbst erneuert werden. „Für eine so große Marke mit knapp sechs Millionen verkauften Fahrzeugen ist das etwas wenig.“ Schwope rechnet daher mit stärkerem Gegenwind für VW. Dennoch werde die Marke ihren Absatz voraussichtlich weiter steigern, da die Nachfrage in Europa wieder anziehe und China weiter wachse.

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