Mercedes Pick Up
 

Verrückte Welt: Mercedes baut tatsächlich einen Pick Up

2017 soll der Midsize-Pick Up auf den Markt kommen – mit einer Tonne Zuladung und gewohntem Mercedes-Luxus

28.03.2015 Press Inform

Ihr erinnert Euch an die Zeit, als Ihr noch mit Euren Freunden gescherzt habt, wenn Mercedes einen Pick Up  baut, fresst Ihr einen Besen? Diese Zeiten sind vorbei. Denn ja, es ist wahr, was man sich hinter vorgehaltener Hand erzählt: 2017 kommt der erste Mercedes-Pick Up auf den Markt.

Alte Idee, neu aufgewärmt

So ganz neu ist die Idee mit einem Pick Up bei Mercedes ja nicht. Bereits in den 90er Jahren überlegte die Nutzfahrzeugsparte von Daimler, ob ein Pick Up das Modellportfolio sinnvoll ergänzen könne. Als dann 1997 die erste Mercedes M-Klasse auf den Markt kam, gab es mit Fokus auf den amerikanischen Markt konkrete Planungen, einen Pick Up abzuleiten. Doch die hohen Produktionskosten ließen einen etwaigen Verkaufspreis ins Unrealistische steigen, und so wurde die Idee letztlich verworfen. Doch jetzt ist die Entscheidung gefallen, im Jahre 2017 einen Pick Up zu bringen.

Freizeit mit Pick Up

Nach aktuellem Stand soll es sich um einen über fünf Meter langen Midsize-Pick Up auf Leiterrahmenbasis handeln, der eine Tonne Zuladung hat. Der Grund für das Segment liegt auf der Hand: in der so genannten Ein-Tonnen-Liga erwartet sich Mercedes die größtmögliche Kundenansprache, da der Pick Up als Weltauto angeboten werden soll. So wollen die Schwaben vom weltweiten Trend profitieren, dass immer mehr Pick Ups den Weg ins freizeitgeneigte Privatleben finden.

Mercedes schielt auf die Privaten

Nur 20 bis 30 Prozent aller Midsize Pick Ups werden aktuell als reine Arbeitstiere genutzt, rund die Hälfte werden als reine Privat- oder Geschäftswagen genutzt, während die restlichen 25 bis 30 Prozent ins exklusive Privatsegment streben. Davon will sich Mercedes ein dickes Stück abschneiden. Das Aufflammen der Pick-Up-Idee geht auf den Nutzfahrzeug-Chef Volker Mornhinweg zurück, von dessen Plan alle bei Daimler gleich ganz hin und weg waren (sorry, den konnten wir uns jetzt einfach nicht verkneifen. SORRY!)

Zu mickrig für die USA

Der Einstieg ins Pick-Up-Segment der Ein-Tonnen-Klasse eröffnet Mercedes ein Potenzial von jährlich 2,3 Millionen Fahrzeugen weltweit. Die Hauptmärkte sind dabei Lateinamerika, Australien, Südafrika, Asien und Europa. In den USA sind vorrangig die größeren Full-Size-Pick Ups wie Ford F-150, Chevrolet Silverado oder Dodge Ram gefragt, die schon einem VW Amarok den US-Zutritt verwehrten. So dürfte auch Mercedes zunächst davor zurückschrecken, in den Vereinigten Staaten gegen die übermächtigen heimischen Pick-Up-Helden anzutreten. Bisher bietet allein Toyota mit dem Tundra den drei US-Herstellern die Stirn – mit mäßigem Erfolg.

Mercedes gegen VW, Mitsubishi und Ford

Die Konkurrenz des Mercedes Pick-Up heißt daher auf anderen Märkten vorrangig VW Amarok, Mitsubishi L200 und Ford Ranger, der jüngst überarbeitet wurde. Ende 2013 stieg ein Designteam von Mercedes in das geheime Projekt ein, erste Entwürfe für einen Pick Up zu kreieren, ehe es jüngst grünes Licht für die Umsetzung gab. Vor Ende 2017 dürfte der Mercedes Pick Up, der auf einem robusten Leiterrahmen aufgesetzt wird, jedoch kaum in den Handel kommen. Geländegängigkeit und Allradantrieb sind ebenso wie eine Tonne Zuladung gesetzt.

Mercedes-Luxus im Pick Up

Im Innern wird es dagegen keinen reinen Nutzfahrzeugcharme, sondern echte Premiumattribute aus dem Hause Mercedes geben. Ein Billiginterieur wie bei der ersten M-Klasse oder dem von Renault produzierten Mercedes Citan soll nicht noch einmal passieren. Angetrieben wird der Pick Up, der wahlweise mit Einzel- oder Doppelkabine erhältlich ist, von modernen Turbotriebwerken mit vier und sechs Zylindern mit zwei bis drei Litern Hubraum. Eine Version mit Plug-In-Hybrid ist erst einmal nicht geplant, jedoch später möglich. Die Produktion in ggf. mehr als einer Stätte dürfte nahe den Hauptmärkten erfolgen. Möglich wären Brasilien oder Spanien.

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  • Josef Klepits

    Schön, dass jetzt auch Mercedes endlich dahinterkommt, dass man einen Pick-Up auf den Markt bringen muss. Viel an Zeit ist vergangen und in Stuttgart hat man viel verschlafen. Das ist nicht nur beim Pick-Up Model so . Schlaft weiter im Uhrkasten, so wie die sieben Geißlein !!

  • Michael

    Ende 2013 stieg ein Designteam von Mercedes in das geheime Projekt ein,……..Seit wann braucht man zum kopieren eines Amaroks ein ganzes Team ??

    Und preislich sollten Sie sich an einen komplett ausgestatteten DodgeRam orientieren ( 50.000,– ) und nicht an einen halbausgestatteten Amarok , 180 PS Automatik und dessen Leiterwagenfahrwerk und hinteren Notsitzen, natürlich auch unter Berücksichtigung des Platzangebotes auf der Pritsche und der Hinterbank – Schaffen die eh nicht .

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