Die Glasfront eines Gebäudes von innen
Vergangene Woche wurde über die Zukunft der Mobilität diskutiert
 

Vernetzte Mobilität

Die Österreich Werbung, das Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie die ÖBB trafen sich vergangene Woche um Mobilitätslösungen der Zukunft zu erarbeiten.

15.10.2013 APA

 

Bei der Gruppe der Personen, die ihr Reiseziel ohne Auto erreichen ist ein Anstieg festzustellen. Um die Ansprüche des Gastes an den autofreien Urlaub entlang der gesamten Dienstleistungskette zu erfüllen, sind intelligente Lösungen gefragt, die auf innovative Kooperationen zwischen touristischen Destinationen und Mobilitätsanbietern setzen. In diesem Punkt waren sich die Teilnehmer der ersten Kooperationsplattform „Neue Chancen für Destinationen durch innovative Mobilitätslösungen“, zu der die Österreich Werbung (ÖW) vergangene Woche gemeinsam mit dem Bundesministerium für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ) und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) nach St. Pölten geladen hatte, einig.

Gemeinsame Erarbeitung

Im Rahmen der Veranstaltung, zu der rund 40 Entscheidungsträger aus den Bereichen Tourismus und Mobilität gekommen waren, wurden gemeinsam Ideen für zukunftsfähige Produkte und alternative Mobilitätslösungen erarbeitet.

Tourismusmobilität 2030

Universitätsprofessor Georg Hauger von der TU Wien warf mit der im Auftrag des Wirtschaftsministeriums erstellten Studie „Tourismusmobilität 2030“ einen Blick in die Zukunft: Tourismuswirtschaft und Verkehrsdienstleister würden noch wenig integrativ agieren, obwohl für die Urlaubsgäste Mobilitätsangebote zum, am und vom Urlaubsort zunehmend Teil des Urlaubsangebots seien.

Eigenverantwortung wichtig

„Nachhaltige Lösungen brauchen daher eine aktive Kooperation der Akteure im Bereich Tourismus und Verkehr. Besonders wichtig ist dabei die ‚Eigenverortung‘ der Tourismusunternehmen auf einer umfassenden Mobilitätslandkarte – also nicht nur der Straßenkarte“, so Hauger. Die Einbindung des Tourismus in die Gestaltung der Informations- und Mobilitätsangebote würde neue Chance für eine kundenfreundliche und leistbare Mobilität bieten – sowohl für die Gäste als auch für die lokale Bevölkerung.

Kooperationsbörse

Impulsvorträge der ÖBB gaben Einblicke in Kooperationsmodelle, die bereits jetzt erfolgreich Tourismus und umweltfreundliche Mobilität in Einklang bringen, wie zum Beispiel „Tirol auf Schiene“. Im Rahmen der daran anschließenden „Kooperationsbörse“ hatten die Teilnehmer dann ausreichend Gelegenheit, das Thema weiter zu vertiefen. Gemeinsam mit namhaften Mobilitätsexperten der ÖBB und der Deutschen Bahn wurden neue Ansätze für Produktgestaltung und Vertrieb entwickelt.

Positives Fazit

Entsprechend positiv fiel das Resümee sowohl seitens der Veranstalter als auch der Teilnehmer aus, neben der bilateralen Weiterentwicklung dieser Ideen soll es auch 2014 wieder eine Plattform zum Thema Mobilität geben.

 

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