Audi RS Q3 Vs. Mercedes GLA 45 AMG
Audi RS Q3 Vs. Mercedes GLA 45 AMG
 

Vergleich: Audi RS Q3 Vs. Mercedes GLA 45 AMG

Auf den ersten Blick ist klar, beim Audi RS Q3 und Mercedes GLA 45 AMG handelt es sich um zwei Spitzensportler.

17.04.2014 Online Redaktion

Auf den ersten Blick ist klar, beim Audi RS Q3 und Mercedes GLA 45 AMG handelt es sich um zwei Spitzensportler. Optische Dreingaben wie Breitreifen, Spoiler, Schweller und wütend dreinschauende Fronten springen ins Auge. Der Unterschied bei den Proportionen liegt vor allem in der Höhe, da der Audi RS Q3 zehn Zentimeter höher ist als der Mercedes GLA AMG, während die Unterschiede bei Länge und Breite drei bis vier Zentimeter nicht überschreiten.

Beeindruckender Innenraum

Der Innenraum des Mercedes beeindruckt mit seinen Recaro-Schalensitzen mit integrierter Kopfstütze. Die Ledersitze des RS Q3 sind ebenfalls bequem; sie bieten aber weniger Seitenhalt und Beinauflage. Hüben wie drüben wirken Innenräume und Armaturenbretter sportlich, wobei der Audi den schickeren, edleren Eindruck macht und beim GLA 45 AMG besonders der aufgesetzte Navigationsbildschirm wie eine billige Nachrüstlösung wirkt. Beide Modelle verfügen über Getränkehalter zwischen den Vordersitzen, Karbon- und Aluapplikationen, unten abgeflachte Lenkräder und dunkel verkleidete Dachhimmel.

Mercedes GLA 45 AMG

Mercedes GLA 45 AMG

Sitzposition und Ladevolumen

Die Rücksitze lassen sich im Verhältnis 1/3 – 2/3 umklappbaren Der Laderaum des Audi ist länger; der des Mercedes breiter und bietet zudem ein größeres Volumen von 421 zu 356 Litern wenn die Sitze aufrecht stehen. Im Innern haben Audi und Mercedes Stärken und Schwächen. Wirklich geräumig sind beide nicht. Der GLA hat mehr Knieraum im Fond; der Q3 bietet nicht nur ein luftigeres Gefühl, sondern auch eine höhere Sitzposition.

Audi RS Q3

Audi RS Q3

Brummende Musik

Doch für Musik sorgen keine Applikationen, Sitzbezüge und Kofferraumvolumina, denn es geht um den Antrieb. Der zwei Liter große Vierzylinder des Mercedes GLA 45 AMG leistet 265 kW / 360 PS und 450 Nm; der 2,5 Liter große Turbofünfzylinder des Audi Q3 RS hängt mit 228 kW / 310 PS und 420 Nm ab 1.500 U/Min, unterfüttert von dem sonoren Fünfzylindersound, etwas hinterher. 0 auf Tempo 100 bollert der Audi in 5,2 Sekunden und ebenso wie beim Mercedes wird der Tatendrang, Kilometer zu fressen, bei 250 km/h automatisch Einhalt geboten. Der Schwabe schafft den Imagespurt dagegen sogar in knapp fünf Sekunden. In Sachen Effizienz tun sich beide nur auf dem Paper wenig. Auch wenn der RS Q3 mit 8,8 Litern deutlich mehr als der GLA 45 AMG mit 7,5 Litern Normdurst benötigt, lassen sich beide Modelle nur schwer unter elf Litern bewegen. Bei flotter Gangart sind jedoch 15 bis 20 Liter drin, wobei das modernere Mercedes-Triebwerk im Realbetrieb mindestens einen Liter sparsamer als das des Audis ist.

Mercedes GLA 45 AMG

Mercedes GLA 45 AMG

Klarer Sieger beim Getriebe

Bei der Nutzung des siebenstufigen Doppelkupplungsgetriebes liegt Audi jedoch ganz klar vorne: es ist schneller als das des AMG und es macht einfach mehr Spaß die Gänge auch einmal manuell durchschnalzen zu lassen. Doch trotz der besseren Schaltung schafft es der Audi RS Q3 jedoch nicht das Leistungsniveau des Mercedes GLA 45 AMG zu erreichen, da er 70 kg schwerer und deutlich träger als sein Gegner ist. Beide Getriebe verfügen über verschiedene Programme, doch was die Dynamikeinstellung betrifft, hat der Audi die Nase vorn: die drei Modi (Comfort, Auto, Dynamic) seines Drive-Select-Systems beeinflussen die Rückmeldung der Lenkung, des Gaspedals und des Fahrwerks. Dem kann der Mercedes A 45 AMG aktuell kaum etwas entgegensetzen.

Audi RS Q3

Audi RS Q3

Allrad: And the Winner is…

In den sportlichen Varianten der A-Klasse hat Mercedes ein Allradsystem benutzt, das nun auch im GLA zum Einsatz kommt. Es verfügt über eine Lamellenkupplung (hydraulisch gesteuert und an der Hinterachse angebracht) und ermöglicht die Verteilung der Kraft auf beide Achsen völlig frei. Bei der Fahrt mit normaler Bodenhaftung hat der GLA 45 AMG nur Vorderradantrieb, doch wenn das System einen Antriebsverlust erkennt, ist es in der Lage die Kraft auf beide Achsen (50 / 50) zu verteilen oder sogar 100% des Drehmoments an die Hinterachse zu leiten. Dieses Allradsystem hat zudem den Vorteil dass es rund 30 Kilogramm leichter ist, als das des Audis.

Mercedes GLA 45 AMG

Mercedes GLA 45 AMG

Kaum unterschiede beim Preis

Normalerweise ist in diesen Preisklassen der finanzielle Aspekt nicht entscheidend; insbesondere, weil beide Konkurrenten nahezu gleichauf liegen. Der Mercedes GLA 45 AMG startet mittelprächtig ausgestattet bei 55.870 Euro. Im Gegensatz dazu geht es beim ähnlich ausstaffierten Audi RS Q3 bei 54.600 Euro los.

Audi RS Q3

Audi RS Q3

Fazit

Unter dem Strich ist der Mercedes das sportlichere, weil kompromisslosere Auto, das nur beiläufig daran erinnert, ein SUV sein zu wollen. Schwächen gibt es beim Platzangebot, dem nur mäßigen Doppelkupplungsgetriebe und der schlechten Rundumsicht. Der Audi RS Q3 macht keinen Hehl daraus, ein SUV zu sein – eben ein sehr schneller, dessen Doppelkupplungsgetriebe Bestwerte setzt und einen höheren Alltagsnutzen bietet. Im direkten Vergleich ziehen die vier Ringe jedoch den Kürzeren.

Vielen Dank an Joaquim Oliveira von press-inform.com

  • QWertz

    Zuerst ein SUV mit mehr Bodenfreiheit konzipieren, und dann mit Front- und Heckverbau alles wieder tieferlegen. Es ist zeit für ein iPhone in der Automobilindustrie

  • Granturismo

    Unnötige Hochzüchterei im doppelten Sinn.

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