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Buick The 60 Special (1910)
 

Die 6 wichtigsten Muscle Cars

Gehen wir zurück in der Geschichte, 1910 beginnt unsere muskulöse Reise. Angefangen beim Buick „The 60 Special“ geht’s bis in die 1970er Jahre.

30.03.2016 Press Inform

Der Name sagt eigentlich schon alles: „Muscle Car“. Die Rezeptur für so einen Kraftbolzen ist einleuchtendend: Man nehme einen großvolumigen PS-starken Motor, verpflanze diesen in ein Coupé und garniere diese Melange mit einer wohltönenden Auspuff-Anlage. Bei den Muscle Cars ging es immer schon um die pure Kraft und das Geradeaus-Beschleunigen zwischen zwei Ampeln. Diese Viertelmeilen-Sprints sind legendär. Das Motto Geraden lieben, Kurven hassen. Bis zu 500 PS mobilisierten die Kraftbolzen Ende der 1960er Jahre. Mit dem Druck auf das Gaspedal setzte ein unbarmherziger Vortrieb ein, dass die obligatorischen Plüsch-Würfel (Fuzzy Dice), mit denen man die Bereitschaft zu einem Rennen signalisierte, vor Freude nur so hin und her tanzten.

1. Buick „The 60 Special“

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© Bild: Werk

Schon weit vor der Hoch-Zeit der Muscle Cars zwischen 1965 und 1970, setzte der Buick „The 60 Special“ im Jahr 1910 das Konzept dieser Fahrzeuggattung fast schon perfekt um. Ein Vierzylinder-Motor mit einem Monster-Hubraum von 10,2 Litern katapultierte den Renner auf die – für damalige Zeiten – abenteuerliche Geschwindigkeit von 177 km/h. Leider wurden nur zwei Exemplare dieser rollenden Rakete gebaut. Der Spitzname dieser Power-Maschine lautete übrigens „Bug“.

2. Pontiac GTO

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© Bild: Werk

Der Pontiac GTO ist schon aufgrund seiner extravaganten Front mit der Hutze, die dem 6,5-Liter-V8-Big-Block die dringend benötigte Atemluft zuführte, einer der markantesten Vertreter der Muscle Cars. Bei der Version des Jahres 1967 knallten dem Fahrer 600 Newtonmeter und rund 355 PS ins Kreuz. Damit war der Pontiac GTO einer der schnellsten Sprinter der Viertelmeilen-Strecke. Der Vater des GTO war übrigens kein Unbekannter, handelte es sich doch um den damaligen Chef-Ingenieur Namens John DeLorean.

3. Plymouth Road Runner

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Der Plymouth Road Runner war so etwas wie das Understatement-Modell der Muscle Cars. Statt Renn-Streifen und auffälligen Lufthutzen, gab es zunächst nur eine ziemlich besondere Hupe, die das „Beep Beep“ der Comic Figur „Road Runner“ auf die Straße brachte. Angeblich hat der amerikanische Autobauer 50.000 Dollar an die Film-Firma „Warner Bros“ bezahlt, um den „Road Runner“ verwenden zu dürfen. Unter der Haube der Blech-Version werkelte zunächst ein 6,3-Liter-Motor und später ein legendäres Hemi-Triebwerk mit sieben bis 7,2 Litern Hubraum und maximal rund 430 PS. Wer wollte, konnte auch eine Motorhaube mit einklappbaren Lufteinlässen ordern.

4. Ford Mustang Boss 429

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© Bild: Werk

Jede Aufzählung dieser Art wäre ohne einen Ford Mustang unvollständig. Und da bietet sich niemand geringerer, als der „Ford Mustang Boss 429“ des Jahres 1969, an. Die „429“ steht für den Hubraum (429 cubic inches = 7.030 Liter) und um das mächtige Triebwerk unterzubringen, musste der Motorraum vergrößert werden. Nominell war der „Boss-Nines“ rund 380 PS stark, die Rennwagen mit Straßenzulassung gingen aber locker auf die 450-PS-Marke los.

5. Camaro ZL1

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© Bild: RM Auctions

Ein anderes Modell, bei dem das Datenblatt nicht ganz der Wahrheit entsprach, ist der Chevrolet Camaro ZL1 des Jahres 1969. Offiziell schaffte der Sieben-Liter-V8 immerhin 430 PS, aber unabhängige Tester attestierten dem Chevy-Kraftwerk ein spürbares Leistungs-Plus jenseits der 500-PS. So viel Power hatte auch seinen Preis: Der Camaro ZL 1 kostete damals rund 7.200 Dollar – eine stolze Summe. Deswegen verließen auch nur 69 Exemplare der „rollenden Rakete“ die Chevy-Fabrik.

6. Buick GSX

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© Bild: Werk

Natürlich hatte auch Buick in der Hochzeit der Muscle Cars ein Modell, das den Oberarm so richtig anspannen konnte. Der Buick GSX war ein Spätstarter auf dem Markt der Muscle Cars, schließlich dämmerte 1970 schon das Ende der Ära der Kraftbolzen herauf. Mit rund 350 PS war der GSX (Gran Sport, inklusive Stage 1 Tuning-Kit) eigentlich recht zurückhaltend, doch das Drehmoment von 691 Newtonmetern machte beim Sprint eine gute Figur. Dabei half auch, dass der 7,5-Liter-Motor deutlich leichter war, als vergleichbare Aggregate anderer Hersteller.

  • Peter Ruch

    sorry, aber null Ahnung vom Thema. geht gar nicht.

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