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Seit Beginn ihrer Amtszeit muss GM-Chefin Mary Barra hauptsächlich versuchen, den Schaden nach dem Zündschloss-Skandal einzudämmen.
 

US-Verkehrsaufsicht: Mehr als 13 Todesopfer wegen fehlerhafter GM-Zündschlöser

US-Verkehrsaufsicht NHTSA nennt keine konkrete Zahl, „halten es aber für wahrscheinlich, dass mehr als 13 Menschen ihr Leben verloren haben.“

24.05.2014 APA

Wegen fehlerhafter Zündschlösser bei Fahrzeugen der Opel-Mutter General Motors sind offenbar mehr Menschen ums Leben gekommen als bisher offiziell angenommen, wie die US-Verkehrsaufsicht NHTSA am Freitag auf eine Anfrage der Agentur Reuters bekannt gab. Die genaue Zahl sei zwar nicht bekannt – ~~

Verbraucherschützer gehen von bis zu 300 Todesopfern aus

Verbraucherschützer sprechen seit Monaten von bis zu 300 Todesopfern in Folge des Zündschloss-Defekts. GM hatte erst im Februar insgesamt 2,6 Millionen Autos in die Werkstätten gerufen, obwohl das Problem seit rund zehn Jahren bekannt war. Nach Angaben des Autobauers soll der Defekt bei den Zündschlössern zu 13 Todesfällen geführt haben. Diese Zahl basiere auf einer gründlichen Analyse der zur Verfügung stehenden Informationen, sagte GM-Sprecher Jim Cain. Inzwischen habe der Konzern Kenntnis über weitere etwa ein Dutzend Unfälle, die auf die fehlerhaften Zündungen zurückgehen. Die Behörde sei darüber informiert. 35 Unfälle hatte GM bereits gemeldet. Weitere Todesfälle seien GM jedoch nicht bekannt, sagte Cain. Sollte GM neue Informationen erhalten, würde der Konzern dies der Behörde umgehend mitteilen.

US-Verkehrsaufsicht verhängte Höchststrafe über GM

Bei den Autos kann die Zündung auch bei hohem Tempo unvermittelt in einen Modus springen, bei dem sich Motor und elektrische Systeme abschalten. Auch die Airbags funktionieren dann nicht mehr. Wegen seiner zögerlichen Reaktion wurde GM bereits von der US-Verkehrsaufsicht zu einer Höchststrafe von 35 Millionen Dollar (25,68 Mio. Euro) verdonnert. Der Skandal dürfte damit jedoch noch längst nicht erledigt sein, weil eine ganze Reihe weiterer Regierungsstellen eigene Ermittlungen aufgenommen hat.

Gewinneinbruch nach Zündschloss-Skandal

Zudem rief GM inzwischen wegen anderer Sicherheitsmängel zusätzlich Millionen Fahrzeuge zurück. Seit ihrem Antritt im Jänner als erste Frau an der Spitze eines großen Pkw-Konzerns ist die neue GM-Chefin Mary Barra vor allem damit beschäftigt, die Pannenserie aufzuklären, sich für Fehler zu entschuldigen und GM zur Bewältigung der Krise neu aufzustellen. Zudem verhagelten die technischen Probleme die Bilanz. Die Kosten dafür fraßen im ersten Quartal fast den kompletten Gewinn auf.

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