General Motors, Ford und Chrysler sowie japanische Autobauer mit Werken in den USA  waren die Leidtragenden.
General Motors, Ford und Chrysler sowie japanische Autobauer mit Werken in den USA waren die Leidtragenden.
 

US-Kartellbehörde landet Schlag gegen Autozulieferer

Neun japanische Firmen und zwei Manager bekannten sich schuldig, Preise für Zubehörteile abgesprochen zu haben – 740 Mio. Dollar Strafe

27.09.2013 APA

In den USA wurden gleich mehrere Kartelle von Autozulieferern zerschlagen. Neun japanische Firmen und zwei Manager bekannten sich schuldig, sich bei den Preisen für mehr als 30 Zubehörteile wie Lichtmaschinen, Anlasser und Zündspülen abgesprochen zu haben. Die fraglichen Teile seien in über 25 Millionen in den USA verkaufte Wagen eingebaut worden. Leidtragende seien sowohl die drei großen US-Hersteller General Motors, Ford und Chrysler als auch japanische Autobauer mit US-Werken wie Toyota oder Nissan gewesen. Die schuldigen Zulieferer müssen nun gut 740 Millionen Dollar (547 Mio. Euro) an Strafen zahlen, wie das US-Justizministerium am Donnerstag in Washington bekanntgab.

Auch Zulieferer in Europa im Visier der Behörden

Im Juli hatte die EU vier Hersteller von Kabelbäumen mit 141,8 Millionen Euro an Bußen belegt – auch dies zumeist japanische Firmen. Am Dienstag durchsuchte das deutsche Bundeskartellamt die Standorte von sechs Zulieferern von Motorraumisolierungen, Kofferraumauskleidungen und Hutablagen. Die US-Kollegen haben in ihren laufenden Untersuchungen bis dato 20 Zulieferer und 21 Manager zur Rechenschaft gezogen und dabei Geldstrafen von 1,6 Milliarden Dollar verhängt.

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  • Ravenbird

    Nicht alles, was die Scheibenweltkultisten tun, ist schlecht. Manche Dinge würde ich mir auch bei uns wünschen. Allerdings würde sich dann herausstellen, daß die gesamte Riege der Popolitiker mit ihren Lobbyisten in verbrecherische Geschäfte und Absprachen verwickelt ist.
    Wie sagte schon unser verehrter Herr Strasser (Ex-Innenminister und Ex-Europaparlamentarier)?
    „Wir sind alle so.“

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