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Uptrion, abspecken für den Fahrspaß

10 Stück wurden vom Uptrion gefertigt. Die wesentlichste Kennzahl des Fahrzeug ist sein Gewicht. Reduktion ist alles und wer braucht schon Klima, Airbags & Co?

06.12.2015 Press Inform

Wenn ein Auto unter 1.000 Kilogramm auf die Waage bringen soll, dann gibt’s überall Abstriche. Gut so, wer braucht schon eine HiFi-Anlage in solch einem Gefährt, wer bitte eine Klimaanlage, schließlich soll nicht nur dem Motor heiß werden. Und Airbags? Nein, gibt’s auch keine. Unterm Strich stehen damit dann 891 Kilogramm – 3,56 Kilogramm pro PS. Nebenbei sei erwähnt, dass der Lamborghini Aventador LP 750-4 Superveloce auf 2,03 Kilogramm pro PS kommt. Gut, in Sachen Image kann der Uptrion dem Lambo natürlich nicht das Wasser reichen, muss er auch nicht.

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© Bild: Werk

Nur 10 Stück gibt’s vom Uptrion

Dank sehenswerter LED-Technik bei Frontscheinwerfern und Heckleuchten, Sportsitzen inklusive Vierpunkt-Gurten sowie einem hohen Anteil an Kohlefaser- und Glasverbund ist die Gewichtsreduktion möglich. Der auf einem Opel Speedster 2.0 Turbo mit ursprünglich 200 PS und 250 Newtonmeter basierende Uptrion, ist zudem durch ein hauseigenes Chiptuning zu 250 PS und 350 Newtonmetern erstarkt. Die Kraft wird über die 265er-19 Zöller an der Hinterachse auf die Straße gebracht. Dass die Kombination aus viel Leistung, wenig Gewicht und Heckantrieb von Natur aus sportlich ambitionierten Fahrern gefällt, ist kein Geheimnis. Umso eiliger sollte die Bestellung ins bayrische Lindau geschickt werden, da von den maximal zehn produzierten Uptrion-Exemplaren nur noch vier erhältlich sind.

Kein Auto für Jedermann

Von außen ist dem 69.999 Euro teuren Bayer seine Verwandtschaft zur Rüsselsheimer Basis nicht mehr wirklich anzusehen. Der Grund ist einfach. Das Bodykit, bestehend aus Fronthaube, Heckdeckel, Türen, Seitenteilen mit Schwellern, Front- und Heckschürze, hat den schon zuvor recht sonderbaren Speedster komplett neu gestaltet. Vor allem die Klarsicht-Motorabdeckung oberhalb des 2,0 Liter großen Reihenvierzylinders hat schon fast etwas von italienischer Freizügigkeit. Hinzu kommt ein Interieur, das von Alcantara, Leder und Carbon geprägt ist. Allein die Fahrzeugdaten lassen erahnen, dass ein kleiner Ausritt mit der ansonsten sehr spartanischen oder besser gesagt nackten Versuchung nicht für Jedermann geeignet ist. So lässt das Gewindefahrwerk auf mangelnden Dämpferkomfort, die EBC-Bremsscheiben inklusive Keramik-Beläge auf eine satte und nicht gerade magenfreundliche Verzögerung und die Edelstahl-Abgasanlage auf eine ohrenbetäubende Soundkulisse schließen.

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© Bild: Werk

Wochenendauto

Doch ist der Roadster auch nicht für den Alltag gedacht, wie sein Schöpfer Jörg Schramm gern bestätigt: „Der Uptrion ist als Zwei- oder sogar Drittauto für gute Autofahrer gedacht, die am Wochenende mal so richtig Spaß haben wollen.“ Da dem Uptrion nur ein kleiner Tank und keine Traktionskontrolle verpasst wurde, hängt die Dauer des Spaßes natürlich stark vom Gasfußeinsatz ab. „Ich kann einen Verbrauch von sieben Litern auf 100 Kilometern schaffen – kann…“, verrät Jörg Schramm mit einem Lächeln im Gesicht. Und wer seinen Gasfuß so überhaupt nicht im Griff hat, wird das Aufleuchten der Reservetank-Leuchte wahrscheinlich auch gar nicht mehr erleben. Denn ESP gibt’s auch nicht.

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