© Bild: Herbert P. Oczeret/ APA / picturedesk.com
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Umfrage: Österreichische Autofahrer nutzen häufiger Öffis

16 Prozent der österreichischen Autofahrer nutzen öfters Bus, Straßenbahn und U-Bahn als noch 2011 – in Wien sind sogar 38% gesteigert Öffi-affin

26.03.2014 APA

Wie eine Umfrage der VAV-Versicherung ergeben hat, fahren 16 Prozent der österreichischen Autofahrer häufiger mit öffentlichen Verkehrsmitteln als noch vor 3 Jahren. In Wien nutzen sogar 38 Prozent öfters Bus, Straßenbahn und U-Bahn. Auch Fahrrad (plus 13 Prozent) und Zug (plus acht Prozent) werden derzeit in Österreich häufiger verwendet als noch 2011. Für die Umfrage wurden unter 1.000 Österreicher ab 14 Jahren befragt.

Autofahrer-Image leidet vor allem in Städten

Gleichzeitig antworteten 65 Prozent auf die Frage, ob sie ein oder mehrere Verkehrsmittel jetzt häufiger verwenden als vor drei Jahren, mit „Nein“, in Niederösterreich und Burgenland sind es sogar 73 Prozent. Das „VAV-Mobiltätsbarometer“, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, zeige ein Stadt-Land-Gefälle, so die Versicherung. Das Image der Autofahrer leide vor allem in den Städten und die sichtbaren Kosten würden sich als wesentliche Faktoren der Nutzung erweisen.

Gefühltes Unfallrisiko gestiegen

Der Umfrage zufolge ist auch das gefühlte Unfallrisiko gestiegen. Die größten Gefahren würden von „zu hohen Geschwindigkeiten“ (76 Prozent) und „schlechten Sichtverhältnissen“ (48 Prozent) ausgehen. In Wien sehen 58 Prozent der Autofahrer die Radfahrer als größte Gefahr. VAV schließt daraus, dass sich in Wien die Autofahrer zurückgedrängt fühlen. Der Versicherung zufolge gebe es Anzeichen für eine Polarisierung unter den Verkehrsteilnehmern.

Auto ist für 33 Prozent der befragten Fahrer „unverzichtbar“

Für 33 Prozent jener 694 Befragten, die angaben, mit dem Auto zu fahren, ist dieses „unverzichtbar für den Weg zur und von der Arbeitsstelle“ – in Wien sind 23 Prozent dieser Meinung, in Tirol und Vorarlberg hingegen 43 Prozent. Für zwölf Prozent ist das Auto „ein reines Privatvergnügen“.

Landwirte wollen Auto-Nutzung nicht einschränken

15 Prozent wollen das eigene Auto in Zukunft öfters stehen lassen, in Städten mit mehr als 50.000 Einwohner sogar 26 Prozent. Landwirte hingegen lehnen der Umfrage zufolge geschlossen ab, die Auto-Nutzung künftig einzuschränken. In Wien gehen 36 Prozent davon aus, dass das Kfz in den kommenden Jahren an Stellenwert verliert.

Tankkosten für 64 Prozent entscheidend

Die Tankkosten sind für 64 Prozent der Umfrage-Teilnehmer entscheidend für die Verwendung des Autos. Darauf folgen Anschaffungskosten (62 Prozent), Versicherungsprämie (46 Prozent), Reparatur- und Servicekosten (43 Prozent), Steuern und Abgaben (38 Prozent), Parkgebühren (16 Prozent), Maut (elf Prozent). Für zehn Prozent sind die Kosten irrelevant. Bei der Wahl der Versicherung ist der Hälfte eine günstige Prämie am wichtigsten.

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  • ReinhardP

    Nachdem ja der Wiener Bürgermeister auf Griechisch steht, werden die Autofahrer dieser Stadt entsprechend „verwöhnt“. So ist das eben, wenn eine linksextreme Splittergruppe (grad einmal 12% haben die gewählt) entgegen den demokratischen Prinzipien der Mehrheit Geld verprassen und Ideologien leben dürfen.

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