Ulrike Pistora: „Alte Autos erzählen mir was“

Und wenn das Malen ein Hobby bleiben darf, kann man sich nach allen Richtungen umschauen und gerne bei Oldtimern hängenbleiben.

04.09.2016 Autorevue Magazin

„Ich male gerne alles“, erklärt Ulrike Pistora ihren weiten Zugang zur Motivwahl, also war irgendwann der erste Oldtimer dran, und dann ging alles ganz schnell: „Das Bild des Mercedes 300 SL hing bei einer Ausstellung zwischen meinen anderen Motiven, ein Mercedeshändler hat’s gesehen und gleich einen Schwung Bilder bestellt. Also habe ich Mercedes-Modelle quer durch die Geschichte gemalt.“ Damit hatte ihre Karriere als Künstlerin eine neue Richtung genommen, die sie seither gerne weiter pflegt, denn „bei alten Autos spüre ich die Ausstrahlung, die erzählen mir was“. Überhaupt zählen Dialoge zu Ulrike Pistoras Stärke, mit quirliger Fröhlichkeit fädelte sie mit dem zweiten Schwung an Oldtimerbildern eine Ausstellung in Salzburg ein, derzeit hängen ihre Werke in der Klassik-Remise in Berlin. Natürlich kommen häufig Aufträge rein, wenn sich jemand ein Auto aufhängen mag, das in echt aus finanziellen Gründen noch nicht in die Garage gefunden hat. Oder wenn das eigene Auto auch im Wohnzimmer hängen soll, damit man nicht immer in die Garage gehen muss, um es zu sehen.

Ulrike Pistora und einige ihrer Bilder. Autos sind zwar nur ein Ausschnitt ihres Schaffens, aber sie passen am besten zur Speedparty, auch heuer wieder.
© Bild: Andreas Riedmann

Ulrike Pistora und einige ihrer Bilder. Autos sind zwar nur ein Ausschnitt ihres Schaffens, aber sie passen am besten zur Speedparty, auch heuer wieder.

„Gemalt habe ich ja schon immer“, sagt Ulrike Pistora, aber das Kunststudium scheiterte am innerfamiliären Veto, folglich durfte die Malerei Hobby bleiben, was eine gute Basis ist fürs Experimentieren und Finden des eigenen Weges.
Als Volksschullehrerin findet Ulrike Pistora auch immer Gelegenheit, das Hobby in den Beruf einzubringen. Dafür revanchiert sich das Hobby bisweilen: „Vor Jahren bin ich beim Kauf von Materialien für die Schule auf ein Seminar des Malers Voka gestoßen, und beim zweiten Kurs hat er gesagt: ,Madl, bleib dabei, bei dir zahlt sich’s aus.‘“

Also malt Ulrike Pistora seither intensiver, „Voka hat meinen Pinselstrich anfangs sehr beeinflusst, dann aber wollte ich mich emanzipieren und Eigenes entwickeln.“

Es gelang, sie hat mehrere Hotels mit ihren Bildern geschmückt, wurde für Wandmalerei engagiert, und ein paar Pläne liegen für die Zukunft bereit: „Ich möchte ein Oldtimerbild auf einer Folie ausdrucken und ein Auto damit folieren.

Der allernächste Plan: Eine Ausstellung von Oldtimerbildern und bemalten Jeans und Kappen (mit Oldtimermotiven, natürlich) bei der Autorevue-Speedparty.

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