Twizy Renault Sport F1 stat vorne rechts
Aufgepasst, ihr Flure und Freiflächen, hier kommt die Putz... ah, es ist doch nur ein Twizy.
 

Wenn der Schwanz mit dem Hund wedelt

Die KERS-Unterstützung im Twizy Renault Sport ist vier Mal so stark wie das Auto selbst.

01.05.2013 Online Redaktion

KERS steht für Kinetic Energy Recovery System, ein Energiebooster, der bei Formel 1-Boliden auf die 750 Basis-PS kurzzeitig noch 82 PS draufpackt (und auch in anderen Rennautos eingesetzt wird). Jetzt hat Renault, eine Marke von traditionell hohem Verrücktheitspegel, KERS auch in den Stadtflitzer Twizy eingebaut und damit die Studie Twizy Renault Sport F1 geschaffen. Blöd allein, dass der Twizy nicht 750 PS hat, sondern 18 – das dreht die Leistungsverhältnisse etwas um. Blöd auch, dass der Twizy, im Normalfall auf 80 km/h begrenzt, nicht die Bremsenergie zusammenkriegt, um KERS auf herkömmliche Weise aufzuladen. Deshalb wird auf Knopfdruck Energie in einer speziellen, zweiten Lithium-Ionen-Batterie gespeichert, die sich auf einen zweiten Knopfdruck über die Hinterachse wirft: 564 Kilogramm, 100 PS, Beschleunigung wie ein Mègane R.S., 110 km/h Topspeed, keine Türen.

 

Überhaupt: die Optik. Traditionell kommen Renault Sport-Modelle in Schwarz/Gelb daher, beim Twizy wurde die Sicherheitszelle in gelb ausgeführt, alle Anbauteile von den Spoilern bis zu den gewaltigen Schwellern sind schwarz. Das hat zur Folge, dass der Twizy Renault Sport daherkommt wie eine aufgepudelte Bodenreinigungsmaschine, aber auffällig ist der Look allemal und die gelbe Fahrgastzelle könnte man ruhig in die Serie übernehmen (überhaupt ist der Twizy erstaunlich farbfrei für ein Auto seiner Art).

 

Danke, Renault, dass ihr so einen wahnsinnigen Blödsinn konstruieren und bauen lasst (wenngleich als Einzelstück). Und, äh, wir würden gerne mal eine Runde drehen mit dem KERS-Twizy…

 

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