Tuning: T Sportline Tesla S

Chiptuning, größere Turbolader – nix da. Die Branche steht bei Elektroautos wie dem Tesla S vor einem Problem: Tuning ist nicht mehr so einfach möglich. T Sportline versucht sich deshalb nur optisch am kalifornischen Stromer.

02.04.2014 asphaltfrage

Der Umbau hört auf den vielversprechenden Namen Project California und T Sportline wird ihm gerecht, denn die Kreation ist nicht weniger als das teuerste Model S der Welt. Auf über 205.000 Dollar summiert sich der Kaufpreis und liegt damit knapp 80.000 Dollar über dem Listenpreis.

Großzügig wird diese Summe auf ein paar Carbonteile außen, etwa einer Spoilerlippe vorne und hinten, sowie einem Diffusor verteilt. Dazu kommt einen aufwändige Folierung mit zusätzlichem Steinschlagschutz. Nicht zu vergessen die geschmiedeten 21-Zoll Felgen in gold, die über 20% leichter sind als die Serienfelgen im gleichen Abmaß. Um die teuren Modifikationen nicht zu beschädigen installiert man zudem nachträglich eine Einparkhilfe, sowie einen Totwinkel-Assistent.

Keine extra Kilowatt für den Antrieb, dafür für die Lautsprecher

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Innen wird es dann noch feiner: 25.000 Dollar wird für die Komplettlederausstattung fällig. T Sportline schlägt dazu aber auch wirklich alles in edelster Kuhhaut aus, steppt sogar die Türtafeln extra ab. Und wenn es schon keine extra Kilowatt am Antrieb sein dürfen, dann wenigstens aus den Lautsprechern: ein Alpine „Audiophil“-Upgrade kann man zu diesem Zweck für 9.500 Dollar ausfassen. Weiters gibt es lackierte Rückenlehnen, Fussmatten mit Lederkeder, iPads fürs Fond-Entertainment, leuchtenden Tesla-Logos für den leichteren Ausstieg und ein GPS-Tracking-System.

Das wohl beste Feature findet sich indes am Ende der Preisliste: „ticket avoidance system“. Ein elektronischer Freifahrtsschein quasi, der per Radarwellen- und Laserlichterkennung vor teurer Wegelagerei am Straßenrand warnt.

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