TU Wien Racing Edge 5 Präsentation
Der EDGE 5 - weniger kantig als seine Vorgänger
 

TU Wien Racing stellt neues Renngerät vor

Der EDGE 5 genannte Rennwagen unterscheidet sich in fast allen wesentlichen Konstruktionsparametern von seinen Vorgängern.

10.06.2013 Autorevue Magazin

EDGE 5 erstmals mit CFK-Monocoque und Aero-Package

Am 7. Juni präsentierte das Team von TU Wien Racing im Rahmen der Rollout-Veranstaltung im Hauptgebäude der Technischen Universität erstmals das neue Rennfahrzeug. Die Mannschaft rund um die beiden Organisationsleiter Julien Heise und Wolfgang Maierhofer und den Technischen Leiter Mathias Pechböck stellte mit dem neuen EDGE 5 die in der jungen Historie von TU Wien Racing wohl revolutionärste Entwicklung vor. Nach Abwägung aller Randbedingungen, die sich aus aktuellem Reglement, Beobachtung des Wettbewerbs und der Definition von eigenen Zielen ergeben, sowie auf der ständigen Suche nach Optimierungspotenzial entschied man sich für ein völlig neues Fahrzeugkonzept.

Der EDGE 5 genannte Rennwagen unterscheidet sich in fast allen wesentlichen Konstruktionsparametern von seinen Vorgängern. Herzstück der Neuentwicklung ist das bei TU Wien Racing erstmals eingesetzte Kohlefaser-Monocoque. Die Abkehr vom traditionellen Gitterrohrrahmen erfolgte nicht zuletzt auch deswegen, weil der spektakuläre CFK-Gitterrohrrahmen des EDGE 3 per Reglementänderung verboten wurde. Man kann dieses Verbot durchaus als Gratulation an den Erfinder interpretieren. Beispiele von tollen Ideen, die durch das Ausnützen einer Lücke im Reglement entscheidende Vorteile bringen und anschließend verboten werden, finden sich auch zahlreich in der Formel 1, vom Staubsauger-Brabham bis zum Doppeldiffusor.

Kohlefaser – Das schwarze Gold im Rennfahrzeugbau

Der Übergang zum CFK-Monocoque bei TU Wien Racing bietet neben einer weiteren Gewichtsreduktion und verbesserter Fahrerergonomie auch den großen Vorteil von frei wählbaren Fahrwerkspunkten.

Das Fahrwerk selbst ist ebenfalls eine komplette Neukonstruktion, die sich aus der grundlegenden Entscheidung für den Einsatz von 10“-Rädern ergab. Die neuen Kohlefaser-Felgen wiegen nur noch 800 Gramm pro Stück, insgesamt konnte allein beim Fahrwerk durch den umfassenden Einsatz von Leichtbauwerkstoffen eine Gewichtsersparnis von 13 kg realisiert werden.

Auch motorseitig war die Gewichtsreduktion oberste Entwicklungspriorität, die sich in der Abkehr von Kompressoraufladung, Verzicht auf die Lichtmaschine und dem Einsatz von kohlefaserverstärktem Kunststoff bei Tank und Wasserleitungen niederschlägt.

Die Gesamtmasse des neuen EDGE 5 beträgt aufgrund des neuen Fahrzeugkonzepts und der Summe aller Leichtbaumassnahmen nur noch 160 kg, was eine Gewichtsreduktion von 25 % gegenüber dem ersten Fahrzeug von TU Wien Racing im Jahr 2008 bedeutet.

Auffälligste Neuerung am EDGE 5 ist das erstmalig verwirklichte Aerodynamik-Paket. Ein dreiteiliger Front- und ein zweiteiliger Heckflügel sowie ein glatter Unterboden mit Diffusor und die Abkehr von des für den EDGE namensgebenden kantigen Designs sind das Ergebnis von vielen Stunden aufwändiger CFD-Berechnungen.

TU Wien Racing Edge 5 Präsentation

41 – Die traditionelle Startnummer von TU Wien Racing

Unterstützung durch die Uni, Zusammenarbeit mit Industriepartnern

Als Verbindung zur Universität der als selbstständig in einem Verein organisierten Studenten agiert der Faculty Advisor a.O. Univ.-Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Manfred Grafinger vom Institut für Konstruktionswissenschaften und Technische Logistik an der TU Wien. Er betont, dass die Technische Universität sehr stolz auf das ausschließlich von Studenten betriebenen Rennteams ist, das in den letzten Jahren immer wieder Auszeichnungen und Preise bei den internationalen Formula Student Bewerben erringen konnte. Prof. Dr. Grafinger erklärt, dass die Universität zwar Infrastruktur wie Werkstätte und Computernetzwerk zur Verfügung stellt, die Finanzierung von Entwicklung, Fertigung und Renneinsätzen die Studenten aber selbst auf die Beine stellen müssen. Als Hauptvorteile für unterstützende Partner und Sponsoren nennt er neben der Werbewirksamkeit den direkten Kontakt der Industrie mit motivierten Studenten, die nach Abschluss ihres Studiums oft als sehr gut ausgebildete Techniker mit hervorragenden Soft Skills rekrutiert werden.

Das Team von TU Wien Racing wird mit dem EDGE 5 in den kommenden Wochen ein umfangreiches Testprogramm abspulen und heuer an den Formula Student Bewerben in Deutschland (Hockenheim), Österreich (Spielberg) und Ungarn (Györ) teilnehmen.

 

Termine:

Deutschland, Hockenheim   30.07 – 04.08.2013

Ungarn, Györ                           22.08 – 25.08.2013

Österreich, Spielberg             26.08 – 29.08.2013

 

  • Julien

    Hallo,
    um hier einigen Fragen nachzukommen

    technische Eckdaten:
    ca 150kg
    modifizierter KTM LC4 mit 610ccm und 60PS
    wobei die Endgeschwindigkeit durch das Getriebe begrenzt bei etwa 130km/h liegt. alles eine Frage der Sicherheit.
    nachzulesen sind diese Daten auf

    https://www.facebook.com/tuwracing
    http://www.racing.tuwien.ac.at/index.php?id=1
    http://www.autorevue.at/aktuelles/tuw-racing-team-edge-5-2013-formula-student.html
    http://www.autorevue.at/aktuelles/formula-student-2013-tuw-racing-team.html

  • Dieter

    Und wo sind die technschen Daten?
    LG. Dieter

  • Hans

    interessant finde ich die Montage des Heckflügels. Der Überrollbügel wird die Kräfte sicher aufnehmen, aber der Flügel wir da sicher herumschwingen?!?
    Bei den Fahrleistungen gehts ja primär um den Kursverlauf, also Maximierung der Kurvengeschwindigkeiten im Verhältnis zur Höchstgeschwindigkeit, Maximierung der Anpressdrücke auf die Antriebsräder, Reifenauswahl, blablabla ;-)

  • grandprix

    @helmut wenn du so maennlich bist setzt dich am besten zu den proleten an die tankstelle <3 <3 <3

  • jr

    Formulare Stunden = Formula Student ;-)

  • jr

    @Helmut: Fahrleistungen werden sich erst auf den Bewerben zeigen. Bei dieser Art von Fahrzeugen geht es nicht um die Beschleunigung von 0-100 oder die benötigte Zeit auf die 1/4 Meile. Aufgrund des Reglements und den engen Kursen zählen in der Formulare Stunden ganz andere Fahrzeugeigenschaften. Diese Vergleiche wären absoluter Bullshit! Aber anscheinend hast du keine Ahnung von der FS – bitte informiere dich zuerst darüber. Man kann mit einem F1 Auto keinen FS Bewerb durchfahren weil es zu groß wäre, selbiges gilt für die Bauartgeschwindigkeit die dementsprechend geringer ausfällt.
    Schau dir mal einen Bewerb an und du wirst sehen dass deine Frage nach „Fahrleistungen“ im herkömmlichen Sinne irrelevant ist.

  • helmut

    wie kann man nur einen artikel über ein rennauto verschicken wo nichtmal fahrleistungen drinnen stehen … sehr eigenartig. hat mich richtig geärgert, dass iczh die zeit investiert habe. der artikel hätte genausogut in einer frauenzeitung stehen können.

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