Toyota GT 86 Exterieur Statisch Front
Rauch am Horizont.
 

Toyotas guter Vorsatz

Mit Boxermotor und Heckantrieb verleiht der GT 86 der Marke mehr Charakter.

29.11.2011 Online Redaktion

Toyota ist, um es vorsichtig auszudrücken, nicht die emotionalste Marke. Zum einen. Zum anderen muss selbst deren Marketing weit in Vergangenheit blicken, um so etwas wie einen Ideengeber für den GT 86 zu finden. Die Eckdaten des 2+2-Sitzers lesen sich folgendermaßen: Heckantrieb, Vierzylinder-Front-Boxermotor mit 200 PS und 205 Newtonmeter.

Einen Front-Boxermotor mit Heckantrieb gab es bei Toyota schon einmal. 1962 wurde der Sports 800 mit gleichem Konzept entwickelt. Der 2000 GT kam 1965, hatte aber einen Reihensechszylinder und auch die Celica (1971) bot Hinterradantrieb. Der Supra und der MR2 seien dann der Vollständigkeit halber noch genannt.

Toyota aber vermeldet, dass man sich beim GT 86 an einem anderen Auto orientiert hätte. Am Corolla Levin AE86. Das Coupé wurde zwischen 1983 und 1987 gebaut, diente bei vielen Rallyes als Basis und blieb hierzulande weitgehend namenlos. Egal. Neustart.

Vielen dürfte das Auto bekannt vorkommen, das Konzept tourt schon seit einiger Zeit durch die Messehallten der Welt. Jetzt zeigt Toyota in Tokyo den fertigen GT 86. Der bekam auch gleich eine eigene Plattform. Basiert also nicht auf einem schon bestehenden Modell.

Bedenkt man die Höhe von gerade einmal 1,28 Metern, duckt sich das Coupé geradezu auf die Straße. Schließlich ist der GT 4,24 Meter lang. Ein Radstand von 2,57 Metern soll stabile Fahreigenschaften garantieren. Der GT 86 ist damit flacher als ein Porsche Cayman oder ein Ferrari 430. Auch wenn er sich mit diesen Modellen nicht messen wird.

Dafür kriegt der Kunde einen Motor, den Toyota in Zusammenarbeit mit Subaru entwickelt hat. Ein Vierzylinder-Boxer, der 200 PS und 205 Newtonmeter an die Hinterachse schickt. Ein Turbo fehlt dem Motor. Man wollte das Aggregat möglichst flach bauen und den Schwerpunkt tief lassen (Toyota hat ihn auf einer Höhe von 46 Zentimetern ermittelt).

Verhandelt wird die Kraft wahlweise von einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder einer Sechsstufen-Automatik. Letztere kommt auch gleich mit Schaltwippen am Lenkrad. Auf dessen Bauweise ist Toyota übrigens besonders stolz. Es hat einen Durchmesser von 36,5 Zentimetern und ist damit das kleinste, das je in einem Toyota eingebaut wurde. Zu einem späteren Zeitpunkt messen wir das nach und schauen, ob es etwas bringt.

Zum Gewicht macht der Hersteller noch keine Angaben. Bei den ersten Testfahrten sprachen die Ingenieure aber von weniger als 1300 Kilogramm. Die verteilen sich im Verhältnis 53:47 auf die Achsen.

Im Herbst 2012 kommt er auf den Markt. Zu Preisen ab circa 30.000 Euro. In Österreich dürfte es dank Nova ein Schäuferl mehr sein.

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