© Bild: Kimimasa Mayama / EPA / picturedesk.com
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Toyota-Werke in Indien bleiben vorerst geschlossen

Die Beschäftigten in den Werken, die heute die Produktion wieder aufnehmen hätten sollen, weigerten sich, einen Verhaltenskodex zu unterzeichnen – zur Frühschicht um 6 Uhr ist daher niemand angetreten.

24.03.2014 APA

Die beiden Werke des japanischen Autoherstellers Toyota in Indien, die nach gewaltsamen Demonstrationen und der darauffolgenden Schließung am 17. März eigentlich heute wieder die Produktion hätten aufnehmen sollen, bleiben vorerst geschlossen. Die Beschäftigten weigerten sich, einen von der Geschäftsführung vorgelegten Verhaltenskodex zu unterzeichnen, sagte am Montag der Gewerkschaftsvorsitzende Prasanna Kumar. Zur Frühschicht um 06.00 Uhr sei daher niemand angetreten.

Gewerkschaft: Verhaltenskodex widerspricht Arbeiterrechten

Der von der Geschäftsleitung vorgelegte Verhaltenskodex „widerspricht Arbeiterrechten“, sagte Gewerkschafter Kumar. „Wir haben das Recht, unsere Interessen zu verteidigen.“ Toyota hatte am Freitag angekündigt, die Werke „im Interesse der gesetzestreuen Beschäftigten“ wieder zu öffnen. Zuvor müssten diese sich aber schriftlich zu gutem Benehmen verpflichten.

Seit 10 Monaten laufende Verhandlungen über Lohn und Arbeitsbedingungen noch ohne Ergebnis

In den beiden Toyota-Fabriken nahe Bangalore im Süden Indiens arbeiten rund 6.400 Menschen. Seit zehn Monaten laufen Gespräche zwischen der Geschäftsführung und Gewerkschaftsvertretern über Lohn und Arbeitsbedingungen, bisher ohne Ergebnis. Toyota baut in Indien verschiedene Modelle vorwiegend für den indischen Markt. Die beiden Fabriken haben eine Kapazität von maximal 310.000 Autos im Jahr. 2013 wurden nach Konzernangaben aber lediglich rund 174.000 Wagen gebaut.

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