Zwei Besucher einer Automesse schauen auf ein Auto von Toyota
Toyota sorgt für neidische Blicke.
 

Toyota vor GM und VW

So sieht die Platzierung der drei großen Autokonzerne im ersten Halbjahr aus. Die Japaner haben weltweit 4,9 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert.

28.07.2013 APA

 

Der japanische Autohersteller Toyota konnte seine Position als größter Autobauer der Welt im ersten Halbjahr knapp verteidigen. Der Vorzeigekonzern lieferte in den ersten sechs Monaten einschließlich der beiden Beteiligungen Daihatsu und Hino rund um den Globus 4,911 Millionen Fahrzeuge aus, wie aus Zahlen hervorgeht, die das Unternehmen am Freitag veröffentlichte. Damit schrumpfte der Absatz wegen rückläufiger Verkäufe in Japan zwar leicht um ein Prozent. Toyota behielt aber die Nase vor seinen beiden Erzrivalen General Motors und Volkswagen vorn.

Die Verfolger General Motors und VW

Die Nummer 2, General Motors, konnte den Absatz um 3,9 Prozent auf 4,85 Millionen Autos steigern, gefolgt von VW mit rund 4,7 Millionen Autos und einem Plus von 5,5 Prozent. Während GM in den drei Monaten bis Juni nach Angaben der US-Wirtschaftsnachrichtenagentur Bloomberg 2,49 Millionen Autos an den Mann brachte, kam die Toyota-Gruppe auf nur 2,48 Millionen. VW verkaufte 2,39 Millionen Autos. Die Wolfsburger arbeiten sich jedoch auf ihrem Weg an die Weltspitze an GM heran. VW verringerte den Abstand zum Rivalen aus Detroit im 1. Halbjahr auf rund 150.000 Stück. Vor einem Jahr hatte der Abstand noch rund 220.000 betragen.

Schwacher Yen steigert Toyotas Exportzahlen

Toyota hatte die Weltmarktkrone im vergangenen Jahr zurückerobert, nachdem der Konzern zuvor wegen der Auswirkungen der Erdbebenkatastrophe in seiner Heimat auf das weltweite Produktionsnetz auf Rang drei zurückgefallen war. Davor hatte er von 2008 bis 2010 an der Spitze gelegen. Nach dem Rückschlag von 2011 hat das Traditionsunternehmen seine Produktion weltweit stärker dezentralisiert. Der Konzern profitiert derzeit zudem von der Schwäche des Yen, wodurch der Export angekurbelt wird. Dank seiner Stärke in den USA kann Toyota die Schwäche in Europa wettmachen. Volkswagen und Toyota wollen nächste Woche ihre Quartalsbilanz vorlegen.

VW will bis 2018 Nummer eins sein

Der VW-Konzern hat sich zum Ziel gesetzt, bis spätestens 2018 zur Nummer eins der Branche aufzusteigen. Dazu müssen die Wolfsburger neben GM auch Toyota überholen. Toyota stand vergangenes Jahr an der Spitze. Dass die Japaner ihre Position im ersten Halbjahr dieses Jahres verteidigen konnten, lag vor allem am robusten Absatz in Nordamerika.

 

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