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Toyota vor Milliardenvergleich mit US-Behörden

4 Jahre nach Beginn der Ermittlungen in Zusammenhang mit einem millionenfachen Rückruf steht Toyota einem Zeitungsbericht zufolge kurz vor einem Milliardenvergleich mit den US-Behörden.

08.02.2014 APA

Einem Bericht des „Wall Street Journal“ zufolge steht Toyota kurz vor einem eine Milliarde Dollar schweren Vergleich mit den US-Behörden, die vor etwa 4 Jahren Ermittlungen im Zusammenhang mit einem millionenfachen Rückruf gegen den japanischen Autobauer aufgenommen hatten. Eine entsprechende Einigung sei in den nächsten Wochen möglich.

Toyota kooperiert mit Staatsanwaltschaft

Die Ermittler prüften, ob Toyota die Aufsichtsbehörden falsch oder unvollständig über mögliche Defekte an Autos wegen unbeabsichtigter Beschleunigung informiert habe. Toyota wollte sich nicht weiter dazu äußern. Eine Sprecherin sagte lediglich, das Unternehmen arbeite mit der Staatsanwaltschaft zusammen.

Nach Rückruf: 200 Sammel- und 500 Einzelklagen gegen Toyota

Toyota machte klemmende Gaspedale und rutschende Fußmatten für die unbeabsichtigte Beschleunigung verantwortlich und beorderte deswegen zwischen 2009 und 2011 mehr als zehn Millionen Fahrzeuge in die Werkstätten. Rund 200 Sammelklagen und mehr als 500 Einzelklagen wurden gegen das Unternehmen eingereicht. Die Probleme hatten Toyotas Image als Qualitätshersteller ramponiert und mit dazu beigetragen, dass der Autobauer die Weltmarktführung vorübergehend an die Opel-Mutter General Motors abgeben musste. Der Konzern hatte sich bereits verpflichtet, in den USA bis zu 1,4 Milliarden Dollar zur Beilegung von Rechtsstreitigkeiten in diesem Zusammenhang zu zahlen.

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